Disko Line

Passagier-und Frachtreederei in Westgrönland From Wikipedia, the free encyclopedia

Disko Line ist eine grönländische Passagierreederei.

Schnelle Fakten
Disko Line A/S
Rechtsform A/S
Gründung 16. September 2004
Sitz Ilulissat, Grönland
Leitung Michael Sloth Højgaard (Direktor)
Jørgen Sølvsten Nielsen (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiterzahl 53 (2024)[1]
Umsatz 38,3 Mio. DKK (2024)[1]
Branche Schifffahrt
Website https://www.diskoline.dk
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Geschichte

Hauptsitz der Disko Line in Ilulissat

Disko Line wurde 2004 als privates Reedereiunternehmen von Bürgermeister Ole Dorph, der später auch Direktor wurde, gegründet.[2] Anfangs verfügte Disko Line nur über das Schiff Najaaraq Ittuk.[3] Im Januar 2006 kaufte das Unternehmen die Aviaq Ittuk von Arctic Umiaq Line.[4] In den folgenden Jahren wurde die Flotte stark ausgebaut. Mittlerweile werden mehrere Schiffe mit einer jeweiligen Transportkapazität von 10 bis 60 Passagieren betrieben.[5] Im selben Jahr erhielt das Unternehmen durch einen Servicekontrakt mit der grönländischen Regierung Recht und Pflicht zum Linienverkehr in der Diskobucht.[6] 2007 bot Disko Line an, auch Linienverkehr bis nach Uummannaq und Upernavik durchzuführen. Dies wurde von der Regierung abgelehnt, da dies nur mit staatlicher Subvention funktionieren würde. Stattdessen sollte auf den Luftverkehr gesetzt werden, der jedoch für die Passagiere teurer ist.[7] Mit dem Servicekontrakt von 2016 sollte Disko Line auch den Passagiertransport in Mittel- und Südgrönland übernehmen.[8] Dafür wurden auch Helikopter eingesetzt, falls die Eisverhältnisse in Südgrönland die Schifffahrt unmöglich machen sollten.[9] Der Servicekontrakt führte zu monatelangen politischen Unruhen.[10] Trotz umfassender Kritik wurde der Servicekontrakt 2020 um zehn Jahre verlängert, allerdings ging der Luftverkehr wieder an Air Greenland über.[11] Ende 2025 wurde das neue Hybridschiff Maliina Ittuk mit Platz für 113 Passagiere nach sechs Jahren Bauzeit in Betrieb genommen. Wegen unzureichender Hafenverhältnisse wurde jedoch bereits im Februar 2026 beschlossen, das Schiff wieder außer Betrieb zu nehmen.[12]

Flotte

Die Aleqa Ittuk 2018 in Aasiaat
Die Amaroq 2018
Die mittlerweile nicht mehr in Betrieb befindliche Aviaq Ittuk 2017 in Qaqortoq
Die mittlerweile nicht mehr in Betrieb befindliche Sapangaq 2017

Mit Stand 2026 verfügt die Disko Line über fünfzehn Schiffe.[13]

Weitere Informationen Schiff, Passagierzahl ...
SchiffPassagierzahlBaujahrFahrtgebiet
Maliina Ittuk1132025Diskobucht und Südgrönland
Najaaraq Ittuk601999
Aleqa Ittuk361983Diskobucht
Ukaleq121997
Nanoq122008
Amaroq122011
Aarluk122012
Sulisoq122012
Arfivik122014
Niisa122019
Mikisoq52021
Ice Force V122009Mittelgrönland
Sirius12?
Norma12?
Bolatta122009
Nilak122008Südgrönland
Iluliaq122009
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Leitung

Quelle:[2]

Direktoren

  • 2004–2007: Klaus Nordvig Andersen
  • 2007–2010: Ole Dorph
  • 2010–2012: Frederik Sandgreen und Peter Sørensen
  • 2012–2017: Frederik Sandgreen
  • 2017–2018: Finn Hansen
  • 2018–2022: Noelle Simoud
  • 2022–2023: Mike Rinno Kruse
  • 2023–2024: Jørgen Sølvsten Nielsen
  • seit 2024: Michael Sloth Højgaard

Aufsichtsratsvorsitzende

  • 2004–2023: Jørgen Sølvsten Nielsen
  • 2023–2024: Flemming Johannsen
  • seit 2024: Jørgen Sølvsten Nielsen
Commons: Disko Line – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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