Dillendorf
Gemeinde in Deutschland
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Dillendorf ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 56′ N, 7° 23′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Rhein-Hunsrück-Kreis | |
| Verbandsgemeinde: | Kirchberg (Hunsrück) | |
| Höhe: | 416 m ü. NHN | |
| Fläche: | 6,49 km² | |
| Einwohner: | 560 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 86 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 55481 | |
| Vorwahl: | 06763 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SIM, GOA | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 40 030 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Marktplatz 5 55481 Kirchberg (Hunsrück) | |
| Website: | www.kirchberg-hunsrueck.de | |
| Ortsbürgermeister: | Mario Ladu | |
| Lage der Ortsgemeinde Dillendorf im Rhein-Hunsrück-Kreis | ||
Geographie
Geographische Lage

Der Ort liegt im Kyrbachtal, zentral im Hunsrück, auf einer mittleren Höhe von 340 m ü. NHN. Die historische Ausoniusstraße verläuft durch Dillendorf.
Gemeindegliederung
Zur Ortsgemeinde gehören die Ortsteile Liederbach und Dillendorf sowie die Wohnplätze Forsthaus Brauschied und Weißensteiner Hof.[2]
Nachbarorte
| Niedersohren | Nieder Kostenz und Ober Kostenz | |
| Dill | Kirchberg | |
| Sohrschied | Lindenschied | Hecken |
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 19. September 1338 durch eine Lehnsurkunde des Grafen von Sponheim-Starkenburg und seiner Frau Mechthild dem Erzbischof Balduin von Trier für erwiesenes Wohlwollen.[3] 1434 wird Dillendorf in einer Bestätigungsurkunde der Markgrafen von Baden und Veldenz als Grafen von Sponheim über ihre trierischen Lehen erneut genannt.
Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch. Dillendorf wurde verwaltungstechnisch der Mairie Dill im Kanton Kirchberg des Arrondissements Simmern im Rhein-Mosel-Departement zugeordnet.[4][5] Nach der Niederlage Napoleons kam der Ort aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen und war nun Teil der preußischen Bürgermeisterei Kirchberg im Kreis Simmern des Regierungsbezirks Koblenz, welcher der 1822 gebildeten preußischen Rheinprovinz angehörte.
Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Dillendorf innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des 1946 neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Anfang der 1960er Jahre entstand etwa 1,5 Kilometer nördlich von Dillendorf der neue Ortsteil Liederbach, der vornehmlich als Wohnsiedlung für amerikanische Militärangehörige der westlich gelegenen Hahn Air Base geplant war.[3]
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Dillendorf besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:
- WGP = Wählergruppe Paschke
- FWG = Freie Wählergruppe Dillendorf
Bürgermeister
Mario Ladu wurde am 11. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Dillendorf.[9] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er mit einem Stimmenanteil von 78,3 % für fünf Jahre gewählt worden.[10]
Ladus Vorgängerin Renate Paschke hatte das Amt seit 2014 inne.[11] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war sie mit einem Stimmenanteil von 62,87 % in ihrem Amt bestätigt worden.[12] Bei der Wahl 2024 trat sie nicht erneut an.[13]
Wappen
| Blasonierung: „Durch grünen Wellenschrägbalken geteilt; oben von Gold und Blau geschacht, unten von Silber und Rot geschacht.“[14] | |
| Wappenbegründung: Die beiden geschachteten Felder Gold-Blau und Silber-Rot stellen die Wappen der vorderen und der hinteren Grafschaft Sponheim dar, zu deren Herrschaft die Gemeinde Dillendorf ehemals gehörte. Die Grenze der beiden Territorien bildete der durch den Ort fließende Kyrbach, der deshalb das Wappen schräg teilt. |
Wirtschaft und Infrastruktur
In der Gemeinde kreuzen sich die Kreisstraßen K 1, K 3 und K 4. Nördlich von Liederbach verläuft die Bundesstraße 50 vorbei.
Literatur
- Sabine Bollhorst: Dillendorf im Hunsrück. Geschichte und Alltag. Dillendorf 2001 (Ortschronik).
Siehe auch
Weblinks
- Dillendorf auf den Seiten der Verbandsgemeinde Kirchberg
- Literatur über Dillendorf in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

