Dieter Cycon
deutscher Journalist
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Dieter Cycon (* 28. Juli 1923 in Ratibor, Provinz Oberschlesien; † 16. August 2013)[1] war ein deutscher Journalist.
Werdegang
Cycon war nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst für die Deutsche Nachrichtenagentur (DENA) tätig. Ab 1948 war er außenpolitischer Redakteur der Stuttgarter Zeitung. Ab 1969 war er Leiter des außenpolitischen Ressorts der Welt. 1969 versuchte die griechische Militärdiktatur, Cycon für wohlwollende Berichte zu bezahlen, was dieser jedoch zurückwies.[2] 1975 verließ er die Welt wieder, nachdem ein Beitrag von Cycon, der sich kritisch mit den Verhältnissen im von Francisco Franco diktatorisch regierten Spanien auseinandergesetzt hatte, nicht gedruckt wurde. Während seiner Zeit bei der Welt erhielt Cycon Berichte des Stauffenberg-Dienstes, einem privaten politischen Nachrichtendienst von CDU und CSU. Teilweise ließen sich Ähnlichkeiten von Welt-Artikeln mit Berichten des Stauffenberg-Dienstes ausmachen.[3] Er war zeitweise Mitglied der Jury des Theodor-Wolff-Preises. Er war ein Gegner der „neuen Ostpolitik“ von Willy Brandt.[4] Cycon bezeichnete sich selbst als einen „progressiven Konservativen“.[5]
Werke
- Junger Staat im alten Land: Eindrücke von einer Reise durch Israel. Köln, 1958.
- Die Herausforderung aus dem Osten: Eindrücke von einer Reise durch die Sowjetunion. Stuttgart, 1961.
- „Konvergenz“ in Gesamteuropa? Berlin, 1970.
- Die glücklichen Jahre: Deutschland und Russland. Stuttgart, 1991.