Diskussion:Triebtheorie

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Phasen der psychosexuellen Entwicklung

Kennt Freud nicht nur die 3 Phasen:

  1. orale Phase
  2. analen Phase
  3. phallischen oder ödipalen Phase

--Josse 22:06, 14. Feb. 2009 (CET)

Urethtrale Phase - Sauigel-Phase

Ähnlich wie auch Wilhelm Reich bin ich der Ansicht, dass es die Latenzphase normalerweise gar nicht gibt.

Meines Erachtens folgt auf die anale Phase die urethrale Phase, und auf diese die verbale oder Sauigel-Phase. Wobei die urethrale Phase mit der analen und der Sauigel-Phase überlappt.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie gern die anderen Kinder - ich mochte es damals nicht und finde erst jetzt mit über 40 Gefallen an solchen Dingen - gesauigelt haben im Alter um die neun Jahre ungefähr.

Auch kann ich mich gut erinnern an einen Urlaub auf dem Bauernhof. Eine der Helferinnen bei der Kartoffelernte hatte ihren ungefähr fünfjährigen Sohn auf das Feld mitgebracht. Dieser begann nun zu pinkeln, und dann rannte er, weiterhin Urin und Freude versprühend, über das Feld ungefähr 25 Meter weit. Das vergesse ich nie mehr.

--David Mörike 22:12, 30. Aug 2006 (CEST)

--@David Mörike:So kann man das allerdings nicht sehen. In der Art wie Du Dich ausdrückst, entsteht unweigerlich der Eindruck, daß Du Dir da was zurechtgezimmert hast. Zumal Du es auch in keinster Weise fundiert begründest. Mit dieser, Deiner Vulgarisierung, begibst Du Dich auf ein Niveau, das Wiki nicht gerecht wird. Ein Einzelbeispiel ist POV, hat mithin keinen allgemeingültigen Charakter, folglich nicht maßgeblich! Die Latenzperiode erstreckt sich vom Untergang der infantilen Sexualität -5.-6. Jahr - bis zum Beginn der Pubertät. Ein gewisser Stillstand in der Sexualität tritt ein. Es ist eine gewisse Minderung der sexuellen Aktivitäten festzustellen. Es treten nun Gefühle wie Scham und Ekel auf, moralische und ästhetische Empfindungen werden erstmals wach, bzw. entwickeln sich. Nach psychoanalytischer Auffassung hat die Latenzperiode ihren Ursprung im Untergang des Ödipuskomplexes. D.h. konkret, das Kind identifiziert sich mit den Eltern allgemein, sowie dem Elternteil dem es geschlechtlich angehört, insbesondere. Die sexuelle Latenz wird sekundär durch die sozialen Institutionen (z.B. Schule)verstärkt, die am Aufbau eines Über-ichs mitwirken. Eine völlige Unterdrückung des Sexuallebens des Kindes erfolgt jedoch nur in einer rigiden Gesellschaft, die ausgesprochen sexualfeindlich ist. Daher bleibt ein Art "Rest" an Sexualität auch in dieser Phase bestehen. Ich selbst habe in vielen Beobachtungen immer wieder feststellen können, daß sich in der Latenzzeit die Geschlechter mehr oder weniger voneinander abkapseln. Selbstverständlich schließt das nicht aus, daß es vereinzelte Nachzügler gibt, die die ödipale Phase nicht richtig bewältigt haben, sowie aus anderweitigen Gründen. Auf jeden Fall finden die sogenannten Doktorspiele bevorzugt im Kindergartenalter statt. --HorstTitus 22:54, 30. Aug 2006 (CEST)

Widersprüchlicher Absatz

Was ist denn das eigentlich für ein komischer und widersprüchlicher Absatz? Ich verstehe nur Bahnhof:

Später wandte sich Freud von der Triebtheorie ab (von Einzelfällen abgesehen) und sah in erster Linie die Triebkonflikte in der individuellen psychosexuellen Reifung als krankheitsverursachend. Dies ist die Basis der so genannten Triebtheorie. Ein wesentlicher Grund für diese Wandlung liegt nach Freuds eigener Auskunft in der „Einsicht, dass es im Unbewussten ein Realitätszeichen nicht gibt, sodass man die Wahrheit und die mit Affekt besetzte Fiktion nicht unterscheiden kann“ (Brief an Fließ).

inspektor godot 23:19, 5. Apr. 2007 (CEST)

Ich vermute, dass der Satz "Dies ist die Basis der so genannten Triebtheorie." durch irgendeinen Kopierfehler dorthin gelangt ist. Er ergibt jedenfalls keinen Sinn. Ich werde ihn entfernen. 160.57.144.31 12:24, 29. Mai 2008 (CEST)
Seltsam ist, dass sich Freud von der Triebtheorie abgewandt und stattdessen den Triebkonflikten zugewandt haben soll, denn Triebkonflikte kann ich nur analysieren, wenn ich eine Triebtheorie hab... Es geht im Brief an Fließ aber um die Absage an die vor-triebtheoretische sog. "Verführungstheorie", die eine Traumatheorie war, d.h. die Erzählungen der PatientInnen über sexuelle Handlungen seitens Erwachsener als real angenommen wurden. Die Erkenntnis aber, dass es "im Unbewussten ein Realitätszeichen nicht gibt", führte dazu, dass Freud die Theorie der unbewussten Phantasien und Wünsche entwickelte, die später in die Triebtheorie mündete (erst 1905 in den "Drei Abhandlungen"). (nicht signierter Beitrag von 82.83.45.165 (Diskussion | Beiträge) 10:50, 8. Apr. 2009 (CEST))

Ich erlaube mir einmal ins selbe Horn zu blasen, wenn auch bezüglich eines anderen Sachverhalts. Im Abschnitt "Psychoanalytische Kritik an Freuds Triebtheorie" heißt es:

Weitere Vertreter der Psychoanalyse wie Otto F. Kernberg sehen die Triebe als aus den Affekten entstandene, also als sekundäre Erscheinung an.

Erstens ist die Ableitung, die hier vorgenommen wird, nicht korrekt. Nur weil die Triebe aus den Affekten entstanden sein sollen und diesen zeitlich nachfolgen sollen, müssen sie ihnen gegenüber keine "sekundäre Erscheinung" sein. Der Mensch stammt evolutionsbiologisch auch vom Affen ab, ist diesem dadurch aber nicht untergeordnet. Zweitens wird in der zitierten Stelle auch genau das Gegenteil behauptet (meine Hervorhebungen):

Befriedigende, belohnende und lustvolle Affekte werden hierbei zu Libido als einem übergeordneten Trieb, während schmerzhafte, unlustvolle und negative Affekte zur Aggression als übergeordnetem Trieb integriert werden.

Dementsprechend ist es auch nicht schlüssig, dass Kernberg eher einem Modell psychischer Motivationen als dem somatischen Triebkonzept Freuds nahe stehen soll, wie es hier dargestellt wird. Nur aus dem Begriff des Affekts geht dies nicht hervor, denn dieser umfasst ja beides zugleich: sowohl eine psychische als auch eine somatische Dimension.--178.1.188.67 06:18, 13. Feb. 2015 (CET)

Anale Phase

Hier im Artikel steht korrekt, daß die Konflikte in der analen Phase ein kulturelles Problem darstellen. Könnte dieses kulturelle Problem dadurch näher charakterisiert werden, daß es sich in der europäischen Gesellschaft seit dem Viktorianischen Zeitalter um eine Gesellschaft im Hygienewahn handelt, wodurch die anale Phase des Kindes stärker als alle anderen Phasen unterdrückt wird? -- Leptokurtosis999 21:50, 23. Mai 2007 (CEST)

ich weiß nicht, ob die anale phase "stärker als alle anderen Phasen unterdrückt wird, aber in jedem fall ist sauberkeitserziehung nicht erst seit zweihundert jahren ein "problem", oder besser: ein einflussreicher faktor. Erik H. Erikson hat in einer ziemlich interessanten studie (name leider entfallen) die mentalitätsunterschiede ganzer indianerstämme im hinblick auf ihren kollektiven umgang mit den psychosexuellen entwicklungsphasen in verbindung gebracht – es zeigte sich dabei ein deutlicher zusammenhang zwischen länge der stillzeit, rigidität der entwöhnung etc. und eigenschaften wie friedfertigkeit, aggressivität oder wertschätzung des eigentums. was er in diesem zusammenhang zur sauberkeitserziehung sagt, weiß ich zwar leider nicht mehr genau (ist schon ne weile her), aber es wird bestimmt auch damals nicht von allen stämmen gleich gehandhabt worden sein. ein einfaches damals-besser/heute-schlechter-schema greift also, denke ich, zu kurz. zumal mir nicht bekannt ist, dass sauberkeitserziehung heute eine besonders verbreitete ursache für neurosen wäre...
deine ergänzungen zu den entstehenden psychischen störungen bei problemen in den einzelnen phasen im artikel finde ich übrigens ebenfalls sehr schematisch, durch ihre monokausalität problematisch und mindestens verkürzt, wenn nicht falsch. ich bin aber noch nicht sicher, ob ich es wieder rausnehmen soll – wahrscheinlich hast du es aus irgendeinem dieser lehrbücher, insofern kann es als "wissensstand" gelten... was meinen die anderen? gruß, inspektor godot 00:11, 24. Mai 2007 (CEST)
Zum ersten Absatz: Vielen Dank; ich werde mich in Erik H. Erikson einlesen. Was Du oben beschrieben hast, betrifft die orale Phase. Das mit der übertriebenen Sauberkeitserziehung ist ein Produkt viktorianischer Spießbürgerlichkeit, die sich durch die anale Störung immer und immer weiter selbstverstärkt. (Genauso wie sich eine orale Störung selbstverstärkt: Wie kann eine Mutter, die wiederum als Säugling von ihrer Mutter keine Nähe bekam, nun als Mutter Nähe geben?). Erschwerend kommt zum bereits bestehenden Konfliktpotential in der analen Phase nun das zusätzliche Konfliktpotential der sauberen und trocken Windeltechnologie: Statt in unserer schnellebigen Welt immer früher "sauber" zu werden, wird dadurch das Kind immer später "sauber".
Zum zweiten Absatz: Es ist korrekt; es ist vereinfachte 0/8/15-Schematik, wie in einer Einführungsvorlesung. Ich glaube aber, das mittlere Niveau einer Einführungsvorlesung [1] reicht für eine Enzyklopädie aus. Wer mehr wissen will, liest sich in die Literatur ein. Wer aber einen Überblik haben möchte, dem ist mit dieser Schematik ein Stückchen weiter geholfen und ist zum ersten Nachdenken angeregt. -- Leptokurtosis999 22:13, 24. Mai 2007 (CEST)

Referenzierungen

Unterschiedliche Ausprägungen bei den Geschlechtern

Ordentliche Bibliographie fehlt

Kernberg Belege

Kritik aus Sicht der Traumaforschung

Kritik aus Sicht der Traumaforschung

Fehlender NPOV in Teilen des Abschnittes "Kritik aus Sicht der Traumaforschung"

Redundanz oder unklare Begrifflichkeiten?

Quellen

Generelle Kritik am Artikel

Vorschlag zur Verlinkung

"kritisch"

Triebe wurden auch schon vor Freud erforscht

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