Dominic Friedel
deutscher Theaterregisseur
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Dominic Friedel (* 1980 in Ansbach)[1] ist ein deutscher Theaterregisseur.
Leben
Friedel studierte von 2001 bis 2006 Theater- und Medienwissenschaft, Politikwissenschaft und Psychologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.[1] Zwischen 2007 und 2011 war Friedel Regieassistenz am Maxim-Gorki-Theater Berlin (Intendanz: Armin Petras). Dort assistierte er Regisseuren wie Stefan Bachmann, Felicitas Brucker und Jan Bosse. Parallel entstanden eigene Inszenierungen, etwa 2010 die Uraufführung Ernte von Claudia Grehn[2] oder die Uraufführung Die Überflüssigen von Philipp Löhle.[3]
Ab der Spielzeit 2012/13 war Friedel für drei Jahre als Hausregisseur am Nationaltheater Mannheim tätig, er gehörte dort dem Leitungsteam an.[4] In dieser Zeit entstand etwa die Uraufführungen Einer und eine von Martin Heckmanns[5] und Mädchen in Not von Anne Lepper.[6]
Seitdem führt Friedel im gesamten deutschsprachigen Raum Regie, etwa am Schauspiel Stuttgart,[7] Konzert Theater Bern,[8] Schauspielhaus Graz,[9] Staatstheater Darmstadt,[10] Theater Magdeburg,[11] Theater Konstanz,[12] Theater Bonn,[13] und an der Neuen Bühne Senftenberg.[14]
Mit seiner Inszenierung Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth am Schauspielhaus Graz war Friedel 2016 für den Nestroy-Theaterpreis nominiert.[15]
Zudem ist Friedel Gastdozent für den Bereich Darstellendes Spiel/Theater an der Universität Koblenz-Landau.[16] 2019 begann er eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Theatertherapeuten.[17]
Inszenierungen (Auswahl)
- 2010: Die Überflüssigen von Philipp Löhle, Maxim-Gorki-Theater Berlin[18]
- 2012: Der Wind macht das Fähnchen. Ein Einfamilienstück von Philipp Löhle, Theater Bonn[19]
- 2013: Fahrerflucht/Fluchtfahrer von Alfred Andersch und Philipp Löhle, Schauspiel Stuttgart[7]
- 2014: Seymour oder Ich bin nur aus Versehen hier von Anne Lepper, Konzert Theater Bern[8]
- 2017: Sterne über Senftenberg von Fritz Kater, Neue Bühne Senftenberg[14]
- 2017: Broken German von Tomer Gardi, Schauspielhaus Graz[9]
- 2018: Zeit der Kannibalen nach Stefan Weigl, Theater Magdeburg[11]
- 2019: Michael Kohlhaas nach Heinrich von Kleist, Staatstheater Darmstadt[20]
- 2022: Der Schimmelreiter von Theodor Storm, Theater Bonn[13]