Discover Airlines

deutsche Fluggesellschaft im Lufthansa-Konzern From Wikipedia, the free encyclopedia

Die EW Discover GmbH,[4] im Außenauftritt Discover Airlines, ist eine deutsche Fluggesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main[5] und Teil der Lufthansa Group. Die Fluggesellschaft bietet touristische Flüge auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke an. Bis zum 5. September 2023 firmierte das Unternehmen unter Eurowings Discover.[6]

Schnelle Fakten
Discover Airlines
Logo von Discover Airlines
Discover Airlines A320 Start in Frankfurt (2023)
IATA-Code: 4Y[1]
ICAO-Code: OCN
Rufzeichen: OCEAN
Gründung: 2021
Sitz: Frankfurt,
Deutschland Deutschland
Operative Basen:
Heimatflughafen: Frankfurt
Unternehmensform: GmbH
Leitung: Ulrich Lindner,
Sascha Unterbarnscheidt
(Stand 2025)[2]
Mitarbeiterzahl: 2.000[3]
Allianz: Lufthansa Group (Star Alliance)
Vielfliegerprogramm: Miles & More
Flottenstärke: 30 (+ 13 Bestellungen)
Ziele: international
Website: www.discover-airlines.com
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Ehemaliges Logo der EW Discover GmbH
Eurowings Discover – von 2021 bis 2023 genutztes Markenlogo

Geschichte

Gründung und Vorgeschichte

Seit längerem bekundete Lufthansa Interesse, verstärkt selbst in das Ferienfluggeschäft einzusteigen. Im Juni 2019 verkündete sie, die Vermarktung der noch nicht profitablen Eurowings-Langstrecke in eigene Obhut zu nehmen. Dennoch zeichnete sich damals schon ab, dass es zur Neugründung einer eigenständigen Fluggesellschaft kommen wird.[7] Im Januar 2021 gab Lufthansa bekannt, die unter dem Projektnamen „Ocean“ gestartete Airline werde in „Eurowings Discover“ umbenannt und zugleich würde ein eigenständiges AOC beantragt.[1]

Mit der Leitung des Projekts Ocean wurde Anfang 2020 der Lufthansa-Manager und Pilot Wolfgang Raebiger betraut, der zuvor Finanzchef bei AeroLogic war.[8] Er ist zugleich Geschäftsführer der unter EW Discover GmbH firmierenden Gesellschaft.[9] Zudem ist Helmut Wölfel seit März 2021 Teil der Geschäftsführung. Er war zuvor im Lufthansa-Konzern für die Netzplanung zuständig.[10]

Am 17. Juni 2021 verkündete die Lufthansa Group, die Betriebsgenehmigung (AOC) für „Eurowings Discover“ erhalten zu haben und am 24. Juli 2021 den Flugbetrieb mit dem Erstflug von Frankfurt nach Mombasa mit Weiterflug nach Sansibar aufzunehmen. Die EW Discover GmbH ist zugleich die erste deutsche Fluggesellschaft, die eine unbefristete Genehmigung nach den neuen luftrechtlichen Anforderungen, dem sogenannten Teil-CAMO erhalten hat.[11]

Am 1. Juni 2022 eröffnete die Eurowings Discover wie geplant eine zweite Basis am Flughafen München,[12] die zur Umstellung auf den Sommerflugplan 2023 am 26. März 2023 wieder geschlossen wurde. Als Wet-Lease-Partnerin operierte zwischen März 2022 und März 2023 Finnair mit fünf Airbus A321 und vier Airbus A350 ab dem Drehkreuz Frankfurt.[13][14] Im Juni 2023 sicherte sich die EW Discover GmbH („Eurowings Discover“) die Namensrechte an Discover Airlines.[15]

Am 5. September 2023 gab die Fluggesellschaft ihre neue Marke Discover Airlines bekannt. Dazu wurde außerdem eine neue Bemalung der Flugzeuge vorgestellt.[16] Als erste Maschine wurde der Airbus A320 D-AIUR lackiert.[17] Mit Beginn des Sommerflugplans 2024 wurde die Basis am Flughafen München wiedereröffnet. Es werden Kurz- und Mittelstrecken zu touristischen Zielen angeboten.[18] Seit März 2025 bietet Discover Airlines Langstreckenflüge ab München an.[19]

Flugziele

Discover Airlines hat den Flugbetrieb am 24. Juli 2021 als Eurowings Discover aufgenommen. Im Flugplan werden Urlaubsziele in der Karibik, dem Indischen Ozean, Afrika, Nordamerika und Europa bedient.[20]

Kurz- und Mittelstrecke

Auf der Kurz- und Mittelstrecke werden touristische Ziele in etlichen Ländern rund um das Mittelmeer, auf den Kanarischen Inseln sowie in Nordafrika angeboten, die mit Airbus A320-200 durchgeführt werden. Discover bietet mehrere Verbindungen von ihrem Heimatflughafen Frankfurt und der Basis in München an.

Langstrecke

Die Langstreckenflüge starten vom Flughafen Frankfurt aus nach Afrika, Nordamerika, Mittelamerika sowie in die Karibik. Zum Einsatz kommen Airbus A330-200 und Airbus A330-300. Seit März 2025 fliegt die Airline auch ab dem Flughafen München wieder Langstrecke. Dafür wurden in München zwei A330-300 stationiert. Einige Strecken wurden zwischenzeitlich auch mit Airbus A350-900 im Wetlease von Finnair bedient.[21][22]

Flotte

Aktuelle Flotte

Airbus A320 in der neuen Bemalung von Discover Airlines am Flughafen Frankfurt
A330-200 der Discover Airlines
A330-300 der Discover Airlines

Mit Stand Oktober 2025 besteht die Flotte aus 30 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 13,3 Jahren:[23]

Weitere Informationen Flugzeugtyp, Anzahl ...
Flugzeugtyp Anzahl Geplante Ergänzung[24] Anmerkungen Sitzplätze
(Business/Eco+/Economy)
Durchschnittsalter
Airbus A320-200 16 04 mit Sharklets ausgestattet 180 (var./-/var.)[25] 08,4 Jahre
Airbus A330-200 03 0 einer inaktiv; Ausflottung bis Ende 2026[26] 270 (22/17/231)[25]
244 (32/17/195)[27]
20,9 Jahre
Airbus A330-300 11 05 einer inaktiv 302 (27/31/244)
283 (30/28/225)
18,9 Jahre
Airbus A350-900 04 Einflottung vsl. ab Mitte 2027[28] – offen –
Gesamt 30 13 13,3 Jahre
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Die älteren A330-200 werden bis zu ihrer Ausflottung nur teilweise umlackiert. Der Eurowings-Schriftzug wird entfernt.

Ehemalige Sonderbemalungen

Weitere Informationen Flugzeugtyp, Luftfahrzeugkennzeichen ...
Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Bemalung Zeitraum Bild
Airbus A320-200 D-AIUQ „Next Level Entertainment on Board“-Sticker März 2024 bis Februar 2025
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Kritik

Gewerkschaften und Beschäftigte üben Kritik an den Arbeitsbedingungen bei Discover Airlines. Die Gewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit hätten zwar erfolgreich die erstmalige Gründung eines Betriebsrates bei der Fluggesellschaft im Dezember 2022 erreicht, denn nur durch das betriebliche Mitbestimmungsrecht sei ein gesundes Wachstum möglich.[29] UFO kritisierte jedoch die fehlende Tarifierung der Fluggesellschaft.[30] Im August 2024 wurde mit der Gewerkschaft Verdi ein Tarifvertrag rückwirkend zum 1. Juli 2024 abgeschlossen.[31]

Einzelnachweise

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