Dorgendorf

Ortsteil der Stadt Baunach in Bayern, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Dorgendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Dorgendorf hat eine Fläche von 1,751 km². Sie ist in 604 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2899,27 m² haben.[1][4]

Schnelle Fakten Stadt Baunach ...
Dorgendorf
Stadt Baunach
Koordinaten: 50° 0′ N, 10° 49′ O
Höhe: 272 m ü. NHN
Fläche: 1,75 km²[1]
Einwohner: 388 (1. Jan. 2025)[2]
Bevölkerungsdichte: 222 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 96148
Vorwahl: 09544
Luftbild (2025)
Luftbild (2025)
Schließen
Forsthaus
Dorgendorfer Bauernhaus, in der Talstraße 23
Katholische Filialkirche Heiliges Herz Jesu

Geografie

Das Kirchdorf liegt im Tal des Sendelbachs, eines rechten Zuflusses der Baunach, und am Lautener Graben, der innerorts als rechter Zufluss in den Sendelbach mündet. Im Norden steigt das Gelände zum Lußberg im Lußberger Forst an, im Süden zum Stufenberg (396 m ü. NHN). Die Kreisstraße BA 37 führt entlang des Sendelbachs nach Priegendorf (1,6 km westlich) bzw. nach Reckenneusig zur Bundesstraße 279 (1,8 km östlich).[5]

Geschichte

Ludwig Schenk von Rotenhan hatte Mitte des 13. Jahrhunderts Besitzungen u. a. Dorgendorf.[6] Dorgendorf wurde seit Ende des 14. Jahrhunderts vom bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg verwaltet.[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dorgendorf 20 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Baunach. Grundherren waren das Kastenamt Baunach (1 fürstliches Jägerhaus, 14 Häuser, 1 Schenkstätte, 1 Hirtenhaus, 1 Tropfhaus) und die Herren von Rotenhan zu Rentweinsdorf (1 Hof, 1 Sölde).[8]

Im Jahre 1802 kam Dorgendorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Dorgendorf gebildet. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 3 Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht Rentweinsdorf. Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Dorgendorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).[9] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 1,752 km².[10]

Am 1. Januar 1972 wurde Dorgendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.[11][12]

Baudenkmäler

In Dorgendorf gibt es fünf Baudenkmäler:[13]

  • Forstweg 1: Ehemaliger Herrensitz mit Hofeinfahrt
  • Talstraße 23: Bauernhaus mit Remise
  • Katholische Filialkirche Heiliges Herz Jesu
  • Steinkreuz
  • Kruzifix

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr1818184018521855186118671871187518801885
Einwohner127156171167165166183173170161
Häuser[14]2637323232
Quelle[9][9][9][15][16][17][18][19][20][21]
Jahr1890189519001905191019191925193319391946
Einwohner160161160166190176172179189264
Häuser343333
Quelle[22][15][23][15][24][15][25][15][15][15]
Jahr195019521961197019872025
Einwohner257250235265291 *388
Häuser364476
Quelle[26][15][10][27][28][2]
Schließen

Religion

Dorgendorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.[29][8][10]

Literatur

Commons: Dorgendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

Related Articles

Wikiwand AI