Donnersreuth
Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach
From Wikipedia, the free encyclopedia
Donnersreuth (oberfränkisch: Donneasch-raid[2]) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Gößmannsreuth liegt in der Gemarkung Leuchau.[4]
Donnersreuth Große Kreisstadt Kulmbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 4′ N, 11° 28′ O |
| Höhe: | 313 m ü. NHN |
| Einwohner: | 59 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95326 |
| Vorwahl: | 09221 |
Geografie
Das Dorf liegt in der Talebene des Roten Mains und ist von Acker- und Grünland umgeben. Durch den Ort fließt der Erlenbach, ein rechter Zufluss des Roten Mains. Die Kreisstraße KU 16 führt nach Forstlahm zur Bundesstraße 85 (1,2 km nördlich) bzw. nach Gößmannsreuth (1 km südwestlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1361 als „Donersreuth“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort ist Thunar, der Personenname des Siedlungsgründers. Das Grundwort Reuth zeigt an, dass das Land durch Rodung gewonnen wurde.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Donnersreuth aus 9 Anwesen. Das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach übte das Hochgericht aus und hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Schmiede, 1 Hof, 1 Haus), der Markgräfliche Lehenhof Bayreuth (1 Halbhof, 1 Viertelhof, 1 Gütlein mit Hofrait), das Rittergut Thurnau (2 Halbhöfe) und das Rittergut Kirchleus (1 Hof).[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Donnersreuth dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Gößmannsreuth und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Gemeinde nach Leuchau umbenannt.[8] Am 1. Juli 1976 wurde Donnersreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Donnersreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach Unsere Liebe Frau (Mangersreuth) gepfarrt.[7][18]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Rahmscheid. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 634 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 24.
- Georg Paul Hönn: Donnersreuth. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 240 (Digitalisat).
Weblinks
- Donnersreuth in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Donnersreuth in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 10. November 2020.
- Donnersreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 10. November 2020.