Doppelseescharte

Pass in Tirol, Österreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Doppelseescharte (älter auch Seejöchli) ist ein 2786 m ü. A.[1] hoher Pass im Verwall in Tirol. Sie liegt zwischen St. Anton am Arlberg[2] im Stanzer Tal und Ischgl im Paznaun.

Schnelle Fakten Profil, Karte (Tirol) ...
Doppelseescharte (Seejöchli)
Himmels­richtung Süd Nord
Passhöhe 2786 m ü. A.
Talung Paznaun Stanzertal
Wasser­scheide MoosbachRosannaSanna (→ Inn) MadleinbachTrisanna → Sanna
Talorte Ischgl St. Anton am Arlberg
Gebirge Verwallgruppe: Kuchenspitzgruppe / Kartellgruppe
Profil
Anstieg 1410 m 1502 m
Ø-Steigung
Karte (Tirol)
Doppelseescharte (Tirol)
Doppelseescharte (Tirol)
Koordinaten 47° 2′ 39″ N, 10° 15′ 43″ O
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BW

REGION1-BEZ=REGION2-BEZ

Lage und Landschaft

Das Joch liegt zwischen Rauteturm (2825 m ü. A.) und Rautekopf (2849 m ü. A.) westlich und den Seeköpfen (Südlicher ca. 3053 m ü. A., Nördlicher 3061 m ü. A.) östlich, und quert damit den Hauptkamm des Verwall.

Südlich erstreckt sich über Ischgl (1376 m ü. A.) die Madleinalpe. Hier liegt direkt unterhalb auf 2437 m ü. A. der Madleinsee, der dann über den Madleinbach zur Trisanna entwässert. Nördlich erstreckt sich das Hintere Kartell, das westlichere Hochtal des Moosbachs. Hier führt es über den Kartellspeicher auf 2020 m ü. A. nach St. Anton (Brücke der Rosanna 1300 m ü. A., der Ort 1284 m ü. A.).

Ihren Namen hat sie von den beiden Seen,[3] auf älteren Karten findet es sich auch noch als Seejöchli.[4]

Nördlich im Hochtal liegt ein Blockgletscher, ein schuttüberdeckter Gletscherrest eines noch in den 1970ern vorhandenen kleineren Gletschers.[4]

An der Doppelseescharte gliedert man die Verwallgruppe in die Kuchenspitzgruppe um die Kuchenspitze und Küchlspitze westlich und die Kartellgruppe um Saumspitze und Fatlarspitze nordöstlich.[5]

Erschließung und Wege

Die Doppelseescharte überquert man, wenn man von Ischgl zur Darmstädter Hütte aufsteigt, die auf 2384 m ü. A. über dem Kartellsee liegt. Der Weg führt vom Ort über die Madleinalpe – Madleinsee zum Joch, und auf der anderen Seite ein Stück den Advokatenweg, einen Abschnitt der Verwall-Höhenwege, westwärts.[6]

Der Wanderweg geht nicht über die unpassierbare tiefste Stelle im Kamm (ca. 2770 m ü. A.), sondern etwa 100 Meter östlich davon über die Schulter. Im fließenden Blockgletscher des Nordanstiegs fehlen Wegmarkierungen, es sind einige Steinmanderl gesetzt.[7]

Einzelnachweise

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