Diphosphortrisulfid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Diphosphortrisulfid ist eine hypothetische anorganische chemische Verbindung des Phosphors aus der Gruppe der Sulfide.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Diphosphortrisulfid
trans-trans-Form
Allgemeines
Name Diphosphortrisulfid
Andere Namen
  • Phosphortrisulfid
  • Phosphor(III)-sulfid
Summenformel P2S3
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12165-69-4
EG-Nummer 235-317-5
ECHA-InfoCard 100.032.094
PubChem 16211604
ChemSpider 14346688
Wikidata Q82898011
Eigenschaften
Molare Masse 158,13 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

290 °C[1]

Siedepunkt

490 °C[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Diphosphortrisulfid kann laut älterer Literatur durch Zusammenschmelzen von Phosphor mit Schwefel in einer Kohlendioxidatmosphäre gewonnen werden. Es entsteht auch bei der Reaktion von gasförmigem Schwefelwasserstoff mit Phosphortrichlorid oder durch Einwirkung von Phosphortrichloriddampf auf Dikaliumsulfid, Bariumsulfid oder Calciumsulfid.[3] Spätere Untersuchungen zeigten, dass das erhaltene Produkt bei diesen Synthesen eine Mischung aus Tetraphosphortrisulfid (P4S3) und Tetraphosphorheptasulfid (P4S7) ist. Die Ergebnisse der Studien legen weiterhin nahe, dass selbst wenn sich anfangs eine Substanz mit der empirischen Zusammensetzung P2S3 gebildet haben sollte, diese bei Raumtemperatur instabil ist und in Lösungsmitteln wie Schwefelkohlenstoff disproportioniert, wobei sie sich in beiden Fällen in eine Mischung aus stabilen Phosphorsulfiden umsetzt.[4][5]

Eigenschaften

Diphosphortrisulfid ist ein gelber Feststoff, der mit Wasser reagiert.[1][6]

Theoretische Untersuchungen lassen vermuten, dass zweidimensionale Strukturen aus Diphosphortrisulfid stabil sein könnten und in mehreren orthorhombischen Kristallstrukturen zum Beispiel mit der Raumgruppe Pmn21 (Raumgruppen-Nr. 31)Vorlage:Raumgruppe/31 auftreten könnten.[7] Andere theoretische Untersuchungen legen nahe, dass die planare trans-trans-Form mit der Konnektivität S=P-S-P=S stabil sein könnte.[8]

Einzelnachweise

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