Dietrich Stratmann
deutscher Politiker, MdL
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Dietrich Stratmann (* 4. September 1937 in Berlin; † 7. Januar 2026[1]) war ein deutscher Politiker (CDU) und Mitglied des Niedersächsischen Landtages.
Leben
In Berlin besuchte Dietrich Stratmann die Volksschule und das Gymnasium Canisius-Kolleg und erwarb dort 1956 das Abitur. Er studierte an der TU-Berlin und an der Universität Göttingen Physik und promovierte 1970 in Göttingen.[2]
Parallel dazu arbeitete er ab 1964 in Lindau (Eichsfeld) als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Aeronomie und wurde dort, bis er 1982 in den Landtag gewählt wurde, stellvertretender Leiter des Rechenzentrums. In den Jahren 1986 bis 1990 arbeitete er dort nochmals.
Stratmann trat im Jahr 1956 in die CDU ein. Er übernahm von 1970 bis 1974 den Vorsitz des Northeimer Stadtverbandes des CDU und war von 1974 bis 1979 Vorsitzender der Kreisverbandes der CDU in Northeim. Er wirkte als Beiratsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In den Jahren 1972 bis 1990 wurde er in den Rat der Stadt Northeim gewählt und war dort Beigeordneter. In den Jahren 1974 bis 1990 war er zudem Abgeordneter des Kreistages im Landkreis Northeim.
Bei der Landtagswahl in Niedersachsen 1982 wurde Dietrich Stratmann als Direktkandidat im Wahlkreis Northeim in den Landtag gewählt. Bei der Landtagswahl 1986 gewann der SPD-Kandidat Otto Graeber das Direktmandat im Wahlkreis Northeim, und Stratmann schied aus dem Landtag aus. Kurz vor Ende der Wahlperiode, im Februar 1990, rückte er jedoch über den Landeswahlvorschlag für Friedrich-Wilhelm Raasch, der sein Mandat niedergelegt hatte, in den Landtag nach. Bei den Landtagswahlen 1990, 1994 und 1998 trat Stratmann ebenfalls auf der CDU-Landesliste an. 1990 und 1994 zog er in das Parlament ein. 1998 schied er wieder aus dem Landtag aus. Er konnte jedoch im Jahre 2001 für Hans Eveslage, dem zum Landrat des Landkreises Cloppenburg gewählt worden war, in den Landtag nachrücken und gehörte ihm bis zum Ende der Wahlperiode im Jahre 2003 an. Im Landtag betätigte Stratmann sich schwerpunktmäßig im Bereich der Umweltpolitik; von 1991 bis 1994 war er Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen.
Dietrich Stratmann war verheiratet und hatte zwei Kinder.
Literatur
- Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 372.