Dromiinae
Unterfamilie der Familie Dromiidae
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Die Dromiinae sind eine Unterfamilie ursprünglicher Krabben (Brachyura) innerhalb der Schwammkrabben.[1]
| Dromiinae | ||||||||||||
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Dromia personata | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dromiinae | ||||||||||||
| de Haan, 1833 |
Merkmale
Der Carapax ist konvex und deutlich in einen vorderen und hinteren Abschnitt untergliedert. Die Rückenregionen sind eher gut abgegrenzt. Die Seitenränder sind gewöhnlich abgerundet. Die Stirn ist abgerundet mit einem mittigen Rostrum und zwei daneben liegenden Zähnen (heute eher als Mittel- und Seitenlappen bezeichnet). Der obere und untere Augenhöhlenrand sind bezahnt und durch eine tiefe Kerbe voneinander getrennt. Die Augenhöhlen sind klein und rund und meist etwa horizontal orientiert. Die Augenstiele sind eher kurz.[1]
Das thorakale Sternum ist schmal. Der vierte Sternit bildet eine Platte, die in Kontakt mit dem dritten Maxillipeden steht. Die Naht zwischen siebten und achten Sterniten ist, außer bei Stebbingdromia lang. Zwischen Sternum und Coxae gibt es gewöhnlich tiefe Einsenkungen. Das Pleon der Männchen ist in der Länge variabel und erreicht eingeklappt die Coxa des dritten Maxillipeden oder des Scherenbeins. Es ist generell schmal, oft ohne sichtbaren Pleurateil. Alle Somiten sind frei beweglich, manchmal sind fünfter und sechster verschmolzen. Der sechste Somit ist nicht deutlich zur Seite erweitert.[1]
Das Telson ist bei Männchen gewöhnlich kurz. Die Scherenbeine können einen Epipoditen haben, Podobranchien fehlen. Die ersten beiden Schreitbeine (P2 und P3) sind oft gelappt, der Propodus kurz, der Finger (Dactylus) gebogen und am Innenrand mit einem Dorn bewaffnet. Die beiden hinteren Schreitbeine (P4 und P5) sind verkleinert ähnlich in der Form (Ausnahme Conchoecetes) und weiter rückenseitig angeordnet. Die Coxa des letzten Schreitbeins ist nicht modifiziert. Der Penis tritt als langes, mobiles und verknöchertes Rohr hervor. Das zweite Gonopodium ist lang und hat, außer bei Stebbingdromia, eine lange nadelförmige Geißel, aber keinen Exopodit.
Systematik
Die Unterfamilie umfasst 36 Gattungen mit 131 rezenten und 24 ausgestorbenen Arten:[2]
- Alainodromia McLay, 1998
- Alcockdromia McLay, 2019
- Ascidiophilus Richters, 1880
- Austrodromidia McLay, 1993
- Baccadromia McLay & Hosie, 2022
- Barnardromia McLay, 1993
- Conchoecetes Stimpson, 1858
- Cryptodromia Stimpson, 1858
- Cryptodromiopsis Borradaile, 1903
- Desmodromia McLay, 2001
- Dromia Weber, 1795
- Dromidia Stimpson, 1858
- Dromidiopsis Borradaile, 1900
- Epigodromia McLay, 1993
- Epipedodromia André, 1932
- Eudromidia Barnard, 1947
- Exodromidia Stebbing, 1905
- Foredromia McLay, 2002
- Fultodromia McLay, 1993
- Haledromia McLay, 1993
- Hemisphaerodromia Barnard, 1954
- Homalodromia Miers, 1884
- Lamarckdromia Guinot & Tavares, 2003
- Lauridromia McLay, 1993
- Lewindromia Guinot & Tavares, 2003
- Mclaydromia Guinot & Tavares, 2003
- Metadromia McLay, 2009
- Moreiradromia Guinot & Tavares, 2003
- Paradromia Balss, 1921
- Petalomera Stimpson, 1858
- Platydromia Brocchi, 1877
- Pseudodromia Stimpson, 1858
- Speodromia Barnard, 1947
- Stebbingdromia Guinot & Tavares, 2003
- Sternodromia Forest, 1974
- Stimdromia McLay, 1993
- Takedromia McLay, 1993
- Tumidodromia McLay, 2009
- Tunedromia McLay, 1993
Fünf Gattungen der Unterfamilie Dromiinae mit 24 Arten sind nur als Fossilien bekannt:[2]
- Basadromia Artal, Van Bakel, Domínguez & Gómez, 2016
- Costadromia Feldmann & Schweitzer, 2019
- Dromiopsis Reuss, 1858
- Kerepesia Müller, 1976
- Torodromia Artal, Ferratges, Van Bakel & Zamora, 2022