Doerflervilla
denkmalgeschütztes Gebäude in Weißenburg, Bayern
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Die Doerflervilla ist eine ehemalige großbürgerliche Villa in Weißenburg in Bayern, einer Großen Kreisstadt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Das 1872 errichtete Gebäude steht unter Denkmalschutz und ist unter der Denkmalnummer D-5-77-177-427 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.[1]
Geographische Lage
Die Villa mit der postalischen Adresse Schulhausstraße 10 steht in direkter Nachbarschaft zur Zentralschule, gegenüber der Stadtbefestigung außerhalb der Altstadt Weißenburgs, unweit der Einmündung des Dr.-Martin-Luther-Platzes und der Rosenstraße in die Schulhausstraße auf einer Höhe von 426 Metern über NHN.[2]
Hinter dem Gebäude liegt ein Parkhaus, für dessen Bau ein später errichteter Anbau der Villa abgetragen wurde.[3]
Geschichte und Baubeschreibung
Das klassizistische Bauwerk wurde 1872 für Wilhelm Troeltsch nach Entwürfen von Eugen Waidenschlager als blockhafter Walmdachbau errichtet. Auf der Südseite hat es einen Mittelrisalit mit polygonalem Vorbau und hoher Attika. Der Eingang an der Ostseite wird von einem Portikus überdacht. Im Inneren des Gebäudes sind Stuckdecken und eine historische Heizanlage erhalten.[1][3]
1904 kam das Gebäude in den Besitz der Stadt. Im Gebäude befanden sich ab da die Wohnungen des Bürgermeisters und des Chefarztes des städtischen Krankenhauses. Die Villa wurde ab dieser Zeit nach dem Chefarzt Sanitätsrat Hans Doerfler Doerflervilla genannt.[4] 1985 beschloss die Stadt Weißenburg den Abriss des Bauwerks, was jedoch durch eine Initiative des Vorsitzenden des Frankenbunds, Gustav Mödl, verhindert werden konnte. Anschließend wurde das Gebäude von 1988 bis 1989 renoviert.
Zur Villa gehörte ursprünglich eine Gartenanlage, die für den 1907–1908 ausgeführten Neubau der Zentralschule aufgegeben wurde.
Literatur
- Gotthard Kießling: Stadt Weißenburg i. Bay. (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band V.70/2). Karl M. Lipp Verlag, München 2001, ISBN 3-87490-582-9, S. 208–209.