Dieter Siemes
deutscher Diplomat
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Werdegang
Siemes wuchs am Niederrhein auf. Im Frühjahr 1945 wurde er mit seiner Familie aufgrund des Zweiten Weltkriegs nach Schwarzenberg in Vorarlberg evakuiert. Im Oktober 1945 kehrte die Familie an den Niederrhein zurück. 1950 begann er eine Lehre in der väterlichen Bäckerei; 1952 legte er die Gesellenprüfung ab. Daraufhin folgten Wanderjahre im Ruhrgebiet. Ab 1954 besuchte er zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Bäcker das Abendgymnasium in Düsseldorf-Oberkassel, das er 1957 mit dem Abitur abschloss. Daraufhin begann er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität zu Köln. Er legte 1960 das erste und 1965 das zweite juristische Staatsexamen ab. 1964 wurde er in Köln mit der Dissertation „Das Verbot der Insichgeschäfte im heutigen deutschen Recht“ zum Doktor der Rechte promoviert.
1965 trat Siemes in den Auswärtigen Dienst ein. Er wurde in Tunesien, Indonesien und Malaysia verwendet. Von 1976 bis 1978 war er Botschafter in Gabun und Leiter der Botschaft in Libreville. Er war zugleich in São Tomé und Príncipe nebenakkreditiert. Außerdem war er in der Zentrale des Auswärtigen Amts in Bonn tätig. Anschließend war er Ständiger Vertreter des Botschafters an der Botschaft in Jakarta; zwischenzeitlich wurde er für sechs Monate an die Botschaft in Hanoi abgeordnet. Ab 1984 war er Ständiger Vertreter des Botschafters an der Botschaft in Prag. Daraufhin war er erneut im Auswärtigen Amt tätig. Von 1992 bis 1995 Botschafter in Südkorea und Leiter der Botschaft in Seoul. Schließlich war er von 1995 bis zu seiner Pensionierung 1998 Botschafter in Thailand und Leiter der Botschaft in Bangkok.
Siemes ist seit 1961 verheiratet. Seit seinem Ruhestand lebt er in Rückstetten im Landkreis Berchtesgadener Land. Er ist Mitglied der CSU.[1]
Weblinks
- Lebenslauf von Dieter Siemes (PDF) auf der Website der Senioren-Union im Landkreis Berchtesgadener Land