Doug LaMalfa
US-amerikanischer Politiker und Abgeordneter im Repräsentantenhaus von 2013 bis 2025
From Wikipedia, the free encyclopedia
Douglas Lee „Doug“ LaMalfa (* 2. Juli 1960 in Oroville, Kalifornien; † 6. Januar 2026 in Chico) war ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Von Januar 2013 bis zu seinem Tod vertrat er den ersten Sitz des Bundesstaats Kalifornien im US-Repräsentantenhaus.

Privatleben
Doug LaMalfa besuchte die Las Plumas High School in Oroville (Kalifornien) und machte 1978 seinen Abschluss an der Briggs High School in Briggs (Kalifornien). Am Butte College in seiner Heimatstadt Oroville erlangte er 1980 einen Associate Degree (Associate of Arts).[1] Danach studierte er bis 1982 an der California Polytechnic State University in San Luis Obispo und schloss dort mit einem Bachelor of Science in Agronomie und Wirtschaftswissenschaft ab.[2] Später wurde er in vierter Generation Manager der familieneigenen Reisplantage und einer der Direktoren der California Rice Commission.[2]
Am 6. Januar 2026 verstarb LaMalfa an den Folgen eines Aneurysmas und eines Herzanfalls.[3]
Politik
Ab 2002 schlug er als Mitglied der Republikanischen Partei eine politische Laufbahn ein. Von 2002 bis 2008 war er Abgeordneter für den zweiten Sitz in der California State Assembly; von 2010 bis 2012 gehörte er dem Staatssenat an, wo er in neun Ausschüssen saß und den vierten Distrikt vertrat.[1][4]
Bei den Kongresswahlen des Jahres 2012 wurde LaMalfa im ersten Wahlbezirk von Kalifornien in das US-Repräsentantenhaus gewählt, wo er am 3. Januar 2013 die Nachfolge von Mike Thompson antrat. Dabei schlug er den Demokraten Jim Reed mit 58 zu 42 % der Wählerstimmen. Zuvor hatte der nicht mehr kandidierende Wally Herger dieses Gebiet vertreten. Nach sechs Wiederwahlen in den Jahren 2014 bis 2024 übte er sein Amt bis zu seinem Tod aus.[5] Er war somit auch im Repräsentantenhaus des 119. Kongresses vertreten.[6]
LaMalfa gehörte zu den Mitgliedern des Repräsentantenhauses, die bei der Auszählung der Wahlmännerstimmen bei der Präsidentschaftswahl 2020 für die Anfechtung des Wahlergebnisses stimmten. Präsident Trump hatte wiederholt propagiert, dass es umfangreichen Wahlbetrug gegeben hätte, weshalb er sich als Sieger der Wahl sah.[7] Für diese Behauptungen wurden keinerlei glaubhafte Beweise eingebracht.[8] Der Supreme Court wies eine entsprechende Klage mit großer Mehrheit ab, wobei sich auch alle drei von Trump nominierten Richter gegen die Klage stellten.[9]
Da einen Tag vor LaMalfas Tod der Rücktritt seiner Parteifreundin Marjorie Taylor Greene wirksam wurde, verringerte sich die republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus des 119. Kongresses mit seinem Tod auf 218 zu 213 Sitze.[10]
Ausschüsse
Er war Mitglied in folgenden Ausschüssen des Repräsentantenhauses:[11]
- Committee on Education and the Workforce
- Early Childhood, Elementary, and Secondary Education
- Health, Employment, Labor, and Pensions
- Committee on Ethics
- Committee on Transportation and Infrastructure
- Aviation
- Highways and Transit
- Railroads, Pipelines, and Hazardous Materials
- Water Resources and Environment
Zuvor war er auch Mitglied im Committee on Agriculture.
Weblinks
- Doug LaMalfa im Biographical Directory of the United States Congress (englisch)
- Webpräsenz beim Kongress (englisch)
- LaMalfa bei Ballotpedia (englisch)
- Wiederwahl 2016 bei Ballotpedia