Diedelkopf
Stadtteil der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Kusel
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Diedelkopf ist ein Stadtteil der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Kusel. Bis 1939 war er eine selbständige Gemeinde.
Diedelkopf Stadt Kusel | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 49° 33′ N, 7° 23′ O | |
| Höhe: | 235 m ü. NHN | |
| Einwohner: | 676 (März 2007)[Ohne Beleg] | |
| Eingemeindung: | 1939 | |
| Postleitzahl: | 66869 | |
| Vorwahl: | 06381 | |
Lage von Diedelkopf in Rheinland-Pfalz | ||
Lage
Der Ort liegt im sogenannten Musikantenland, einem Teilbereich des Nordpfälzer Berglandes unmittelbar westlich der Kernstadt und ist mit ihr baulich inzwischen zusammengewachsen, sodass eine räumliche Trennung nicht mehr möglich ist. In der Ortslage vereinigen sich der Bledesbach und der Pfeffelbach zum Kuselbach; zudem mündet hier der Blaubach in den Kuselbach. Nordöstlich schließt sich die Ortsgemeinde Blaubach an, deren Siedlungsgebiet mit Diedelkopf ebenso fast zusammengewachsen ist.
Geschichte
Diedelkopf gehörte zunächst zur Grafschaft Veldenz und ab dem 15. Jahrhundert zu Pfalz-Zweibrücken.[1] Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Diedelkopf in den Kanton Kusel eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte er in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 war er Bestandteil des Landkommissariat Kusel, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.
1928 hatte Diedelkopf 483 Einwohner, die in 73 Wohngebäuden lebten. Sowohl die Katholiken als auch die Protestanten gehörten seinerzeit zur Pfarrei von Kusel.[2] Im Jahr 1939 wurde Diedelkopf in die Nachbarstadt Kusel eingemeindet.[3]
Politik
Ortsbezirk
Der Stadtteil Diedelkopf ist einer von zwei Ortsbezirken der Stadt Kusel und verfügt über einen eigenen Ortsbeirat sowie einen Ortsvorsteher.[4]
Der Ortsbeirat besteht aus 7 Mitgliedern und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.
Wolfgang Ehlhardt wurde 2024 Ortsvorsteher von Diedelkopf. Sein Vorgänger war Michael Brückner (SPD) seit Februar 2017.[5][6] Brückners 2016 verstorbener Vorgänger Bernd Gilcher (SPD) hatte das Amt seit 1991 ausgeübt.[7]
Kultur
Eine Brücke über den Kuselbach aus dem Jahr 1744 und die Dampfbäckerei von 1912 stehen als Kulturdenkmäler unter Denkmalschutz.[8]
Infrastruktur
Verkehr
Ab 1936 besaß Diedelkopf einen Halt an der Bahnstrecke Türkismühle–Kusel. Der Bahnhof befand sich in der Ortsmitte. Bereits im Mai 1936, ein halbes Jahr vor der durchgehenden Streckeneröffnung, war der von Osten kommende Streckenabschnitt bis zum Bahnhof fertiggestellt. Dadurch war er vorübergehend Endbahnhof.[9] 1959 wurde die Bahnstation wegen mangelnder Inanspruchnahme geschlossen.[10] In der Folgezeit wurde die Strecke stillgelegt und 1971 abgebaut. Mittlerweile wurde auf der Bahntrasse der Fritz-Wunderlich-Weg angelegt. Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 420.
Sport
In Diedelkopf gibt es den Fußballverein SG Blaubach-Diedelkopf, dessen Anlagen sich jedoch größtenteils auf der Gemarkung der Nachbargemeinde Ruthweiler befinden.
