Destiny: Rising

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Destiny: Rising ist ein vom chinesischen Unternehmen NetEase entwickelter und betriebener Online-Shooter („Loot-Shooter“) mit Elementen eines Massively Multiplayer Online Game. Er wurde am 28. August 2025 für iOS- und Android-Geräte veröffentlicht. Über Android-Emulatoren kann er auch auf dem PC gespielt werden, wobei NetEase selbst den hauseigenen Emulator MuMu Player empfiehlt. Das Spiel ist Free-to-play, wie bei Spielen dieser Art aber üblich stark monetarisiert (Gacha-Mechaniken und Mikrotransaktionen).[1] Es kann sowohl aus der Ego- als auch aus der Third-Person-Perspektive gespielt werden.

EntwicklerNetEase Games
PublisherNetEase Games
Veröffentlichung28. August 2025
Schnelle Fakten Entwickler, Publisher ...
Destiny: Rising
Entwickler NetEase Games
Publisher NetEase Games
Veröffentlichung 28. August 2025
Plattform Android, iOS, iPadOS
Genre Computer-Rollenspiel, Shooter
Steuerung Touchscreen, Gamepad, Maus und Tastatur (am PC per Android-Emulator)
Medium Download
Sprache Englisch
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Entwicklung

Destiny: Rising ist im selben Spieleuniversum angesiedelt wie die Spiele Destiny und Destiny 2 des US-amerikanischen Entwicklers Bungie. Bungie hatte ursprünglich geplant, selbst eine Mobile-Version von Destiny zu entwickeln, aber schließlich eine entsprechende Lizenz an NetEase verkauft, nachdem NetEase 2018 rund 100 Millionen US-Dollar in Bungie investiert hatte.[2] Gerüchte über eine Mobile-Version kamen 2021 auf[3] und wurden schließlich 2022 bestätigt.[4] Bungie leistete Unterstützung, die Entwicklung erfolgte aber durch NetEase selbst, das kreative Freiheit erhielt; im Oktober 2024 wurde das Spiel erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.[5] 2025 erfolgten Beta-Tests. Im Vorfeld der Veröffentlichung hatten sich über 10 Millionen Benutzer vorab registriert.[6]

Handlung

Das Spiel ist im Destiny-Universum angesiedelt und spielt zeitlich deutlich vor den Ereignissen, die in den Hauptspielen geschildert werden. Es ist auch nicht offizieller Kanon, sondern absichtlich in einer alternativen Zeitlinie angesiedelt, wenngleich sehr stark Bezug auf die allgemeinen Ereignisse genommen wird.[7] So kommen die aus Destiny bekannten Alien-Rassen ebenso vor wie bekannte Personen aus der Hauptreihe auch hier auftauchen (wie Crota, Ikora und andere mehr).

Das Goldene Zeitalter der Menschheit endete in Tod und Zerstörung, als der mysteriöse, intergalaktische „Reisende“ (im Original The Traveler), der ins Sonnensystem gekommen war und den Menschen neuartiges Wissen vermittelte, von seinen Feinden aufgespürt wurde.[8] Die menschliche Zivilisation ist zusammengebrochen, die wenigen Überlebenden leben in kleineren Festungen und sehen sich durch die „Gefallenen“ (The Fallen) ständig bedroht, eine Alien-Rasse, die nach dem Zusammenbruch eine Invasion begonnen hat. Der Spieler/die Spielerin übernimmt die Rolle eines toten Kämpfers, der durch die Technologie des Reisenden mit Hilfe eines sogenannten „Geists“ (Ghost) wiederbelebt wird. Jeder Geist trägt einen letzten Rest der Energie des Reisenden (des „Lichts“) in sich und fungiert als Begleiter eines „Lichtträgers“.

Unter dem Namen Wolf schließt sich der Spieler der Gemeinschaft in der Festung Haven an, wo ein Mann namens Radegast versucht, die Ordnung so gut wie möglich zu bewahren. Radegast ist ein sogenannter „Eiserner Lord“,[9] ein Lichtträger wie der Spieler. Die Eisernen Lords haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen gegen Aliens und menschliche Warlords zu verteidigen. Im weiteren Verlauf reist der Spieler im Rahmen der Hauptgeschichte unter anderem auch nach Jiangshi Metro in China. Bald nach Beginn taucht mit der „Schar“ eine weitere Alien-Rasse als Gegner auf. Die Gefallenen können zurückgeschlagen werden, wobei diese mit einer Orbitalstation Jiangshi Metro bedroht haben. Im 5. Kapitel reist der Spieler ins Red Sea Rift, wo auch die Kabale und die Vex auftauchen. Es kommt zum Kampf mit den Kabalen, einer militaristischen und imperialistischen Alien-Rasse, die die Siedlung Veridia im Red Sea Rift bedrohen, wo der Lichtträger Saladin das militärische Kommando führt und sich einst mit Radegast überworfen hat. Der Spieler stößt auch auf die geheimnisvollen Vex, eine Rasse von Maschinenwesen, die eigene Ziele verfolgt. Im 7. und letzten Kapitel der Hauptgeschichte können die Kabale vorläufig besiegt werden, wobei sich Radegast und Saladin verbünden und der Spieler eine zentrale Rolle spielt.

Spielaktivitäten

Neben der Haupthandlung bietet das Spiel Nebenquests, verschiedene Koop-PvE-Modi (so unter anderem sogenannte Strikes für drei Spieler und etwas komplexere Gauntlet-Operationen mit sechs Spielern), einen Raid, einen PvPvE-Modus (Shifting Gates), einen PvP-Modus (Iron Bar) und weitere Solo-Aktivitäten. In der Open World können sich Spieler zudem zufällig begegnen und unter anderem Events (wie kurze Kämpfe gegen stärkere Gegner) gemeinsam bestreiten. Weitere Aktivitäten (darunter zeitlich begrenzte) sollen ebenso folgen wie spezielle Seasons. Housing, Fischen, Fahrzeugrennen (Sparrow-Race) und Kartenspielen (über ein Destiny-Sammelkartenspiel) ist ebenfalls möglich. Im Endgame kommen nach Abschluss der Kampagne und einem erhöhten Team-Level (siehe unten bei Progression) weitere PvE-Aktivitäten hinzu. Ebenso werden höhere Schwierigkeitsgrade mit besseren Belohnungen freigeschaltet.

Heldenklassen und Progression

Im Gegensatz zu Destiny, wo es drei Klassen gibt (Titan, Jäger und Warlock), die zwar über spezifische Rüstungsteile verfügen, aber jede Art von Waffen benutzen können, ist in Destiny: Rising die Wahl der Waffen an den jeweiligen Held gekoppelt, da Helden die Spielerklassen aus Destiny ersetzen. So kann der Held Wolf nur Automatikgewehre und Granatwerfer benutzen, aber keine andere Art von Waffen (wie Handfeuerwaffen, Shotguns oder Raketenwerfer). Während Rüstungsteile keine Rolle spielen, ist die Waffenwahl je Held festgelegt, wobei jeder Held zudem sehr individuelle Fähigkeiten besitzt, was den Spieler zu unterschiedlichen Spielweisen zwingt. Der Spieler erhält früh im Spiel zwei weitere Helden, weitere Helden müssen aber in einem Zufallsverfahren durch Lose freigeschaltet werden, wobei die dafür benötigten Materialien zwar grundsätzlich im Spiel erspielt werden können, ebenso können diese Lose (die Chance, einen bestimmten Helden zu ziehen und nicht nur andere Materialien, ist vergleichsweise klein) aber im Shop gekauft werden. Hier kommt die erwähnte Gacha-Mechanik ins Spiel, die Spieler sehr leicht zu hohen Geldzahlungen verleiten kann,[10] wenngleich dies ein optionales Element ist. Auch ohne Geldzahlungen kann das Spiel grundsätzlich vollständig gespielt werden.[11]

Die Progression im Spiel erfolgt über ein Power-Level für die Charaktere, das durch stärkere Waffen und Verbesserungen der spezifischen Heldenfähigkeiten gesteigert werden kann, wofür unterschiedliche Materialien erspielt werden müssen. Des Weiteren existiert ein Team-Level, wofür Quests und sogenannte Bounties erfolgreich absolviert werden müssen.[12] Schwierigere Ereignisse bieten bessere Beute, dazu gehören auch Materialien, die unter anderem für Waffenverbesserungen benötigt werden. Waffen sind in vier unterschiedlichen Stufen im Spiel verfügbar und reichen von der gewöhnlichen blauen Stufe über die bessere violette Stufe, der noch besseren mythischen Stufe bis hin zu sehr seltenen exotischen (goldenen) Waffen.[13] Besonders exotische Waffen weisen erhebliche Vorteile auf und sind nur schwierig zu erlangen.[14] Jeder Spieler erhält pro Tag 120 Pinnacle Energy. Diese kann nach dem erfolgreichen Ende von Aktivitäten eingesetzt werden, um besseren Loot zu erhalten, wobei der Verbrauch pro Aktivität schwankt (10 bis 40).[15] Im Endgame wird nach Abschluss der Kampagne zudem ein neues Rangsystem freigeschaltet, ebenso kann man nun gezielt mythische und exotische Waffen „farmen“, d. h. gezielt Aktivitäten spielen, in denen die Chance besteht, dass diese Teil der Belohnung sind oder Materialien für zufällige sogenannte Engramme enthalten.

Rezeption

Nach Bekanntwerden der Entwicklung von Destiny: Rising kamen bald Befürchtungen hinsichtlich der Monetarisierung des Spiels auf. Der Journalist Paul Tassi, der seit Jahren für Forbes speziell über Lootshooter wie die Destiny-Reihe berichtet, warnte nach ersten Playtests denn auch vor den Gacha-Mechaniken und anderen Monetarisierungen, die in Mobile-Spielen ganz üblich sind, gestand aber auch, dass das Gameplay insgesamt gut sei.[16] Kurz nach Veröffentlichung warnte er nochmals vor den Gacha-Mechaniken, die anfangs wenig ausgeprägt scheinen, aber im Laufe der Zeit zu vermehrten Geldausgaben verleiten können, gerade um so leichter bessere Helden freizuschalten. Hier unterscheide sich Destiny: Rising nicht von vergleichbaren Titeln, die teils noch deutlich stärker monetarisiert sind; wenn man sich der Mechaniken bewusst sei, könne man dennoch Spaß mit dieser Art von Spielen haben.[17]

In seiner Rezension stellte Tassi fest, dass Destiny: Rising abseits der Monetarisierung ein gutes Spiel sei, in dem Gameplay und Content stimmen würden.[18] Des Weiteren habe Destiny: Rising viele Punkte implementiert, die sich Spieler der Destiny-Hauptreihe oft gewünscht haben.[19] In seiner finalen Bewertung der Hauptgeschichte meinte Tassi sogar, der Abschluss in Destiny: Rising sei einer der besten im Destiny-Universum überhaupt.[20]

In Mein MMO wurde das Spiel ebenfalls positiv bewertet, gerade im Hinblick darauf, dass es sich um ein Mobile-Spiel handele, wobei man die Monetarisierung (die bislang vergleichsweise fair sei) und zukünftige Entwicklung im Blick behalten müsse.[21] In einer anderen Besprechung meinte der Rezensent, das Spiel sei so gut, dass man die Gacha-Elemente übersehen könnte.[22] Es scheine auch zumindest einige Spieler aus Destiny 2 anzuziehen, die vom derzeitigen Status des Hauptspiels enttäuscht seien.[23]

Einzelnachweise

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