Dinklage

Stadt in Niedersachsen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Dinklage ist eine Stadt im Landkreis Vechta in Niedersachsen und liegt im Oldenburger Münsterland.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Dinklage
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dinklage hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 40′ N,  8′ O
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis: Vechta
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 72,81 km²
Einwohner: 13.622 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49413
Vorwahl: 04443
Kfz-Kennzeichen: VEC
Gemeindeschlüssel: 03 4 60 003
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 1
49413 Dinklage
Website: www.dinklage.de
Bürgermeister: Carl Heinz Putthoff (parteilos)
Lage der Stadt Dinklage im Landkreis Vechta
Karte
Karte
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Geografie

Stadtgliederung

Dinklage besteht aus einem geschlossenen Stadtkern (einschließlich der Stadtteile Wiek und Hörst), in dem etwa 85 Prozent der Bevölkerung leben, und den sechs Bauerschaften Bahlen, Bünne, Höne, Langwege, Schwege und Wulfenau.

Nachbarorte

Emden
(120 km)

Quakenbrück
(13 km)

Oldenburg
(60 km)

Essen
(14 km)

Bremen
(70 km)

Bakum
(12 km)

Lingen
(60 km)

Badbergen
(10 km)

Lohne
(7 km)

Hannover
(130 km)

Gehrde
(14 km)

Bersenbrück
(20 km)

Holdorf
(8 km)

Osnabrück
(50 km)

Steinfeld
(10 km)

Damme
(20 km)

Entfernungsangaben beziehen sich auf die Entfernung bis zum jeweiligen Ortszentrum.

Lage

Acker an der Grenze der Stadtteile Langwege und Schwege im Dinklager Becken

Dinklage liegt im Norddeutschen Tiefland in der Dümmer-Geestniederung im westlichen Niedersachsen, etwa 50 km nördlich von Osnabrück und 65 km südwestlich von Bremen.

Das Stadtgebiet ist überwiegend flach und fällt leicht von Südost nach Nordwest ab. Die höchste Erhebung liegt bei 31,5 m ü. NN im Süden des Stadtgebietes, in der Bauerschaft Langwege nahe der Bundesstraße 214. Der tiefste Punkt mit 23 m ü. NN befindet sich im Nordwesten des Stadtgebietes, an der Lager Hase in der Bauerschaft Wulfenau. Der Stadtkern liegt auf etwa 26 bis 28 m ü. NN.

Das Landschaftsbild ist geprägt von Baumreihen und Wallhecken, die der Fläche Struktur verleihen.

Oberflächengewässer, Moore und andere Feuchtgebiete

Mündung des Barkhoffbachs in den Dinklager Mühlenbach unmittelbar vor der Unterquerung der A 1 in Langwege

Das Stadtgebiet von Dinklage gehört hydrologisch zum Einzugsgebiet der Hase und damit zum Flusssystem der Ems.

Das Hauptfließgewässer in Dinklage ist der Dinklager Mühlenbach, der das Stadtgebiet – aus der Gemeinde Holdorf kommend – von Süden nach Norden bis zur nördlichen Stadtgrenze durchfließt, wo er sich mit der aus Osten kommenden Aue zur Lager Hase vereinigt.

Innerhalb des Stadtgebietes münden mehrere Tieflandbäche in den Dinklager Mühlenbach. Von Süden nach Norden sind dies auf der rechten Seite der Barkhoffsbach, der Trenkampsbach, die Dinkel und der Hopener Mühlenbach; von links fließen der Brokbach und der Bünner Bach zu.

Der Handorfer Mühlenbach[2] - südöstlich aus der Gemeinde Holdorf und der Bauerschaft Langwege kommend - mündet in den Bünne-Wehdeler-Grenzkanal, der abschnittsweise die westliche Stadtgrenze markiert. Dieser fließt in den Essener Kanal, einen Flussarm des Hase-Binnendeltas. Westlich von Essen vereinigt sich dieser mit der Lager Hase; aus diesem Zusammenfluss geht die (Große) Hase hervor.

Das Oberflächenwasser aus Dinklage wird somit auf zwei Wegen der Hase zugeführt: Ein Teil gelangt über den Dinklager Mühlenbach in die mit der Aue gebildeten Lager Hase. Ein weiterer Teil fließt über den Bünne-Wehdeler-Grenzkanal und den Essener Kanal ebenfalls in das System der Hase. Die (Große) Hase entwässert über ihren Unterlauf in die Ems und schließlich in die Nordsee.

Das Bockhorster Moor gehört zu den offiziell ausgewiesenen Landschaftsschutzgebieten im Landkreis Vechta (Landschaftsschutzgebiet „Bockhorster Moor, Wilder Pool, Märschendorfer Teiche“ LSG VEC 00075)[3]. Im südlichen Bereich des Bockhorster Moors befinden sich mindestens zwei Teiche, die ausdrücklich als Lebensräume für Amphibien und Insekten (z. B. Libellen) sowie als Jagdreviere für Vögel dokumentiert sind, etwa für den Eisvogel. Das Gebiet bietet durch Gewässer, Feuchtbereiche und Gewässerrandvegetation gutes Potential für Biodiversität. Amphibien, Libellen, Vögel und weitere wasser- bzw. feuchtigkeitsabhängige Arten können hier vorkommen.

Die Fließgewässer im Stadtgebiet sind teilweise begradigt und ökologisch beeinträchtigt, was ihre natürliche Gewässerdynamik und Artenvielfalt einschränkt. Hinzu kommen Belastungen des Wasserhaushalts durch landwirtschaftliche Nutzung, Entwässerungssysteme und zeitweise niedrige Grundwasserstände. Feuchtgebiete wie Moore und Auen reagieren empfindlich auf diese Veränderungen und sind auf einen stabilen Wasserstand angewiesen. Der Klimawandel mit veränderten Niederschlagsmustern und längeren Trockenperioden verstärkt diese Problemlagen zusätzlich.[4][5][6]

Renaturierung von Bächen und Hochwasserschutz

  • Hopener Mühlenbach: Der Bach war lange ökologisch belastet – 2009 wurde sein Zustand als „mäßig“ bewertet. Seit 2013 gibt es laufende Renaturierungsmaßnahmen, etwa durch Einbau von Totholz, Kies, eine Sohlgleite zur Durchgängigkeit und dynamischere Fließstrukturen, die Habitatsqualität erhöht haben[7]. Zudem wurden Überschwemmungsgebiete ausgewiesen, um Risiken zu minimieren.[8][9]
  • Dinklager Mühlenbach und Aue: Diese Gewässer weisen große ökologische Defizite auf („hohe Güteeinbußen“, „schlecht“ bewertet). Überschwemmungsgebiete wurden ausgewiesen, um Risiken zu mindern.[10][11]
  • Trenkampsbach und Dinkel: Die potenziellen Überschwemmungsgefahren wurden im Rahmen der Ausweisung von Überschwemmungsgebieten berücksichtigt.[8][12]

Untergrundverhältnisse

Dinklage liegt in einer Region mit lockeren Böden aus der Eiszeit, vor allem aus Sand und Lehm. Diese Böden können viel Grundwasser aufnehmen und speichern, besonders dort, wo sandige Schichten vorhanden sind. Der Untergrund im Raum Dinklage besteht überwiegend aus glazio-fluviatilen Sedimenten des Pleistozäns, vor allem aus lehmigen und sandigen Ablagerungen. Bohrungen ergaben, dass die oberste Bodenschicht etwa 5–7 m mächtig ist. Darunter folgt eine rund 10 m starke Schicht aus lehmigen und mergelhaltigen Sedimenten.[13][14]

Grundwasser ist schon relativ nah an der Oberfläche zu finden, in etwa zwei bis sechs Meter Tiefe. In größerer Tiefe (ca. 25 bis 30 m) gibt es eine weitere Sandschicht, aus der sich gut Grundwasser fördern lässt. Lehmige Schichten lassen Wasser nur langsam durch und wirken wie eine schützende Abdeckung, während sandige Schichten das Wasser gut weiterleiten.[15][16]

Klima

In Dinklage herrscht ein durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee beeinflusstes gemäßigtes Seeklima mit milden Wintern, warmen Sommern und ganzjährig gleichmäßig verteilten, mäßigen Niederschlägen. Die Sommer sind häufig trocken und sonnig, während im Winter gelegentlich Schnee fällt.

Im Jahre 2023 betrug die durchschnittliche Temperatur 11,2 °C. Sie ist tendenziell steigend. Sie betrug in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 10,6 °C und in den letzten 100 Jahren waren es durchschnittlich 9,2 °C. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden. Es gibt je nach Messmethode und Definition durchschnittlich etwa 1627[17] bis 2275[18] Sonnenstunden pro Jahr.

Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge im Zeitraum 2012–2021 betrug 528 mm.[19]

Monatliche Durchschnittsniederschläge für Dinklage
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Niederschlag (mm) 61,4 41,9 51,9 49,5 62,0 71,5 64,7 65,0 51,3 52,9 61,6 66,1 Σ 699,8
N
i
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c
h
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a
g
61,4
41,9
51,9
49,5
62,0
71,5
64,7
65,0
51,3
52,9
61,6
66,1
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: www.dwd.de[20]

Geschichte

Mittelalter

Der Ort Dinklage wurde 1231 erstmals urkundlich im Zusammenhang mit dem Adelsgeschlecht Herren von Dincklage erwähnt (Thinclage, später Dynclage bzw. Dinklage)[21][22]. Bertram von Dincklage und seine Söhne Johannes und Bertram waren zunächst Dienstmannen der Grafen von Ravensberg-Vechta und wurden 1252 Lehnsträger des Bistums Münster. Im 14. Jahrhundert stieg die Familie zum führenden Adelsgeschlecht der Region auf.

Südöstlich des Ortes entstand vermutlich im 13. Jahrhundert eine Turmhügelburg (Motte), die Ferdinandsburg. Unklar ist, wann genau sie errichtet wurde.

Um 1372 versuchten die Herren von Dincklage eine eigene Herrschaft zu errichten. Dies führte zu Konflikten mit dem Bischof von Münster, der ihre Burg 1374 zerstören ließ. Infolge einer Erbteilung entstanden bereits um 1400 vier neue Burgen, die Hugoburg, die Herbordsburg, die Dietrichsburg und die Johannsburg, von denen heute nur noch die Dietrichsburg erhalten ist, allerdings in einem späteren Baustil. An die Herbordsburg (bis 1677) und die Hugoburg (bis 1840) erinnern nur noch die ehemalige Rentei (Platz der ehemaligen Herbodsburg) und die Burgkapelle (Platz der ehemaligen Hugoburg). Wo sich die Johannsburg befand, ist unklar.

Am 4. Juni 1349 wurde die erste Kirche im Ort geweiht, Dinklage zur eigenständigen Pfarrei erhoben und von der Mutterpfarrei Lohne getrennt.

Pestepidemien trafen die Region 1360 und 1380.

Neuzeit

Im 16. und 17. Jahrhundert gab es weitere Pestepidemien.

Johann von Dincklage, ein bedeutendes Mitglied des Adelsgeschlechts von Dincklage, unterstützte im Jahre 1543 die Reformation von Martin Luther; ein Großteil der Einwohner von Dinklage nahm den protestantischen Glauben an.

1575 zerstörte ein verheerender Großbrand viele Häuser.

1588 sah sich die Familie von Dincklage mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. In diesem Zusammenhang ging Magdalene von Dincklage eine Ehe mit Caspar von Ledebur ein. In der Folge gelangte die Dietrichsburg durch Erbgang in den Besitz der Familie von Ledebur. Nach dem Tod ihres Mannes (1597) arbeitete Magdalene am Ausbau der Dietrichsburg weiter und ließ 1614 die Scheune, die heute der Gemeinschaft der Benediktinerinnen als Kirche dient, errichten.

Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) fielen im Jahre 1622 marodierende protestantische Truppen unter Führung von Graf Mansfeld in die Gegend ein. Vom Herbst 1623 bis zum Frühjahr 1630 war Dinklage durch fremde Truppen besetzt. Die Kirche befand sich bei Abzug der Besatzer in einem desolaten Zustand.

Im Jahre 1641 schickte der Bischof von Münster seinen Vertrauten Johann Heinrich von Galen nach Dinklage, der den Titel „Drost von Vechta“ und die entsprechenden Kompetenzen erhielt. Da die Stadt Vechta noch von schwedischen Truppen besetzt war, nahm dieser seinen Wohnsitz auf der Burg Dinklage, indem er die Dietrichsburg von Caspar von Ledebur pachtete. Von hier aus versuchte er, das Amt Vechta unter Kontrolle zu bekommen und zu konsolidieren.

Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1648) wurde die bereits 1613 begonnene Gegenreformation wieder aufgenommen, obwohl sie von dem überwiegenden Teil der Bevölkerung abgelehnt wurde. Bis zum Ende seiner Amtszeit als Fürstbischof von Münster 1678 schaffte es Christoph Bernhard von Galen das Niederstift Münster, dem Dinklage seinerzeit angehörte, nahezu vollständig zu re-katholisieren. In diesem Jahr wurde die Kirche unter Regie der Grafen von Galen restauriert.

Die Familie von Galen als Burg- und Landesherr

Clemens August Graf von Galen

Im Jahre 1667 übernahm Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen die Dinklager Güter der verarmten Herren von Dinklage-Ledebur für seinen Bruder Johann Heinrich von Galen, Drost des Amtes Vechta. Hintergrund war ein Erbrechtsstreit innerhalb der Familie von Ledebur. In diesem Zusammenhang stellte Christoph Bernhard das Anwesen unter Zwangsverwaltung durch seinen Bruder. Die Familie von Ledebur klagte dagegen. Eine gütliche Einigung mit den Erben von Clemens August Freiherrn von Galen erfolgte erst 1801.

Die Familie von Galen verlegte ihren Sitz nach Dinklage in die Dietrichsburg. Die Herbordsburg diente als Warenlager, während die Hugoburg als Lager-, Gerichts- und Gefängnisraum genutzt wurde. Im Jahre 1677 wurde Dinklage zur sogenannten „Herrlichkeit“ erhoben – ein reichsfreies Territorium mit eigener Verwaltung und Gerichtsbarkeit unter der Familie von Galen. Die Lehnsbindung an das Hochstift Münster verhinderte jedoch die volle Unabhängigkeit. Bereits seit 1665 durften sich Angehörige der Familie von Galen „Reichsfreiherren“ nennen und stellten bis 1803 die Drosten des Amtes Vechta.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 wurden die geistlichen Fürstentümer aufgelöst, und Dinklage fiel zusammen mit den Ämtern Cloppenburg und Vechta an das Herzogtum Oldenburg.

Im Jahre 1826 unterzeichneten Matthias Graf von Galen und der oldenburgische Regierungsrat Carl Friedrich Ferdinand Suden einen Vertrag, der das Ende der Herrlichkeit Dinklage besiegelte.

Der bekannteste Vertreter der Familie war Clemens August Graf von Galen, Bischof von Münster und späterer Kardinal. Er wurde 1878 auf Burg Dinklage geboren und verbrachte dort seine Kindheit.

Franzosenzeit

Im Jahre 1810 besetzen die Truppen Napoleons das Herzogtum Oldenburg und somit auch Dinklage (Oldenburgische Franzosenzeit). Im Jahre 1811 wurde Dinklage dem französischen Kaiserreich einverleibt und gehörte zum Arrondissement Quakenbrück im Departement der Oberen Ems.

Dinklage bildete zusammen mit den Kirchspielen Lohne und Steinfeld den Kanton Dinklage mit Sitz in Dinklage. Der ehemalige Kirchspielvogt Johann Conrad Böckmann wurde zum Bürgermeister (Maire) des Ortes ernannt. Französisches Recht und eine neue Verwaltungsstruktur sowie das französische Gerichtswesen wurden eingeführt.

In Dinklage befand sich das Friedensgericht im Amtshaus. Die Akten wurden auf Französisch und Plattdeutsch geführt. Moderne zivile Institutionen ersetzten die feudalen Strukturen. Die Leibeigenschaft wurde von der französischen Regierung aufgehoben (und später vom Oldenburger Herzog wieder eingeführt).

Zur Finanzierung der Grande Armée wurde die Bevölkerung stark besteuert. Dinklager Bürger entrichteten verschiedene Steuern und Abgaben. Zusätzlich musste die Gemeinde Vieh, Getreide und Futter für Truppen liefern sowie eine französische Ehrengarde finanziell unterstützen. Bürger aus dem Kanton Dinklage mussten bei den napoleonischen Truppen Militärdienst leisten und an dem Russlandfeldzug teilnehmen. Am 28. August 1811 stellte das Arrondissement Quakenbrück ein Kontingent von 303 Mann für die französische Armee, von dem 30 aus dem Kanton Dinklage kamen.

Oldenburger Zeit

  • Im Jahre 1813 kehrte der Oldenburger Herzog zurück und führte die zuvor abgeschaffte Leibeigenschaft (Hörigkeit) wieder ein.[23]
  • Von 1848 bis 1849 wurde die Schweger Mühle auf dem Grundstück von Schulte zu Ostendorf errichtet.[24]
  • Um 1850 endete endgültig die Zeit der Hörigkeit in Dinklage, wie im gesamten Großherzogtum Oldenburg. Die nun freien Bauern konnten ihre Höfe gegen Geldbeträge vom Grundherren freikaufen.
  • Im Jahre 1852 wurde mit dem Bau der evangelischen Kirche in der Dinklager Bauerschaft Wulfenau begonnen.[25]

Erster Gemeinderat

Im Mai 1856 wurde der erste Dinklager Gemeinderat ins Amt eingeführt. Neben dem bisherigen Gemeindevorsteher Johann Ostendorf gehörten folgende Mitglieder dem Rat an:[26]

Renze – Zeller (Bahlen); Többe‑Schwegmann – Zeller (Schwege), Klöcker – Zeller (Langwege), Brunkenkel – Kötter (bei Dinklage), Hörstmann – Wirt (Dinklage), Diers‑Bünnemeyer – Zeller (Bünne), Böckmann – Zeller (bei Dinklage), kleine Sextro – Kötter (Langwege), Schulte – Zeller (Schwege), Hörstmann – Zeller (Schwege), Meyer – Zeller (Höne), große Bornorst – Zeller (Bahlen), Niemann – Kötter (Höne), Hugo – Zeller (Bünne), Keppel – Apotheker (Dinklage).

Auswanderungen

Im 19. Jahrhundert führte große Armut unter Tagelöhnern und Heuerleuten zur Landflucht, viele Dinklager wanderten nach Nordamerika aus. Sie ließen sich vor allem in den US-Bundesstaaten Ohio, Kansas, Michigan, Wisconsin, Kentucky, Missouri, New York und Illinois nieder.

Nach dem Ersten Weltkrieg wanderten weitere Dinklager aufgrund ihrer Kriegserlebnisse, wirtschaftlicher Not und politischer Unsicherheit nach Brasilien aus – insbesondere in die südlichen Bundesstaaten Paraná, Santa Catarina und Rio Grande do Sul. Bis heute bestehen enge Verbindungen Dinklages zu Regionen in Nord- und Südamerika.

Kaiserzeit

Dinklage war während der Kaiserzeit (1871–1918) ein landwirtschaftlich geprägter Ort im Großherzogtum Oldenburg. Die Bevölkerung wuchs leicht, aber viele Dinklager Bürger wanderten vor allem aus wirtschaftlicher Not nach Nordamerika aus (siehe Auswanderung).

1875 bis 1878 wurde die jetzige katholische Kirche (St. Catharina) gebaut und 1884 eingeweiht.[27]

In der Kaiserzeit wurde das Schulwesen zusammen mit der katholischen Kirche ausgeweitet. Auch in Dinklage gab es nun Volksschulen unter katholischer Trägerschaft.

Ab etwa 1880 wurden zahlreiche Vereine gegründet – z. B. Sportverein, Schützenverein, Gesangsvereine, Kolpingfamilie.

1904 wurde Dinklage durch die Bahnstrecke Lohne–Dinklage an das Netz der damaligen Großherzoglich-Oldenburgischen Eisenbahn (G.O.E.) angeschlossen. Das am Ende der Strecke gelegene repräsentative Bahnhofsgebäude nordwestlich des Ortskerns von Dinklage, heute „Alter Bahnhof“ genannt, wurde 1907 fertiggestellt (die Strecke wurde im Jahre 2002 wieder stillgelegt).

Weimarer Republik

Zwischen 1919 und 1933 gehörte Dinklage zum Freistaat Oldenburg im Deutschen Reich. Bereits am 17. November 1918 wurde in Dinklage ein Arbeiter- und Soldatenrat gegründet.

Im März 1919 fanden die ersten demokratischen Wahlen zur Nationalversammlung statt. Auch in Dinklage wurde gewählt – viele Stimmen entfielen auf das katholische Zentrum.

Die ersten freien Gemeinderatswahlen in Dinklage fanden am 16. April 1919 statt.[28]

Nach dem Ersten Weltkrieg, Anfang der 1920er Jahre, wanderten weitere Dinklager aufgrund ihrer Kriegserlebnisse, wirtschaftlicher Not und politischer Unsicherheit nach Brasilien aus – insbesondere in die südlichen Bundesstaaten Paraná, Santa Catarina und Rio Grande do Sul.

Zeit des Nationalsozialismus

  • Bei den letzten halbwegs freien Wahlen (letzte Wahl mit mehreren Parteien, aber bereits unter massiver Gewalt, Einschüchterung und Verfolgung) zum Reichstag am 5. März 1933 erhielt die NSDAP in Dinklage nur knapp 6 % der Stimmen.
  • Nach der Machtübernahme der NSDAP stieg die Zahl ihrer Mitglieder und Sympathisanten auch in Dinklage an. Die örtliche politische Parteien wurde von den Machthabern ausgeschaltet. 1938 setzte die NSDAP eigens einen ihr genehmen Parteigenossen aus Nordoldenburg als Bürgermeister ein.
  • Die katholische Kirche, vertreten durch den Offizial in Vechta und durch den aus Dinklage stammenden Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen, nahm eine Mittlerrolle ein.
  • Von 1941 bis 1945 fanden Benediktinerinnen des Klosters Vinnenberg in Warendorf, die von den Nationalsozialisten aus ihrem Kloster vertrieben worden waren, Zuflucht in der Burg Dinklage. Nach Kriegsende kehrten sie nach Warendorf zurück.
  • Auf dem katholischen Friedhof in Dinklage wurden laut den Arolsen Archives in den Jahren 1942 bzw. 1943 mutmaßliche Zwangsarbeiter aus Russland und Polen, beerdigt.[30] Aus den Unterlagen geht nicht hervor, wie sie ums Leben gekommen sind.
  • Am 29. April 1944 stürzte ein von der Wehrmacht abgeschossener US-Bomber über dem Burgwald ab. Dabei kamen alle 10 Besatzungsmitglieder ums Leben.[31]
  • Während des Zweiten Weltkriegs blieb Dinklage weitgehend von Zerstörungen verschont. 1945 wurden aber im Ortskern durch Raketenbeschuss der von Westen vorrückenden britischen Truppen mehrere Gebäude zerstört. Kampfhandlungen im Ort fanden nicht statt. Die Übergabe Dinklages an die alliierten Streitkräfte erfolgte kampflos. Sie wurde unter der Leitung von Julius Mäckel organisiert, der später Bürgermeister und Landrat wurde.

Nachkriegszeit

Kriegerdenkmal in Dinklage

Nach Ende des Krieges nahm Dinklage zahlreiche Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostprovinzen Schlesien, Ostpreußen und Pommern auf; ihr Anteil an der Bevölkerung lag zeitweise bei rund 30 Prozent. In den 1950er Jahren entstanden neue Wohnsiedlungen und zahlreiche Neubauten für die Heimatvertriebenen. Straßennamen wie Königsberger Straße, Glatzer Straße und Breslauer Straße erinnern an diese Zuwanderung.

Bundesrepublik Deutschland

Christoph Bernhard Graf von Galen schenkte die Wasserburg (Dietrichsburg) dem Orden der Benediktinerinnen. Diese wurde am 8. Juni 1949 an den Orden übergeben.[32][33] Die Burg nennt sich seitdem Kloster Burg Dinklage.

Von 1951 bis 1952 wurde die Trinituskirche (evangelische Kirche) in Dinklage errichtet.[34]

1977 wird das Priorat "St Scholastika" auf Burg Dinklage (Kloster Burg Dinklage) zur Abtei erhoben.[32][33]

Die restlichen Besitztümer der Familie von Galen in Dinklage wurden in den 1980er Jahren aufgrund der Insolvenz der SMH-Bank und der Verstrickung der Familie darin, veräußert.[35]

Dinklage wurde am 16. September 1995 die Bezeichnung „Stadt“ verliehen. Danach fand eine umfassende Innenstadtsanierung statt.[36]

Im August 2002 entfernte die Deutsche Bahn die Anschlussweiche der Bahnstrecke Lohne–Dinklage, womit die Strecke endgültig stillgelegt wurde. Der Personenverkehr war bereits 1954, der öffentliche Güterverkehr 1999 eingestellt worden. Am 15. Dezember 2003 beschloss der Stadtrat von Dinklage die formale Auflösung des Kleinbahnbetriebs. Die ehemalige Bahntrasse wurde größtenteils für den Bau eines Radschnellwegs zwischen Dinklage und Lohne genutzt.

Geschichte der Dinklager Stadtteile

1939 gliederte sich der Ort Dinklage in folgende Stadtteile: Auf der Hörst (heute Teil des Ortskerns), Bahlen, Bünne, Burg Dinklage (Gut), Dinklage, Freienschwege (heute Teil von Schwege), Höne, Landeskrone (heute Teil von Bünne), Langwege, Ostendorf (heute Teil von Schwege), Schwege, Vossdiek (heute Teil von Langwege), Wulfenau.

Die Stadt Dinklage umfasst heute einen geschlossenen Stadtkern (einschließlich der Stadtteile Wiek und Hörst), in dem etwa 85–90 % der Bevölkerung wohnen, sowie sechs Bauerschaften: Bahlen (221 Einwohner), Bünne (306), Höne (242), Langwege (521), Schwege (192) und Wulfenau (207).

Bünne

Der älteste Stadtteil von Dinklage ist die westlich vom Ortskern gelegene Bauerschaft Bünne.

  • Bünne wurde 872 erstmals urkundlich erwähnt (Bunni), als Graf Walbert die Stiftung des St.-Alexander-Klosters in Wildeshausen beurkundete und es mit Gütern u. a. in Bünne ausgestattete.[37]
  • Am 3. April 1280 verkauften Propst Dietrich, Dekan Johannes und das ganze Kapitel in Wildeshausen unter anderem Güter in Bünne, Gemeinde Dinklage.
  • Als Besitzer oder Mitbewohner des Meierhofes in Bünne werden laut einer Urkunde vom 27. September 1350 genannt: 1224 und 1235 Ludolf de Bunne, 1229 Ortgisus de Bunne, 1242 Wernerus de Bunne, 1254 und 1259 Wolterus de Bunne, 1300 Manna und Arnoldus de Bunne.
  • Nach der Reformation war Bünne konfessionell gemischt. 1682 gab es dort 94 Protestanten.
  • Bis 1671 gehörte Bünne zur Hälfte zur Kirchengemeinde Badbergen. Der westliche Teil der heutigen Bauerschaft kam 1671 zum Kirchspiel Dinklage.
  • Von 1908 bis 1973 gab eine anfangs einstufige, später zweistufige Volksschule in Bünne.
  • 2022 fanden in Bünne Feierlichkeiten zum 1150-jährigen Jubiläum der Bauerschaft statt.[38]

Schwege

Die heutige Bauerschaft liegt südwestlich des Ortskerns und umfasst die früheren Ortsteile Schwege, Freienschwege und Ostendorf. Schwege wurde im Jahr 1160 erstmals urkundlich als „Svege“ erwähnt. Der Name deutet auf Weide- und Hofplätze für Rinder hin.

Ein flächenmäßig kleiner, aber historisch bedeutsamer Teil ist Ostendorf (auch „Ossendörpe“ genannt), in dem sich die ehemaligen Hofstellen Rolf-Ostendorf und Schulte-Ostendorf sowie die Schweger Mühle befinden. Die Hofstelle Schulte-Ostendorf (heute Schulte) und die Mühle sind bis heute erhalten.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg lebten 1652 rund 120 Menschen in Schwege. Die Einwohnerzahl stieg auf 296 im Jahr 1721, 443 im Jahr 1837 und sank bis 1905 auf 359. Im Jahr 1950 zählte der Ort 408 Einheimische und 215 Vertriebene aus den früheren deutschen Ostgebieten.

Anlässlich der Ersterwähnung feierte Schwege 1985 sein 825-jähriges Bestehen und 2010 das 850-jährige Jubiläum.

Langwege

Die Bauerschaft Langwege, südlich vom Ortskern gelegen, wird erstmals 1402 (Lancwede) urkundlich erwähnt. 2002 fanden Feierlichkeiten zum 600-jährigen Bestehen der Bauerschaft statt.

Wulfenau

Die Bauerschaft Wulfenau, nordwestlich vom Ortskern gelegen, wurde 1390 als Wuluenowe erstmals erwähnt (Wolfswiese).

Wulfenau gehörte vor dem Dreißigjährigen Krieg zum Kirchspiel Badbergen. 1671 kam Wulfenau (zusammen mit dem westlichen Teil von Bünne) zum Kirchspiel Dinklage.

Auf dem Friedhof bei der evangelischen Kirche Wulfenau befindet sich die Grabanlage der Familie von Rössing. Ernst Conrad Christian von Rössing erbte 1810 das Rittergut Lage. Dieses gehörte zwar zum Amt Cloppenburg, dessen Landrat von Rössing damals war, war aber der evangelischen Kirchengemeinde Wulfenau zugeordnet. Der letzte männliche Namensträger der Linie Lage des Adelsgeschlechts starb 1934. Das Gut verblieb bis 1948 im Familieneigentum.[39]

Nahe dem heutigen Drei-Kreise-Eck der Landkreise Vechta, Cloppenburg und Osnabrück befindet sich der Hof Scherbring, offiziell Hof Sperveslage genannt. Das Haupthaus, ein Zweiständerhallenhaus in Fachwerk mit Backsteinausfachungen unter Satteldach, wurde 1567 errichtet und später grundlegend saniert. Der Hof gilt damit als einer der ältesten erhaltenen Höfe im Oldenburger Land.[40]

Höne

Die Bauerschaft Höne liegt nordwestlich des Ortskerns.

Mit dem Namen hoene veld, dem hohen Feld soll der Name Höne zu tun haben, der demnach eine Erhöhung in sonst feuchten Niederungen bezeichnet.

Bahlen

Die Bauerschaft Bahlen, nördlich vom Ortskern gelegen, trägt ihren Namen erst seit dem 19. Jahrhundert. Zuvor hieß es Bahlingen und davor Bollingen, oder einfach Bollen, was eine flache Erhebung in der Landschaft bedeutet. Um 1500 gab es hier etwa 15 Hofstellen.

Wiek

Nordöstlicher Stadtteil des Dinklager Ortskerns.

Der Ortsteil Wiek, bereits zur Zeit der Herren von Dinklage ein wirtschaftliches Zentrum, war historisch ein bedeutender regionaler Handelsplatz. Theoder Hörstmann nennt in seiner Beschreibung für das Jahr 1837 vier Branntweinbrennereien, acht Brauereien, fünf Ölmühlen, einer Tabakfabrik, einer Kerzenfabrik, drei Getreidemühlen, 21 Kaufleuten sowie 223 Handwerkern, darunter 85 Seiler.

In der Wiek befinden sich heute viele Sportanlagen, wie das Jahnstadion, verschiedene Trainingsplätze des TV Dinklage, eine Sporthalle, das Freibad, Tennisanlagen und eine Squash-Halle.

Hörst

Der Stadtteil Hörst liegt südlich des Ortskerns. Sie gehört zu den ältesten Siedlungsteilen des Ortskerns. Der Bereich, dem Namen nach eine mit Wald bestandenen Bodenerhebung, gehörte früher zur Burg Dinklage mit den Häusern der Eigenhörigen der „Herren von Dinckkage“. Bis ins 19. Jahrhundert stand auf der Hörst das Amtshaus derer von Galen.

Demographie

Bevölkerungsentwicklung Dinklage 1968–2005

Seit etwa 1990, insbesondere in den Jahren zwischen 1995 und 2000, hat Dinklage einen starken Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen.[41]

Von 2012 bis 2023 ist die Bevölkerung insgesamt um 6,9 %.[42] gewachsen.

Im Jahre 2022 waren 19 % der Einwohner jünger als 18 Jahre, 54 % zwischen 18 und 64 Jahre alt und 17 % 65 Jahre und älter. 0,9 % der Bevölkerung waren 90 Jahre oder älter. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung beträgt (2022) 42,4 Jahre[43] (der Bundesdurchschnitt beträgt 44,9 Jahre) und ist seit 2012 um fast 2 Jahre gestiegen.[44] 50,1 % der Einwohner sind weiblich und 49,9 % sind männlich.[45]

94,3 % der Einwohner haben die deutsche oder eine andere EU-Staatsangehörigkeit, 5,7 % der Einwohner haben einen Nicht-EU-Pass.[46] 86 % der Einwohner von Dinklage wurden in der EU geboren.

Religion

Dinklage war ab 1543 zunächst christlich-protestantisch geprägt, nachdem sich die Bevölkerung den Lehren Martin Luthers angeschlossen hatte. Seit der Gegenreformation im 17. Jahrhundert ist der Katholizismus in der Region vorherrschend.

Die Zahl der Kirchenaustritte ist in den letzten Jahren stark ansteigend, sodass inzwischen viele Bürger keiner christlichen Kirche mehr angehören.

Christentum

  • katholische Kirchengemeinde St. Catharina Dinklage.
  • evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Dinklage und Wulfenau
  • Benediktinerinnenabtei Kloster Burg Dinklage

Durch Zuwanderung aus Nachfolgeländern der ehemaligen Sowjetunion und ost- und südosteuropäischen Ländern sind auch Angehörige christlich-orthodoxer Kirchen ansässig.

Islam

Insbesondere aufgrund von Zuwanderung vom Balkan, aus der Türkei, aus dem Nahen und Mittleren Osten und aus anderen Regionen leben in Dinklage auch Bürger islamischen Glaubens.

Konfessionsstatistik

Von den insgesamt 13.980 Einwohnern in der Stadt Dinklage (Stand 1. Januar 2026) sind rund 57,5 % römisch-katholisch. Knapp 15 % gehören der evangelisch-lutherischen Konfession an und rund 27,5 % gehören anderen Glaubensgemeinschaften an oder sind konfessionslos.[47]

Politik

Stadtrat

Der Rat der Stadt Dinklage setzt sich aus 24 Ratsmitgliedern zusammen.

Die Ratsmitglieder werden alle fünf Jahre im Rahmen der Kommunalwahl gewählt. Die Amtszeit des aktuell gewählten Stadtrates begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Die letzte Kommunalwahl am 12. September 2021 führte in der Stadt Dinklage zu folgendem Ergebnis:[48]

Der hauptamtliche Bürgermeister Carl Heinz Puthoff (parteilos) gehört dem Rat als stimmberechtigtes Mitglied an.

Bürgermeister

Der derzeitige hauptamtliche Bürgermeister der Stadt Dinklage ist Carl Heinz Putthoff (parteilos). Bei der Wahl im September 2021, bei der er als einziger Kandidat antrat, erhielt er 77,78 Prozent der Stimmen und trat sein Amt am 1. November 2021 an. Zuvor war Putthoff Kämmerer der Stadt sowie allgemeiner Vertreter des damaligen Bürgermeisters Frank Bittner, der bei der Wahl 2021 nicht erneut kandidierte.

Frühere Bürgermeister

Der erste Dinklager Gemeinderat nahm seine Arbeit am 1. Mai 1856 auf. Erster hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Dinklage wurde 2001 Heinrich Moormann.

Gemeindevorsteher vor 1945 waren (soweit bekannt):

  • Johann Ostendorf (um 1855)
  • Rudolf Ostendorf (1890–1922(?))
  • Franz Diekmann (1922–1938)
  • Anton Geltjen (1938–1945, von der NSDAP eingesetzt)

Ehrenamtliche Bürgermeister seit 1945 waren:

  • Julius Mäckel (1945–1946)[49]
  • Ludwig Middendorf (1946–1948)
  • Georg Meyer (1948–1952)
  • Josef Haverkamp (1952–1956)
  • Josef Hachmöller (1956–1964)
  • Heinrich Hoymann (1964–1968)
  • Heinrich Kollbeck (1968)
  • Gerhard Peuker (1968–1981)
  • Josef Kathe (1981–2001)

Ehemalige hauptamtliche Bürgermeister:

  • Heinrich Moormann (2001–2014)
  • Frank Bittner (2014–2021)

Frühere Gemeindedirektoren

  • Gustav Thies (1948–1949)
  • Ludwig Kistner (1949–1951)
  • Aloys Meyer (1951–1977)[50]
  • Helmut Brüning (1977–1989)
  • Heinrich Rammler (1990–2001)

Die Aufgaben des Gemeindedirektors hat ab 2001 der entsprechende hauptamtliche Bürgermeister übernommen.

Dinklager Bürger als Abgeordnete

Seit der Deutschen Revolution 1848/1849 waren die folgenden in Dinklage geborenen Politiker im Oldenburger Landtag oder im Reichstag des 1871 gegründeten Deutschen Kaiserreichs bzw. des 1919 gegründeten Reichstags der Weimarer Republik als Abgeordnete tätig:

Städtepartnerschaft

Dinklage pflegt seit 1986 eine Partnerschaft zur französischen Gemeinde Épouville in der Normandie.

Wappen und Flagge

Hissflagge der Stadt
Wappen der Stadt Dinklage
Wappen der Stadt Dinklage
Blasonierung: „In Gold (Gelb) eine rote Wolfsangel beseitet von einem gesenkten roten Schragen und einer erhöhten roten heraldischen Rose mit goldenem (gelbem) Butzen und grünen Kelchblättern.“[51]
Wappenbegründung: Die Genehmigung des Wappens erfolgte am 10. März 1937 vom Oldenburger Innenminister. Von den Herren von Dinklage wurden der Schragen und die Rose, von der Familie von Galen die rote Wolfsangel als Motive für das Wappen der Stadt Dinklage übernommen. „Die Vereinigung dieser wesentlichen Motive aus den Wappen der bedeutendsten Familien der Stadt ist ein heraldisch wirkungsvoller Ausdruck der Stadtgeschichte.“
Flaggenbeschreibung
„Die Flagge ist geteilt von Rot und Gelb mit dem Wappen in der Mitte des Tuches.“

Kultur, Sehenswürdigkeiten, Tourismus

siehe auch: Liste der Baudenkmale in Dinklage

Bauwerke

  • Die Burg Dinklage (Dietrichsburg) ist die größte Wasserburg im Oldenburgischen Münsterland. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut. 1941 stellte Graf Christoph Bernhard die Burg Dinklage den Benediktinerinnen vom Kloster Vinnenberg in Warendorf als Zuflucht zur Verfügung, 1945 kehren sie nach Warendorf zurück. Seit 1946 lebt eine Gruppe von Benediktinerinnen aus dem Priorat St. Gertrud in Alexanderdorf auf der Burg, die 1949 ihr Eigentum wurde.
  • Die Burgkapelle wurde 1844 erbaut und liegt unweit der Burg Dinklage („Dietrichsburg“). In der Burgkapelle Dinklage liegen viele Mitglieder der Familie von Galen begraben. Hier befand sich bis 1840 die Hugoburg.
  • Die ehemalige Rentei liegt unweit der Burg Dinklage („Dietrichsburg“). Hier befand sich bis 1677 die Herbordsburg.
  • Die Schweger Mühle – auch bekannt als Bäukens Möhln oder Holländer-Galeriemühle – wurde in den Jahren 1848 bis 1849 auf dem Grundstück von Schulte in Schwege errichtet.[52] Seit 2008 ist die Schweger Mühle Teil der Niedersächsischen Mühlenstraße. Der Heimatverein „Herrlichkeit Dinklage“ betreibt neben der Mühle eine Ausstellungsscheune mit der Dauerausstellung „Vom Korn zum Brot“, wechselnden Sonderausstellungen sowie einem Getreidepfad.
  • Die von hohen Bäumen umgebene evangelische Kirche Wulfenau, eine Einraumkirche mit Satteldach und Backsteinummantelung in schlichtem Dekor, ist eine 1852 eingeweihte frühhistoristische Kapellenkirche. Der Anbau des Westturms mit hochaufragender Spitzhaube erfolgte 1894.[53]
  • Die katholische Kirche St. Catharina wurde 1878 erbaut. Mit 72 m ist der Turm der Kirche der höchste Kirchenbau im Oldenburger Münsterland. Hier wurde im Jahre 1878 Clemens August Graf von Galen, der spätere Bischof von Münster und Kardinal, getauft.
  • Das heutige Rathaus der Stadt Dinklage wurde 1903 als „Villa Dr. Meyer“ errichtet.
  • Der alte Bahnhof wurde 1907 erbaut. Nach Fertigstellung der Bahnstrecke Lohne–Dinklage wurde das repräsentative Bahnhofsgebäude errichtet. Heute, nach der Auflösung des Bahnbetriebs, dient es als Heimatmuseum.
  • Die Villa Holthaus ist eine 1918 erbaute Fabrikantenvilla. Diese Gründerzeit-Villa wurde bis in die 1970er Jahre von den Firmen Holthaus und Wehrhahn als Verwaltungsgebäude genutzt und wird heute privat bewohnt.

Kunst im öffentlichen Raum

Im Zuge des Neubaus des Dinklager Rings wurden mehrere Kreisverkehre angelegt und mit Kunstwerken ausgestattet.

Am südöstlichen Beginn des Dinklager Rings erinnert die Stahlskulptur Mutkugel an Kardinal Clemens-August Graf von Galen.

Eine weitere Figur, die durch Kreiselkunst gewürdigt wird, ist der Dinklager Musiker Bernhard Romberg – dargestellt im Kreisel Dinklager Ring/Märschendorfer Straße.

Zum 75. Todestag von Clemens August Kardinal von Galen (22. März 2021) wurde eine Miniatur der Mutkugel am Prozessionsweg zwischen der Burg Dinklage und der Pfarrkirche St. Catharina aufgestellt. Entlang des Wegeabschnitts zwischen der Nepomuk-Brücke und der Matthiasstraße markieren acht Stelen den sogenannten „Mut-Weg“.[54] Sie wurden von Alfred Bullermann nach Entwürfen Dinklager Schüler gestaltet.

Tourismus

Regelmäßige Veranstaltungen

  • 1. Januar: Bobrennen des WSC Ritzer
  • Langweger Schützenfest (Pfingsten)
  • Deutscher Mühlentag (Schweger Mühle, Pfingstmontag)
  • Dinkloager Dag (Ende Mai/Anfang Juni)
  • Sommerkirmes Dinklage (erster Sonntag im Juli)
  • Dinklager Schützenfest (vierter Sonntag im Juli)
  • Internationale Wanderung und Radwanderung („Internationale Zweitagewanderung“) mit Mühlenfest bei der Schweger Mühle (erster Sonntag im August)
  • Dinklager Fettmarkt (dritter Sonntag im Oktober)
  • Dinklager Kultursommer
  • Dinklager Rassekaninchenschau
  • Weihnachtsmarkt
  • Weihnachtsbäckerei an der Schweger Mühle (zweiter Advent)

Wirtschaft

Silos des Bröring-Mischfutterwerks
Logistikzentrum der Kunststoff-Firma RPC Bramlage am Hopener Mühlenbach

Industrie

Die industrielle Entwicklung Dinklages begann im 19. Jahrhundert. Im Jahre 1837 verfügte der Ort über vier Schnapsbrennereien, acht Brauereien, acht Ölmühlen, eine Tabakfabrik, eine Kerzenfabrik und drei Getreidemühlen.

Zu den frühen industriellen Betrieben zählten die Textilfabrik van der Wal (bis 1978) und der Maschinenbaubetrieb Holthaus (1820–1955), später Wehrhahn (bis 1976).

Die Wirtschaft Dinklages ist bis heute stark von der Landwirtschaft sowie der Erzeugung und Verarbeitung von Nahrungsmitteln geprägt. Diese Bereiche sind eng mit Futtermittelherstellern und Anbietern von Stalltechnik vernetzt. Ergänzt wird die lokale Wirtschaft durch Industrie-, Handwerks- und Gewerbebetriebe sowie verschiedene Dienstleistungsunternehmen.

Zu den überregional bekannten Unternehmen mit Hauptsitz in Dinklage gehören u. a.:

  • Bröring Unternehmensgruppe (Futtermittelproduktion und Agrarhandel)[60]
  • Oldenburger Interior GmbH & Co. KG (Innenausstattung von Yachten, Schiffen und Flugzeugen)
  • Hilgefort GmbH (Stahlverarbeitung)
  • Heller Tools GmbH
  • Alwid GmbH (Herstellung von Abfüll- und Verschließmaschinen für die Lebensmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie)
  • Erich Stallkamp ESTA GmbH
  • Gigant – Trenkamp + Gehle GmbH
  • Kaubit Chemie AG[61]

Land- und Forstwirtschaft

Früher besaß das Adelsgeschlecht der Familie von Galen große Land- und Waldflächen in Dinklage und spielte als Pachtherr für die örtlichen Bauern eine große Rolle. Verschiedene Flächen wurden im Laufe der Zeit verkauft. Im Zusammenhang mit der Insolvenz der SMH-Bank und der Verstrickung der Familie von Galen darin, verlor die Familie in den 1980er Jahren ihre letzten landwirtschaftlich genutzten Flächen in Dinklage.

Heute umfasst die landwirtschaftlich genutzte Fläche in der Stadt Dinklage 5181 ha (= 71,2 % der Stadtfläche), die forstwirtschaftlich genutzte Fläche 783 ha (= 10,8 % der Stadtfläche). In Dinklage wird hauptsächlich Getreide für Viehfutter und die Lebensmittelproduktion angebaut, wie Gerste, Roggen, Weizen, Hafer und Mais, sowie Kartoffeln, anderes Gemüse und Rüben. Außerdem gibt es Obstanbau, z. B. Äpfel, Kirschen und Erdbeeren. Weiterhin gibt es eine intensive Tierhaltung, insbesondere Schweine-, Rinder- und Hähnchenmast, sowie Eier- und Milchproduktion.

Energieerzeugung

  • Windpark Bünne
  • Windpark Höne
  • Windpark Langwege
  • Windpark Wulfenau

Verkehr

Straßen

Dinklage liegt direkt westlich der Bundesautobahn 1 (A1) (Hansalinie) – auf etwa halber Strecke zwischen Bremen und Osnabrück – an der Anschlussstelle 65 (Lohne/Dinklage).

Die Bundesstraße 214 (B214) verläuft durch den Ortsteil Langwege, im Süden des Stadtgebiets.

Das Netz der Landes- und Kreisstraßen in Dinklage umfasst 35 km und das Netz der Gemeindestraßen 133 km.

Öffentlicher Personennahverkehr

Die Kleinbahn Lohne–Dinklage wurde 1904 in Betrieb genommen. Der Personennahverkehr auf der heute vollständig rückgebauten Strecke wurde 1954 eingestellt, der öffentliche Güterverkehr Ende 1999.

Die nächstgelegenen in Betrieb befindlichen Bahnhöfe oder Bahn-Haltepunkte sind in Lohne, Holdorf und Quakenbrück, Fernbahnhöfe befinden sich in Diepholz, Osnabrück und Bremen.

Die Buslinie Dinklage–Brockdorf–Lohne verkehrt werktags.

2013 startete das landkreisweite Rufbus-Projekt moobil+ gestartet. Dazu wurden über 70 Haltestellen im Stadtgebiet Dinklage eingerichtet. Die moobil+-Busse verbinden Dinklage und die Stadtteile werktags mit der Gemeinde Holdorf, der Stadt Lohne und der Stadt Quakenbrück. Eine weitere moobil+ Linie in die Kreisstadt Vechta nahm 2016 ihren Betrieb auf.

Verkehrsflughäfen

Der nächste Interkontinental-Flughafen befindet sich in Amsterdam–Schiphol (250 km westlich).

Die nächsten internationalen Verkehrsflughäfen sind Bremen (70 km nördlich) und Münster/Osnabrück (80 km südlich).

Der nächstgelegene Verkehrslandeplatz befindet sich in Damme.

Infrastruktur

Allgemeine Einrichtungen

  • Stadtverwaltung (Rathaus etc.)
  • Polizeistation
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Begegnungsstätte
  • Jugendtreff
  • Bücherei St. Catharina
  • Freibad und Hallenbad
  • Mehrere Sporthallen und Sportplätze

Bildungswesen

Historische Einrichtungen

Die „Private Rektoratsschule“ (später Höhere Bürgerschule (1936) und Mittelschule (1940)), die spätere Realschule und heutige Oberschule, wurde 1868 gegründet.

Kindergärten, Kitas

Kardinal-von-Galen-Schule
  • Sechs Kindergärten/Kitas (darunter eine Kita mit Integrationsgruppen für körperbehinderte Kinder). Eine weitere Kita ist im Bau.
  • Pädagogische Horte
  • Heilpädagogische Gruppen
  • Kindertagespflege

Schulen

  • Grundschulen Kardinal-von-Galen-Schule und Höner Mark
  • Oberschule Dinklage (teilgebundene Ganztagsschule, die alle drei Schulformen vereint; Gymnasialzweig bis zur 10. Klasse)[62]
  • Kardinal-von-Galen-Haus (Förderschule, Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung mit angeschlossenem Internat, Träger: Josefs-Gesellschaft)
  • Allgemeinbildende, Fachgymnasien und private Gymnasien befinden sich in den Nachbarstädten Lohne (Gymnasium Lohne; Wirtschafts-Gymnasium Lohne, Technisches Gymnasium Lohne), Quakenbrück (Artland-Gymnasium Quakenbrück) und Vechta (Gymnasium Antonianum Vechta, Liebfrauenschule (privates Mädchen-Gymnasium, kirchliche Trägerschaft), Kolleg St. Thomas (privates Gymnasium, kirchliche Trägerschaft)).
  • Berufsbildende Schulen/-kollegs in der Nähe befinden sich in Vechta, Bersenbrück, Lohne und Diepholz.
  • Musikschule Romberg[63]
  • Volkshochschule (Clemens August Werk)[64]

Medien

Es erscheinen werktäglich die Oldenburgische Volkszeitung (Vechta) und die Nordwest-Zeitung (Oldenburg) mit lokaler Berichterstattung.

Der Fernsehsender regiotv sendet Informationen über die Region. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet als öffentlich-rechtlicher Sender über die Region.

Soziale Einrichtungen

  • Gesundheitszentrum
  • Altenwohnheim St. Anna
  • Sozialstation Dinklage-Steinfeld-Mühlen
  • pro Vita – für das Leben
  • Sozialdienst katholischer Frauen und Männer
  • Kleiderkammer
  • Kreuzbund, Selbsthilfegruppe für Suchtkranke
  • Rheumaliga
  • Malteser Hilfsdienst
  • Hospiz St. Anna
  • Außenwohngruppe vom Johannesstift e. V. Vechta
  • Tagesgruppe Dinklage des VSL (Verein für Sozialpädagogische & Lerntherapeutische Hilfen)
  • Familien- und Kinderservicebüro
  • Senioren- und Pflegeheim und Betreutes Wohnen

Gesundheitswesen

  • Arzt- und Facharztpraxen
  • Apotheken
  • Kompetenzzentrum Rücken und Gelenke
  • Einrichtungen für Krankengymnastik, Ergotherapie/Physiotherapie, Logopädie/Sprachtherapie sowie Fitness-Zentren
  • Hospiz (St Anna)[65]
  • Sozialstationen (Pflegedienste)
  • Das nächstgelegene Krankenhaus befindet sich in Lohne (Oldb.) sowie in Vechta, Quakenbrück und Damme.

Sport und Vereine

Einrichtungen

Mehrere Sportplätze und Sporthallen sowie Squashhalle, mehrere Tennisplätze, Schwimmhalle, ein Freibad, mehrere Reithallen und Reitplätze, Schießstand für Sportschützen, Anlage für Bogenschützen.

Folgende Sportvereine sind u. a. in Dinklage aktiv:

  • Turnverein Dinklage (TVD)[66]
  • Tennisclub Dinklage (TCD)
  • Ponyclub Dinklage – zukünftig Teil des Reitsportclubs Dinklage
  • Reit- und Fahrclub Dinklage (RuFC, „Reiterverein“) – zukünftig Teil des Reitsportclubs Dinklage
  • Wandergruppe Dinklage
  • Sportschützen Dinklage
  • Bogenschützen Dinklage

Vereine

Neben den oben genannten Sportvereinen sind u. a. folgende Vereine in Dinklage aktiv:

  • Bauernschaft Höne e. V.
  • Brieftaubenverein Dinklage
  • Burgkreis Dinklage
  • Bürger- und Kulturring Stadt Dinklage
  • Chorgemeinschaft St. Catharina
  • Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg
  • Dinklager Fohlenfreunde
  • Dinklager Fotoclub
  • DLRG Dinklage
  • Dorfgemeinschaft Langwege .
  • Fischereiverein Dinklage
  • Freundeskreis Schweger Mühle
  • Hegering Dinklage
  • Heimatverein Herrlichkeit Dinklage
  • Heimatmuseum Dinklager Heimatstuben
  • Hospizverein Dinklage
  • Imkerverein Dinklage
  • Junge Gemeinschaft
  • KAB Dinklage – katholische Arbeitnehmerbewegung
  • Karnevalsclub Dinklage
  • katholische Landjugendbewegung Dinklage
  • Kolpingfamilie Dinklage
  • Kolpingorchester Dinklage e. V.
  • Landvolkverein Dinklage
  • Männergesangverein „Bürgerliedtafel“ von 1860 Dinklage
  • Modellbaufreunde Dinklage
  • Moskitos Schwege
  • Musikschule Romberg
  • Partnerschaftskomitee Dinklage-Epouville
  • Pro Jugend Dinklage
  • Rasse- und Ziergeflügelzüchter
  • Schützenverein Dinklage
  • Schützenverein St Hubertus Langwege
  • Seniorengemeinschaft
  • Stadtelternrat der Dinklager Kindergärten
  • Stadtjugendring Dinklage
  • Theaterclub „Jung-Bünne“ e. V.
  • Verein der Briefmarkenfreunde Dinklage
  • Verein der Freunde und Förderer von Galen
  • Wirteverein Dinklage

Naturschutz, Umweltschutz, Erholungsgebiete

Schutzgebiete

Burgwald Dinklage

Im Oktober 2017 wurden 126 ha des Burgwalds Dinklage zum Naturschutzgebiet (NSG WE 291).[67] erklärt.

Das Waldgebiet grenzt östlich direkt an das geschlossene Siedlungsgebiet Dinklages und umfasst ein Laubwaldgebiet mit einer langen Bestandskontinuität nahe der ehemaligen und dem Wald den Namen gebenden Burg Dinklage. Den größten Flächenanteil nehmen alte bodensaure Eichenwälder mit Stieleichen ein, in welchen zumeist kleinere Laubholzforsten liegen.[68] Bis 2017 waren der gesamte Burgwald und angrenzende landwirtschaftlich genutzte Flächen als Landschaftsschutzgebiet geschützt.[69]

Kritisch bleibt jedoch der Wasserhaushalt des Burgwalds[70] – Bebauungsdruck und Isolierung des Biotops durch Gewerbegebiete gefährden die Grundwasserstände und den Biotopverbund.

Den Status eines Landschaftsschutzgebietes hat der vom übrigen Burgwald umgebene Wildpark Dinklage beibehalten.

FFH-Gebiet „Wald bei Burg Dinklage“

Das FFH-Gebiet „Wald bei Burg Dinklage“[71] (FFH-Gebiet 297) grenzt östlich an Dinklage und umfasst ein kleines Laubwaldgebiet mit einer langen Bestandskontinuität nahe des ehemaligen und namensgebenden Klosters Burg Dinklage. Das Gebiet von 118 ha, in welchem nährstoffarme, sandige und teils grundwasserbeeinflusste Böden vorherrschen, wird dem Naturraum Bersenbrücker Land zugeordnet.[72]

Bockhorster Moor

Das Bockhorster Moor gehört zu den offiziell ausgewiesenen Landschaftsschutzgebieten im Landkreis Vechta (Landschaftsschutzgebiet „Bockhorster Moor, Wilder Pool, Märschendorfer Teiche“, LSG VEC 00075).

Landschaftlich interessante Gebiete

Das Umland der Stadt Dinklage bietet eine Vielzahl weiterer landschaftlich interessanter und wertvoller Gebiete. Hierzu zählen z. B.:

  • Wulfenauer Heide,
  • Höner Heide,
  • Bünner Wohld.

In Dinklage gibt es 13 gelistete Naturdenkmäler.

Bürgerpark Dinklage

Parks, Grünanlagen und Schaugärten

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter Dinklages

Persönlichkeiten, die in Dinklage gelebt und/oder gewirkt haben

Literatur

  • Heimatverein Herrlichkeit Dinklage (Hrsg.): Mitteilungen des Heimatvereins Herrlichkeit Dinklage. Hefte zur Geschichte, Natur- und Heimatkunde der Gemeinde Dinklage. Vechta: Vechtaer Druckerei und Verlag, 1953–1960 und 1971–1972, IDN 020937482.
  • Andreas Kathe und Heinrich Rammler: Dinklage. Die junge Stadt am Burgwald. Ein Bildband mit Texten zur Geschichte und zur aktuellen Entwicklung der Stadt. Vechta: Oldenburgische Volkszeitung, 2001, ISBN 978-3-88441-181-0.
  • Andreas Kathe: Dinklage in alten Ansichten. Zaltbommel: Europäische Bibliothek, 1998, ISBN 90-288-6554-3.
  • Bernhard Heimann: Dinklage im Wandel der Zeit. Hrsg. von der Dinklage MGV Bürgerliedertafel von 1860. Löningen: Friedrich Schmücker, 1985.
  • Michael Rademacher: Die Kreisleiter der NSDAP im Gau Weser-Ems. Rekrutierung und Funktion der Kreisleiter der NSDAP als ideologischer Erziehungselite des Dritten Reiches am Beispiel des Gaues Weser-Ems 1932–1945. Dissertation an der Universität Osnabrück. Marburg: Tectum, 2005, ISBN 3-8288-8848-8.
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Einzelnachweise

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