Draßmarkt

Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf, Burgenland From Wikipedia, the free encyclopedia

Draßmarkt (ungarisch Vámosderecske, ab 1899: Sopronderecske, kroatisch Racindrof)[1] ist eine Marktgemeinde mit 1381 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Österreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Draßmarkt
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Draßmarkt
Draßmarkt (Österreich)
Draßmarkt (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Burgenland Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 36,23 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 16° 24′ O
Höhe: 341 m ü. A.
Einwohner: 1.381 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 38 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 7371, 7372
Vorwahl: 02617
Gemeindekennziffer: 1 08 02
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptstraße 39
7372 Draßmarkt
Website: drassmarkt.at
Politik
Bürgermeister: Anton Wiedenhofer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(19 Mitglieder)
10
9
10 9 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Draßmarkt im Bezirk Oberpullendorf
Lage der Gemeinde Draßmarkt im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
Lage der Gemeinde Draßmarkt im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Naturpark Landseer Berge.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

Die Gemeinde besteht aus drei gleichnamigen Katastralgemeinden Draßmarkt, Karl und Oberrabnitz.

Nachbargemeinden

Weingraben Kaisersdorf Neutal
Kirchschlag (WB) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Stoob
Pilgersdorf Unterrabnitz-Schwendgraben, Piringsdorf Steinberg-Dörfl

Geschichte

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Draßmarkt dann in der Provinz Pannonia.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1289 in der Güssinger Fehde (als befestigter Ort „Traizzendorf“). 1425 gehörte der Ort zur Burg Landsee und bildete eine Filialstation zur Einhebung der Maut. Im Laufe der Jahre wandelte sich der Ortsname zu „Tracondorff“ und 1614 zu „Drassendorf“. Im selben Jahr wurde dem Ort von König Matthias Corvinus das Marktrecht und die niedere Gerichtsbarkeit verliehen. 1784 führte der Ort den Namen Drosenmarkt bis sich daraus schlussendlich der Name „Draßmarkt“ bildete.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1921 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). 1971 wurden die Orte Karl und Oberrabnitz zu Draßmarkt eingemeindet. 1971 erfolgte die Weiterverleihung des Marktrechts an die Gemeinde.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Draßmarkt: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.768
1880
 
1.831
1890
 
1.818
1900
 
1.866
1910
 
1.921
1923
 
1.879
1934
 
1.812
1939
 
1.712
1951
 
1.641
1961
 
1.622
1971
 
1.592
1981
 
1.502
1991
 
1.510
2001
 
1.411
2011
 
1.377
2021
 
1.361
2025
 
1.381
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Draßmarkt
Pfarrkirche Oberrabnitz

Draßmarkt

Karl

  • Katholische Kirche zur Heiligen Katharina
  • Oswaldikapelle

Oberrabnitz

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 51 landwirtschaftlichen Betriebe des Jahres 2010 wurden 23 im Haupt- und 23 im Nebenerwerb betrieben. Einer wurde von einer Personengemeinschaft geführt, vier von juristischen Personen.[4][5][6]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige 2)
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 51 79 41 43
Produktion 24 9 148 63
Dienstleistung 55 48 144 146
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, 2) Erwerbstätige am Arbeitsort

Volksschule Draßmarkt

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 668 Erwerbstätige in Draßmarkt, 176 davon arbeiteten in der Gemeinde und 492 pendelten aus. Von anderen Gemeinden pendelten 157 Personen nach Draßmarkt.[7]

Bildung

In Draßmarkt befinden sich ein Kindergarten und eine Volksschule.[8][9]

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2022
 %
60
50
40
30
20
10
0
52,99
(−2,39)
47,01
(+2,39)
20172022
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Gemeindeamt Draßmarkt

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten 19 Mitglieder.

Weitere Informationen Partei, Sti. ...
Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2022[10] 2017[11] 2012[12] 2007[13] 2002[14] 1997[14]
Sti. % M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M.
ÖVP 567 52,99 10 59755,3811 63354,4310 70964,1013 61356,9711 62763,4012
SPÖ 503 47,01 9 48144,628 53045,579 37533,916 44641,458 36236,607
FBL nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 221,990 nicht kandidiert nicht kandidiert
FPÖ nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 171,580 nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1446 1398 1398 1341 1285 1235
Wahlbeteiligung 83,20 % 86,34 % 92,35 % 90,16 % 93,00 % 91,01 %
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Bürgermeister

Bürgermeister ist Anton Wiedenhofer (ÖVP). Er war zuvor bereits seit 2007 Vizebürgermeister. Wiedenhofer wurde am 11. Februar 2017 vom Gemeinderat als Nachfolger von Rudolf Pfneisl (ÖVP), der seit 2002 der Gemeinde vorstand, gewählt.[15] Anlässlich der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 wurde Wiedenhofer mit 55,99 % in seinem Amt bestätigt. Er erreichte damit ein besseres Ergebnis als sein Vorgänger bei der Wahl 2012. Sein Mitbewerber war der bisherige Vizebürgermeister Alois Bader (SPÖ), der 44,01 % erreichte.[11] In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Bader neuerlich zum Vizebürgermeister gewählt.

Bei der Wahl 2022 wurde Anton Wiedenhofer mit 53,14 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.[10]

Chronik der Bürgermeister

  • 1971–1982 Franz Binder (ÖVP)
  • 1982–1992 Anton Kerschbaum (SPÖ)
  • 1992–2002 Franz Wiedenhofer (ÖVP)
  • 2002–2017 Rudolf Pfneisl (ÖVP)
  • seit 2017 Anton Wiedenhofer (ÖVP)

Persönlichkeiten

Draßmarkt

  • Edgar Schenk, akademischer Maler, ausgezeichnet mit der Silbernen Ehrennadel der Stadt Eisenstadt (1933–2019)[16]

Oberrabnitz

  • Johann Kobor, geb. Liebentritt, ehemaliger Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und ehemaliger Bürgermeister von Frauenkirchen
  • Manfred Seidl, LBD Ingenieur, ehemaliger Landesfeuerwehrkommandant Burgenland (1989–2009)
  • Franz Supper, Kammersänger, Tenor am Salzburger Landestheater

Karl

Einzelnachweise

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