1-Dodecanol

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Dodecanol, auch 1-Dodecanol, Dodecan-1-ol oder trivial Laurylalkohol, gehört zur homologen Reihe der Alkohole und ist hydrophob beziehungsweise lipophil. Dodecanol ist fest, farblos und löst sich nicht in Wasser. Der Trivialname ist Laurylalkohol, dessen Wortstamm lauryl- wird auch für Ester des Dodecanols verwendet. Der Name leitet sich vom Lorbeer (Laurus nobilis) ab, dessen Früchte ein fettes Öl liefern, das eine erhebliche Menge an Laurinsäure (Dodecansäure) enthält.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Dodecan-1-ol
Allgemeines
Name 1-Dodecanol
Andere Namen
  • Laurylalkohol
  • 1-Dodecanol
  • Dodecan-1-ol
  • LAURYL ALCOHOL (INCI)[1]
Summenformel C12H26O
Kurzbeschreibung

weißer, pastöser Feststoff mit charakteristischem Geruch[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 112-53-8
EG-Nummer 203-982-0
ECHA-InfoCard 100.003.620
PubChem 8193
ChemSpider 7901
DrugBank DB06894
Wikidata Q161617
Eigenschaften
Molare Masse 186,34 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,83 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

24 °C[2]

Siedepunkt

261 °C[2]

Dampfdruck

1,69 Pa (30 °C)[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319410
P: 264273280305+351+338337+313391[2]
Toxikologische Daten

> 12800 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[4]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Dodecanol kommt natürlich im ätherischen Öl von Hyperici flos recens (Frische Johanniskrautblüten) und Hyperici herba (Johanniskraut) vor.[5] Daneben wird es auch in Chinesischer Engelwurz (Angelica sinensis),[6] Houttuynia cordata[7] und in Thymian (Thymus longicaulis)[7] gefunden.

Gewinnung und Darstellung

Dodecanol kann aus Methylisobutylketon gewonnen werden.[8]

Verwendung

Es wird bei der Fabrikation von Tensiden und in der Pharmakologie eingesetzt und ist auch Bestandteil von Kühlschmierstoffen in der Metallbearbeitung.[9]

1-Dodecanol findet Verwendung als Insektizid im Anbau von Obstbäumen. Es kommt vor allem gegen beißende Insekten wie den Apfelwickler, den Fruchtschalenwickler und den Dunklen Obstbaumwickler (Pandemis heparana) zum Einsatz.[10] Der Wirkstoff ist in der Europäischen Union sowie in der Schweiz in Pflanzenschutzmitteln zugelassen. In Österreich sind Präparate mit 1-Dodecanol erhältlich, nicht jedoch in Deutschland.[11]

Einzelnachweise

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