Duquénois-Test
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Der Duquénois-Test (auch Duquénois-Levine-Test) ist ein Schnelltest auf Cannabinoide, insbesondere Tetrahydrocannabinol (THC).
- Probe mit Duquénois-Reagenz
(Schritt 1) - Nach Zugabe von Salzsäure
(Schritt 2) - Nach Zugabe von Chloroform zeigt sich ein positives Testergebnis
(Schritt 3)
Eigenschaften
Der Duquénois-Test wurde 1938 von Pierre Duquénois (1904–1986) und H. M. Negm entwickelt[1][2] und wird weltweit verwendet.[3] Er besteht aus drei Arbeitsschritten[4] und zeigt bei positivem Testergebnis einen lila Farbumschlag. Ein Extrakt aus dem Probenmaterial wird mit dem Duquenois-Reagenz aus Vanillin, Acetaldehyd und Ethanol vermischt, anschließend wird konzentrierte Salzsäure hinzugefügt und zuletzt Chloroform hinzugegeben.[5] Das Duquénois-Reagenz besteht aus 2 g Vanillin und 2,5 ml Acetaldehyd, die mit Ethanol auf 100 ml aufgefüllt werden.[6] Bei einem positiven Ergebnis auf Cannabinoide werden drei Farbstoffkomplexe gebildet, von denen zwei von ihrer Struktur her bekannt sind.[7]

Der Duquénois-Test besitzt einige Störsubstanzen,[8][9] die das Ergebnis verfälschen können, wie Resorcinol,[8] Kaffee[10] und manche ätherische Öle und Pflanzenextrakte.[11] Daher wird zum Ausschluss von falsch positiven Ergebnissen zur Bestätigung positiver Testergebnisse ein Labortest (Dünnschichtchromatographie[12] oder Massenspektrometrie) durchgeführt. Synthetische Cannabinoid-Mimetika erzeugen ein negatives Testergebnis im Duquénois-Test.[13] Alternativ zum Duquénois-Test können als Schnelltests auf Cannabinoide auch der 4-Aminophenol-Test und der 2-Hydroxybenzaldehyd-Test auf Cannabinoide verwendet werden.[14]