Disulfoton

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Disulfoton ist ein Insektizid und gehört zur Klasse der Dithiophosphorsäureester.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von Disulfoton
Allgemeines
Name Disulfoton
Andere Namen

O,O-Diethyl-S-ethylmercaptoethyldithiophosphat

Summenformel C8H19O2PS3
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 298-04-4
EG-Nummer 206-054-3
ECHA-InfoCard 100.005.505
PubChem 3118
ChemSpider 3006
Wikidata Q413904
Eigenschaften
Molare Masse 274,41 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,144 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

< −25 °C[1]

Siedepunkt

132–133 °C (2 hPa)[1]

Dampfdruck

2,4 mPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

schlecht in Wasser (12–250 mg·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300310410
P: 262273280301+310+330302+352+310391[1]
MAK

Schweiz: 0,1 mg·m−3[3]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte

Bei einem Chemieunfall 1986 in Schweizerhalle wurde praktisch die gesamte Aalpopulation des Rheins durch in den Fluss gelangendes Disulfoton und andere Chemikalien getötet. In Karlsruhe, nach fast 400 km Fließstrecke, wurde noch eine Spitzenkonzentration von 25 μg/l gemessen.[4]

Verwendung

Disulfoton ist ein selektives Insektizid und Akarizid, welches insbesondere gegen saugende Insekten wirksam ist. Es wird auf Baumwoll-, Tabak-, Zuckerrüben-, Mais-, Weizen-, Erdnuss- und Kartoffelfeldern gegen Blattläuse, Fransenflügler und Spinnmilben eingesetzt.[5][6]

Zulassung

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[7]

Einzelnachweise

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