Die mitte

Geschäftshaus auf dem Alexanderplatz im Berliner Ortsteil Mitte From Wikipedia, the free encyclopedia

die mitte ist der Name eines Geschäftshauses auf dem Alexanderplatz im Berliner Ortsteil Mitte. Neben dem Hauptmieter Saturn sind neun weitere Geschäfte im Gebäude untergebracht. Die Eröffnung fand am 25. März 2009 statt.[1] Direkt neben dem Gebäude auf dem gleichen Grundstück ist ein Wohnhochhaus vorgesehen.

Das Geschäftshaus am Tag der Eröffnung

Gebäude und Geschäfte

die mitte vom Berliner Fernsehturm gesehen
die mitte während der Bauarbeiten nach dem Abbau der Gerüste, Oktober 2008

Das Gebäude ist mit Dachgeschoss sechsgeschossig und bietet auf einer Grundfläche von 3.886 m² insgesamt 22.200 Bruttogeschossfläche, wovon rund 17.500 m² für den Einzelhandel vorgesehen sind. Es handelt sich um kein Shoppingcenter im klassischen Sinne, da alle Läden ihre Eingänge zum Platz haben und nicht über eine Passage verbunden sind. Unterhalb des Gebäudes befindet sich eine kleine Tiefgarage mit 70 Parkplätzen.

Hauptmieter ist die Elektrohandelskette Saturn, die aus dem Untergebäude des nahen Hotels umgezogen ist. Saturn mietete sämtliche Obergeschosse und verdoppelte damit seine Verkaufsfläche von 4.500 auf rund 9.000 m², die Gesamtfläche beträgt 14.000 m². Damit befindet sich der größte Elektronik-Markt Berlins[2] nur rund 200 Meter entfernt von einem der größten MediaMärkte Deutschlands, der im Herbst 2007 im Einkaufszentrum Alexa eröffnet hat. Er gehört zu den drei größten Saturn-Filialen Deutschlands.[3]

Im Erd- und Untergeschoss des Gebäudes befinden sich neun Geschäfte, unter anderem die der Handelsketten New Yorker, dm und snipes.

Geschichte

Der Gewinnerentwurf des kurz nach der politischen Wende durchgeführten Architektenwettbewerbs zur Gestaltung des Alexanderplatzes vom Berliner Architekten Hans Kollhoff hatte das Ziel, die Platzfläche durch ein Gebäude im Nordosten zu verkleinern. Die entsprechenden Bebauungspläne hatte das Bezirksamt Mitte bereits 1994 genehmigt, ohne dass zunächst etwas geschah.

Die 5.329 m² große Fläche (im Bebauungsplan Baublock D4) gehört der texanischen Grundstücksentwicklungsgesellschaft Hines. Ein erster genannter Zeitpunkt für den Baubeginn war das Frühjahr 2005, zunächst passierte jedoch nichts, da laut Hines der potenzielle Hauptmieter nicht mehr zur Verfügung stand. Im September 2006 kündigte Hines dann erneut den Baubeginn für Anfang 2007 an. Die Baupläne für das Gebäude lieferten die Architekten Rhode, Kellermann und Wawrowsky.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 24. Mai 2007, das Richtfest wurde am 18. Juni 2008 gefeiert.[4] Hines investierte rund 100 Millionen Euro in das Projekt. Zunächst vom Investor geplante großflächige Leuchtreklamen wurden nach Ablehnung durch den Bezirk Mitte und den Senat nicht angebracht.

Unterhalb des Gebäudes befindet sich ein Tunnel der U-Bahn. Daher überbrücken mehrere 16 Meter lange und 120 Tonnen schwere Stahlträger den Tunnel und verteilen die Baullast.[5][6]

Die Eröffnung des Geschäftshauses fand am 25. März 2009 um Mitternacht statt, dabei waren wegen des erwarteten Andrangs aus Sicherheitsgründen mehr als 100 Sicherheitskräfte und 50 Polizisten im Einsatz.[7]

Die Entwicklungsgesellschaft Hines verkaufte Im Juli 2009 wurde die mitte für 126,6 Millionen Euro an die Immobilienfirma Commerz Real, eine Tochter der Commerzbank.[8] Nach fast genau zwei Jahren Haltedauer verkaufte die Commerz Real das Gebäude im Juli 2011 nach eigenen Angaben für 124,2 Millionen Euro an einen nicht näher genannten ausländischen Investor weiter. Dabei legt die Erwähnung eines angeblichen Mehrerlöses von 5,8 Millionen Euro nahe, dass die Preisangaben unzuverlässig sind.[9]

Hochhaus

In den ursprünglichen Nachwende-Plänen waren am Alexanderplatz zehn Hochhäuser vorgesehen, eines davon auf dem Grundstück des Geschäftshauses die mitte. Bei dessen Errichtung wurde ein 1.400 m² großes Areal an der Nordseite für die Bebauung mit einem Hochhaus vorbereitet. Im Sommer 2013 startete Hines einen Architektenwettbewerb, zu dem neun Architekten eingeladen wurden.[10] Am 17. September 2013 fand eine zweite Runde statt, zu der vier der neun Architekten mit überarbeiteten Plänen antraten.[11] Im Wettbewerb setzte sich der Architekt Frank Gehry durch, Baubeginn für das 39-geschossige Wohnhochhaus, das 250 Millionen Euro kostet, sollte 2015 sein. Es gab aber noch einmal interne Änderungen, das Hochhaus an dieser Stelle wird nun nach den Entwürfen von Kleihues + Kleihues gebaut. Ursprünglich sollte fast die gesamte Fläche von 38.000 m² für die Einrichtung von Wohnungen dienen und der Turm war mit 134 Metern angesetzt. In die unteren neun Etagen soll ein Hotel einziehen.[12]

Nach den letzten Umarbeitungen der Entwürfe startete der Bau erst im Jahr 2025. Die Änderungen betreffen die Turmhöhe, die nun 146 Meter betragen darf (was noch mit der bereits erteilten Baugenehmigung abgedeckt ist) und größere Flächen sind für Gewerbenutzung vorgesehen.[13]

Einzelnachweise

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