Dominik Riedo

Schweizer Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Dominik Riedo wuchs in Littau auf. Nach der Ausbildung zum Primarlehrer unterrichtete er ab 1995 zwei Jahre lang auf Realstufe in Muotathal. Es folgten Studien der Germanistik, Philosophie und Geschichte an der Universität Zürich, in Berlin und an der Universität Luzern. 2003 schloss er das Studium mit dem Lizentiat ab. Von 2004 bis 2006 arbeitete er als Lehrbeauftragter an der Universität Zürich. Zwischen 2004 und 2007 wirkte er als Lehrer zeitweise am Kollegium St. Fidelis[2] in Stans, am Gymnasium Immensee und am Berufsbildungszentrum Emmen. Von 2011 bis 2013 arbeitete er als Lehrer im geschlossenen Strafvollzug[3]. 2012 wurde er an der Universität Freiburg i. Üe. zum Dr. phil. promoviert.

2004 erschien als Riedos Erstling der Aphorismen-Band Ein Glück zur Stund. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit zeichnete Riedo verantwortlich für die Filmhistorie im «stattkino» Luzern, gehörte dem Vorstand des Theaterclubs Luzern an, sitzt im Stiftungsrat der Carl Spitteler-Stiftung (seit 2019 Vizepräsident)[4] und wurde 2020 zum Vizepräsidenten der Carl-Albert-Loosli-Gesellschaft gewählt.[5] Zudem war er 2008 und 2009 Organisator der «Bookparade» Luzern. Von 2010 bis 2012 war er Präsident des Deutschschweizer PEN-Zentrums;[6] 2023 wurde er erneut zum Präsidenten gewählt.[7] Seit 2012 ist er einer der zahlreichen Herausgeber der Zeitschrift Aufklärung und Kritik. Seit 2017 gehört Riedo dem künstlerischen Beirat von Flandziu. Halbjahresblätter für Literatur der Moderne an, 2022 war er vorübergehend Co-Leiter des Pro Libro Verlags.

Riedo ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, bei den Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS), im Zürcher Schriftsteller und Schriftstellerinnen Verband und im Innerschweizer Schriftstellerinnen- und Schriftstellerverein (ISSV) und einer der 370 Mitgründer des PEN Berlin.[8]

Vom Projekt Kulturministerium.ch wurde Riedo für die Zeit von 2007 bis 2009 aus 25 Kandidaten zum sogenannten «Kulturminister der Schweiz» gewählt.[6]

Riedo lebt heute in Ittigen bei Bern.

Werke (Auswahl)

Als Autor

Als Herausgeber

  • Schopenhauers Tagebuch. Eingeleitet und mit einer Zeittafel versehen von Dominik Riedo. Culturebeet, Birmensdorf 2006, ISBN 3-9523203-0-3 (formal falsch).
  • Heidis + Peters. Vorsicht: Kulturraum Schweiz! Eine Anthologie. Pro Libro, Luzern 2009, ISBN 978-3-9523525-3-3.
  • Carl Spitteler: Unser Schweizer Standpunkt. Lesebuch. Pro Libro, Luzern 2009, ISBN 978-3-9523406-9-1.
  • Luzern, Luzern … Literarische Spuren. Ein Lesebuch. Pro Libro, Luzern 2011, ISBN 978-3-905927-16-0.
  • Über Geld schreibt man doch! Eine Anthologie. Zytglogge Verlag, Oberhofen am Thunsersee 2011, ISBN 978-3-7296-0832-0.
  • mit Daniel Annen: Schneisen ins Heute. Mentalitätswandel in der Innerschweiz anhand der Geschichte des Innerschweizer Schriftstellerinnen- und Schriftstellervereins. Pro Libro, Thun 2023, ISBN 978-3-905927-75-7.
  • Hösli – Alles Liebe. Die Texte zu seinen veröffentlichten Songs und weiteres Sprachmaterial. Unter Mitarbeit von Katharina Meyer. Pro Libro, Thun/Gwatt 2023, ISBN 978-3-905927-70-2.

Libretti

  • Hagzusa cum Gaukelei (Chorwerk), uraufgeführt am Eclat-Festival Neue Musik Stuttgart, 2019 (Musik von Michael Pelzel)
  • Last Call (Oper), uraufgeführt am Opernhaus Zürich, 2019 (Musik von Michael Pelzel)[9]

Preise und Auszeichnungen

  • 2001: Erster Rang beim Literaturwettbewerb des Theaters unterm Dach/Berlin
  • 2010: Stipendium der UBS-Kulturstiftung
  • 2021: Preis der Sigrid-Undset-Gruppe Schweiz[10][11] (einmalige Vergabe)
  • 2022: Preis des «Syndikats zur Förderung der Wissenschaftsakzeptanz in der Bevölkerung»

Einzelnachweise

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