Dornier-Museum

Luftfahrtmuseum in Friedrichshafen am Bodensee From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Dornier Museum in Friedrichshafen ist ein Technikmuseum, das die Pionierleistung des Flugzeugkonstrukteurs Claude Dornier (1884–1969) und des Friedrichshafener Unternehmens Dornier-Werke, das in der Zwischenzeit in der Airbus Group aufgegangen ist, dokumentiert. Initiator ist der dritte Sohn Claude Dorniers Silvius Dornier, Träger ist die Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt.

Schnelle Fakten Daten ...
Dornier Museum
Daten
Ort Claude-Dornier-Platz 1,
88046 Friedrichshafen Welt-Icon
Art
Architekt Allmann Sattler Wappner
Eröffnung 24. Juli 2009
Besucheranzahl (jährlich) 110.296 (2016)[1]
Betreiber
Dornier-Stiftung für Luft- und Raumfahrt
Leitung
Philipp Lindner
Website
ISIL DE-MUS-093012
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Seit 2005 hat das Museum zahlreiche Dornier-Flugzeuge, Modelle und sonstige Exponate zusammengetragen, die seit der Eröffnung am 24. Juli 2009 in einem modernen Museumsbau mit 5.590 m² Gebäudefläche und einem 25.000 m² großen Landschaftspark direkt am Flughafen Friedrichshafen präsentiert werden. Behandelt werden Firmengeschichte, Produktionsstätten und Flugzeugmodelle, unter anderem das Riesenflugzeug Dornier Do X. Angegliedert ist ein Archiv und eine Bibliothek mit Bezug zu Dornier.

Architektur

Museumshangar bei Tag
Dornier-Museum bei Nacht

Der Grundriss des Museumshangars stellt eine Rollfeld-Abzweigung des Flughafens Friedrichshafen dar.

Der Entwurf stammt von dem Architekturbüro Allmann Sattler Wappner; die Lichtinstallationen entwarf der Raum-Licht-Künstler James Turrell, der auch privat der Luftfahrt und Dornier verbunden ist.

Leitung des Museums

Die erste Museumsdirektorin, Christina Becker, gab die Leitung des Hauses zum 1. April 2010 an Berthold Porath ab, der u. a. für die Veranstaltung „Klassikwelt Bodensee“ verantwortlich war.[2] Porath wurde für seine Bemühungen als Direktor 2014 mit dem Botschafterpreis von MINT Zukunft schaffen geehrt. Im Mai 2017 übernahm David Dornier aus der Familie die Leitung.[3] Von 1. Oktober 2020 bis Ende August 2025 hatte Hans-Peter Rien diese Funktion inne. Sein Nachfolger wurde sein Stellvertreter Philipp Lindner.[4]

Exponate

Ausstellungshalle
Modelle

Im Außenbereich sind zwischen dem Museumsgebäude und dem Rollfeld des Flughafens mehrere Flugzeuge zu besichtigen. Im Inneren des Gebäudes befinden sich im Hangar weitere Großflugzeuge sowie zahlreiche Satellitenmodelle.

Flugzeuge

Triebwerke

Satelliten

  • AEROS – Aeronomie-Satellit
  • GEOS – erster geostationärer Forschungssatellit
  • ISEE-B – Europäischer Forschungssatellit
  • Ulysses – erste interplanetare Sonde zu den Polen der Sonne
  • ERS – European Remote Sensing Satellite
  • MetOP – Meteorological Operational Satellite
  • ENVISAT – Environmental Satellite

Technologien

Baracke Seemoos

Baracke Seemoos 2016

Als interessantes Exponat gilt auch die vor dem Museum am Parkplatz stehende Baracke Seemoos, die als die Keimzelle des Unternehmens Dornier gilt. Sie wurde 2016 am neuen Standort wiedererrichtet.

Museum Landshut

Ein Landshut-Museum auf einem Privatgrundstück neben dem Dornier-Museum ist geplant.[7] Die geplante Ausstellung wird nicht durch das Dornier Museum betrieben, sondern durch die Bundeszentrale für politische Bildung.[8]

Siehe auch

Literatur

  • Rolf Dieterich: Dornier Museum Friedrichshafen, in: Damals, Heft 01/2014, S. 70f.

Einzelnachweise

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