Dominik Kaufner
Gymnasiallehrer und Politiker der Alternative für Deutschland (AfD)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Dominik Alexander Kaufner (* 1983 in Mainburg) ist ein Gymnasiallehrer und Politiker der Alternative für Deutschland (AfD).
Leben
Dominik A. Kaufner studierte in Berlin. Seit dem Studium gehört er der Berliner Burschenschaft Gothia an und ist heute Alter Herr.[1] Er promovierte an der Universität Regensburg in der Geschichtswissenschaft; seine Doktorarbeit lautete: „Kloster, Stadt und Umland: wirtschaftliche, memoriale und personelle Verflechtungen der Benediktinerabtei St. Emmeram in Regensburg“.[2] Kaufner ist Vater von drei Söhnen, arbeitet an einem Gymnasium in Berlin-Spandau[3] und lebt in Dallgow-Döberitz.[4]
Politik
Kaufner war kurzzeitig Mitglied der CSU und trat 2013 als Fördermitglied, 2014 sodann als volles Mitglied in die AfD ein. Seit Dezember 2018 ist er Stellvertretender Vorsitzender des AfD-Kreisvorstands Havelland[3] und wurde später Kreisvorsitzender. Er trat bei der Landtagswahl in Brandenburg 2019 erfolglos im Landtagswahlkreis Havelland I und bei der Bundestagswahl 2021 erfolglos im Bundestagswahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I an. Bei der Landtagswahl 2024 verpasste er erneut das Direktmandat für den Landtagswahlkreis Havelland I, zog aber über die Landesliste in den Landtag ein. Im Januar 2025 kandidierte Kaufner erfolglos für den Vorsitz des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport.[5]
Wenige Stunden nach Beginn der Angriffe des israelischen Militärs auf Atomanlagen im Iran postete Kaufner auf X, es scheine, als seien „Saudi-Arabien und andere arabische Staaten von der zionistisch-atlantischen Seite eingekauft“. Der Rechtsextremismus-Experte Jan Riebe schrieb daraufhin, Kaufner komme „scheinbar nicht in den Sinn“, dass die genannten arabischen Staaten bei ihren auch schon zuvor erfolgten Abfangaktionen von iranischen Kampfdrohnen auch ein strategisch-militärisches Eigeninteresse an der Schwächung der Islamischen Republik Iran haben könnten. Seine Assoziation sei „die klassisch-antisemitische“: Wer an der Seite von Juden stehe, habe Geld bekommen. Die antisemitische Legende vom „jüdischen Volk als Weltbrandstifter“ sah Riebe in Kaufners Satz „Dieser kleine Staat droht bis zum dritten Weltkrieg zu eskalieren und uns alle mitreinzuziehen.“ reproduziert. Zudem schrieb Kaufner im Zusammenhang mit Israel über „ethnische Säuberungen im Inneren und Staatsterrorismus nach außen“.[6]