Dinickelborid

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Dinickelborid ist eine anorganische chemische Verbindung des Nickels aus der Gruppe der Boride. Andere, weniger häufige Nickelboride sind NiB, Ni3B, o-Ni4B3, m-Ni4B3 und Ni7B3.[5]

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Dinickelborid
_ Ni 0 _ B
Metall-Metallbindungen sind nicht eingezeichnet
Allgemeines
Name Dinickelborid
Andere Namen
  • Nickel(III)-borid
  • Nickelborid (mehrdeutig)
Verhältnisformel Ni2B
Kurzbeschreibung

grauer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12007-01-1
EG-Nummer 234-494-6
ECHA-InfoCard 100.031.345
PubChem 6336854
Wikidata Q15425781
Eigenschaften
Molare Masse 128,19 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

7,9 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

1230 °C[2]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser und den meisten organischen Lösungsmitteln[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350i372317410
P: 201202273280302+352308+313[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Dinickelborid kann durch Reaktion von Nickel(II)-acetat mit Natriumborhydrid in Ethanol gewonnen werden.[3] Allgemein sind Nickelboride schon seit dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts bekannt. Die Darstellung erfolgte mittels klassischer, festkörperchemischer Synthesewege bei hohen Temperaturen (von 700 bis ca. 2500 °C) aus den Elementen. Bei diesen Temperaturen werden kristalline Pulver oder Einkristalle erhalten.[6]

Eigenschaften

Dinickelborid ist ein grauer Feststoff.[1] Er besitzt eine tetragonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe I4/mcm (Raumgruppen-Nr. 140)Vorlage:Raumgruppe/140 und den Gitterparametern a = 4,99 Å und c = 4,24 Å.[7][8] In der Kristallstruktur, die dem Cu2Al-Typ entspricht, ist jedes Boratom quadratisch-antiprismatisch von acht Nickelatomen umgeben, jedes Nickelatom tetragonal-pyramidal von vier Boratomen.

Verwendung

Dinickelborid wird als selektiver Hydrierkatalysator (z. B. zur Entschwefelung), zur Reduzierung von Nitro- und anderen funktionellen Gruppen, als Dehalogenierungskatalysator und als Hydrogenolysekatalysator verwendet.[3][9] Es ist auch ein Bestandteil von Legierungen und wird zur Beschichtung von Metallen und Keramik eingesetzt.[10]

Einzelnachweise

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