Dux Raetiae primae et secundae
Titel des Kommandeurs der römischen Grenztruppen in der Provinz Rätien
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Der Dux provinciae Raetiae primae et secundae, „Heerführer der ersten und zweiten Provinz Rätien“, war der offizielle Titel des spätrömischen Grenztruppenkommandeurs (dux limitis) der Provinz Rätien. Das Amt wurde im Zuge der von Kaiser Diokletian (284–305) begonnenen Staatsreformen um 310 eingeführt. Der Dux Raetiae unterstand dem Magister militum.[1][2]

- Spätrömischer Offiziershelm (Typ Berkasovo) aus der 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts, Muzej Vojvodine, Novi Sad
- Notitia Dignitatum: Darstellung der rätischen Kastelle Augustanis, Phebianis, Submuntorio, Vallato, Ripa prima, Cambidano, Guntia, Foetibus, Teriolis und Quintanis
- Der Verantwortungsbereich des Dux (Raetia I und II) zu Beginn des 5. Jahrhunderts
- Antoninian des Gallienus, geprägt um 260. Am Revers die Abbildung eines Storches, das Wappentier der leg(io) III Ital(ica) P(ia) F(idelis)
Funktion
Die Provinz unterstand zivil und militärisch bis etwa 170 einem Prokurator im Ritterrang, dann, bedingt durch die Stationierung der legio III Italica, einem Senator, ein Statthalter mit größerer Kommandobefugnis. Laut der Notitia Dignitatum unterstand die Zivilverwaltung nach Teilung der Provinz unter Diokletian zwei gleichrangigen praesides. Der Dux limitis von Rätien kontrollierte die Militärverwaltung und befehligte die Limitanei in den Grenzkastellen und zwei Gardereitereinheiten der Comitatenses (equites stablesiani iuniores/seniores). Im Gegensatz zu seinem Amtskollegen in Ufernoricum/Pannonnia I, des Dux Pannoniae Primae et Norici Ripensis, der laut dem spätantiken Staatshandbuch Notitia Dignitatum[3] keine binnennorischen Garnisonen unter seinem Befehl hatte, kommandierte er die Streitkräfte beider rätischer Teilprovinzen. In der Hierarchie des kaiserlichen Hofs zählte der Dux zur höchsten Rangklasse der Viri spectabiles.
Namentlich bekannte Duces:
- Jacobus (unter Kaiser Flavius Honorius, um 401)
- Servatius (unter König Theoderich zwischen 474 und 526)
Hauptquartier
Bisher ist es in der Forschung unklar, ob, beziehungsweise wie lange, das Hauptquartier der raetischen Militärverwaltung in Regensburg oder in Augsburg, der alten Provinzhauptstadt Rätiens, eingerichtet worden ist. Aus Augsburg sind zwei Funde aus konstantinischer Zeit bekannt geworden, die darauf hindeuten, dass der Dux und sein Stab dort ansässig waren. 1897 wurden in einer Kiesgrube bei Augsburg-Pfersee zwei spätrömische Kammhelme geborgen, die reich verziert und mit vergoldeten Silberblech überzogen waren. Der in seiner Zeitstellung und Machart vergleichbare Offiziershelm von Deurne wurde 1910 südlich dieser niederländischen Stadt gefunden. Aufgrund der eingeritzten Namenszeichen konnte sein Träger einer Gardekavallerieeinheit (Equites Stablesiani) zugeordnet werden.[4] Möglicherweise gehörte auch ein – ebenfalls bei Augsburg – auf einem Acker aufgefundener Ehrenring des Kaisers Konstantin I. mit der Aufschrift Fidem Constantino ("In Treue für Konstantin") einem Gefolgsmann des Dux.[5] Bis 2003 wurden beispielsweise in der konstantinischen Residenzstadt Treveri/Trier drei Ringe mit derselben Aufschrift entdeckt,[6] was Hinweise auf Beziehungen seines Trägers zum Kaiserhaus geben könnte. Auch ein mit Niello verziertes Dosenortband einer spätantiken Schwertscheide aus Pfärrle dürfte einst einem hochrangigen Offizier gehört haben.[5] Bei Grabungen in Regensburg/Niedermünster, in der Nordostecke des im Jahr 179 errichteten Legionslagers Castra Regina wurden 2008 repräsentative Gebäudereste aufgedeckt.[7] Man nimmt an, dass es sich dabei um ein separiertes Binnen- oder Restkastell oder Burgus gehandelt hat. Bemerkenswert macht den Befund vor allem der Umstand, dass in diesem Bereich auch die spätere agilofingische Pfalz lag.[8] Die Ausgräber glauben, dass die Befunde im Niedermünster ein stichhaltiges Indiz dafür sind, den Dux Raetiae mit seinem Stab bis zum Ende römischer Militärpräsenz in Rätien um 475 in Regensburg zu verorten.
Verwaltungsstab
Das Officium (Verwaltungsstab) des Dux umfasste folgende Ämter:[9]
- Principem ex officiis magistrorum militum praesentalium alternis annis (Kanzleivorsteher, wurde alle zwei Jahre vom Heermeister neu bestellt)
- Numerarios duos, ex utrisque officiis praesentalibus singulos (zwei Buchführer)
- Commentariensem ex utrisque officiis alternis annis (Rechtsgelehrte, für zwei Jahre bestellt)
- Adiutorem (Assistent)
- Subadiuuam (Hilfskraft)
- Regrendarium (Verwalter)
- Exceptores (Juristen)
- Singulares et reliquos officiales (Leibwächter und sonstige Beamte)
Grenzorganisation
Die raetische Grenze war in mehrere Militärbezirke aufgegliedert, an deren Spitze ein Offizier im Rang eines Präfekten einer im Rang höhergestellten Truppe, einer Legion, einer Ala (Reitertruppe) oder eines mit milites bezeichneten Verbandes stand. Ihm waren die von Tribunen befehligten Kohorten (Infanterie) unterstellt.
- pars superior: Der obere Abschnitt erstreckte sich entlang des Donauufers. Er war noch zusätzlich in eine ripa prima (westlich von Kastell Eining) und eine – in der Notitia nicht eigens genannte – ripa secunda (ab Eining donauabwärts) unterteilt.
- pars media: Der mittlere Abschnitt von der Iller bis Vemania.
- pars inferior: Der untere Abschnitt, vermutlich ab dem Unterlauf der Argen bis an den Bodensee.
Truppen
Die Notitia Dignitatum zeigt die Verteilung der im spätantiken Rätien stationierten Truppenverbände.[10] Auffallend ist das Verschwinden der meisten Hilfstruppenkontingente und ihr Ersatz durch wohl am Ende des 3. Jahrhunderts neu aufgestellte Einheiten. Bis ins 5. Jahrhundert blieben nur jene Truppenteile bestehen, die auch schon im 3. Jahrhundert am Südufer der Donau und nicht direkt am obergermanisch-rätischen Limes gelegen hatten.
An altem Truppenbestand waren noch vorhanden:
- die früher komplett in Castra Regina stationierte Legio III Italica,
- die Cohors nona (nova) Batavorum in Castra Batava und
- die Cohors III Britannorum in Eining.
Im Zuge der diokletianisch-konstantinischen Reformen war die Legio III Italica in sechs Teileinheiten aufgespalten worden. Eine Resttruppe war anfangs noch in ihrem Stammlager kaserniert. Alle anderen Einheiten waren Neuaufstellungen wie ihre Beinamen (Herculea, Valeria) vermuten lassen. Die ala I Raetorum Flavia wurde etwa nach dem Gentilnamen Konstantins I. benannt. Auch tauchten völlig neue Bezeichnungen auf, wie zum Beispiel die equites Stablesiani (Gardereiterei) und der numerus barcariorum. Ab der Zeit Konstantins I. wurden mehrheitlich germanische Söldner für das rätische Heer angeworben. Dies ergab eine Auswertung der Gräberfunde von Günzburg und Neuburg.[11] Die größten Einheiten standen in Submuntorio und Vallato mit je einer Legionsvexillation der legio III Italica und einer Reiterabteilung der Garde. Auch diese beiden Festungen lagen südlich der Donau. Am Strom selbst waren noch Passau, Eining, Günzburg und mehrere heute nicht mehr exakt zu lokalisierende Kastelle bemannt. Ganz im Osten der Provinz stand eine Einheit der Limitanei am Innübergang bei Pons Aeni. Am Bodensee operierte von Brecantia aus eine Flottille von Wachschiffen.
Die offensichtlich schon veraltete Truppenliste dieses Dux scheint unkorrigiert in die letzte Fassung der Notitia Dignitatum eingefügt worden zu sein, da einige der Limitaneieinheiten in der Zwischenzeit in andere Kastelle verlegt worden waren. Hier insbesondere zu nennen sind die fünf Vexillationen der Legion Tertia Italica, von der die Tertiani Italica in der Armee des Comes Illyrici abzustammen scheint.
Distributio Numerorum
Laut der ND Occ. standen dem Dux 21 Einheiten zur Verfügung:[12]
Kavallerie
| Einheiten | Bemerkung | Abbildung |
|---|---|---|
| Equites stablesiani seniores, Augustanis | Eine Vexillation der Gardereiterei im Kastell der Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum (Augsburg in Bayern). „Stablesiani“ leitet sich vermutlich von stabulum (Stall) ab. Diese Einheiten wurden im 3. Jahrhundert von Kaiser Gallienus (260–268) unter dem Kommando des Aureolus, den Speidel als Stabulensis, einen hohen, für die kaiserlichen Stallungen verantwortlichen Offizier, identifiziert, vorübergehend in Norditalien stationiert. Sie bestanden ursprünglich aus Soldaten, die als Pferdeknechte den kaiserlichen Stallungen oder den Leibwächter der Provinzstatthalter (stratores) zugeteilt waren. In Raetien waren sie zur Sicherung des Donau-Iller-Rhein-Limes eingesetzt, um als schnelle Eingreiftruppe den limitanei im Ernstfall Unterstützung gegen feindliche Einfälle zu leisten. Die Notitia listet 15 Einheiten der Equites Stablesiani auf, die über das gesamte Reich verteilt waren, sieben Einheiten im Osten und acht im Westen. Zwei weitere sind epigraphisch aus einer früheren Zeit belegt, darunter eine Inschrift auf dem Helm von Deurne. Mindestens zwei weitere dieser Reiterverbände, die zwar nicht direkt dokumentiert sind, lassen sich anhand epigraphisch belegter Regimentsnamen und -nummern vermuten. Die Stationierung von gleich zwei Stablesianieinheiten in derselben Provinz zeigt, wie wichtig dem römischen Oberkommando die Kavallerie für den Schutz Raetiens gegen Alamannen und Juthungen war.[13][14][15][16] | |
| Equites stablesiani iuniores, Ponte Aoni, nunc (= nunmehr) Febians | Der Zusatz iuniores deutet darauf hin, dass diese Einheit durch eine Teilung der ursprünglichen Einheit (seniores) gebildet wurde. Ponte Aoni bedeutet "Brücke über den Aonus", der heutige Inn. Laut dem Zusatz "nunc Febians" dürfte ihr Kastell in der Spätantike aus unbekannten Gründen umbenannt worden sein. Die Forschung identifiziert diesen Ort heute u. a. auch mit Pfünz aber, was aufgrund des Namens Aoni wahrscheinlicher ist, war es ein Straßenposten an einem Inn-Übergang. Die plausibelste Identifizierung für Ponte Aoni/Febians wäre das spätantike Kastell bei Pfaffenhofen am Inn oder ein Lager bei Langenpfunzen (zwischen Pfaffenhofen und Rosenheim). | |
| Equites stablesiani iuniores, Submuntorio | Eine Vexillation der Gardereiterei im Kastell Burghöfe (Mertingen). Das Kastell sicherte den Kreuzungspunkt der Via Claudia Augusta mit der Donaustraße. Die Einheit in Submuntorio wird zwar in der Notitia separat von der gleichnamigen Einheit in Ponte Aoni gelistet, vermutlich handelte es sich aber um eine Vexillation derselben Einheit. | |
| Praefectus alae primae Flaviae Raetorum, Quintanis | Diese wohl noch in der mittleren Kaiserzeit aufgestellte Reitertruppe zählte ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. zu den limitanei. Die Soldaten wurden wohl ursprünglich aus dem Volk der Raeter rekrutiert. Die Besatzung des Kastell Künzing sicherte den niederbayrischen Donauabschnitt zwischen Straubing und Passau. Die Nennung in der Notitia zeigt, dass Künzing auch im 4. und frühen 5. Jahrhundert noch ein bedeutender Militärstützpunkt war, auch wenn die Mannschaftsstärke der Einheit – im Vergleich zur mittleren Kaiserzeit – wohl schon erheblich reduziert war. | |
| Praefectus alae secundae Valeriae singularis, Vallatio | Eine Reitereinheit die, zusammen mit einer Vexillation der Legio III Italica (siehe unten), in einem Kastell, mutmaßlich auf dem Stadtgebiet des heutigen Manching untergebracht war. Singularis deutet auf die ursprüngliche Verwendung der Truppe als Leibgardisten hin. Die Ala stand bis zum 3. Jahrhundert im Kastell Viana, an der Straße von Isny-Bettmauer nach Augsburg. Die Verlegung nach Vallatio geschah wohl im Zuge der Rücknahme der römischen Reichsgrenze auf den Donau-Iller-Rhein-Limes. Der Beiname Valeria verweist auf Kaiser Diokletian[17], die Einheit dürfte während seiner Regierungszeit (284–305) entweder neu organisiert oder umgetauft worden sein. Das Kastell lag an der stark frequentierten Donautalstraße. Zusammen mit der Besatzung von Burghöfe bildete die Truppe das Verteidigungsdispositiv nördlich der Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum. | |
| Praefectus alae secundae Valeriae Sequanorum, Vimania | Vermutlich handelte es sich bei den Angehörigen dieser (wohl noch in der mittleren Kaiserzeit aufgestellten Truppe) in der Mehrzahl um keltoromanische Sequaner, die ursprünglich in der Gegend von Besançon/Vesontio (zwischen Saone und westlicher Schweizer Jura), in der Provinz Maxima Sequanorum, rekrutiert worden waren. Wie die Einheit in Manching lässt ihr Beiname Valeriae ebenfalls auf eine Neuorganisation unter Diokletian schließen. Eine Ala bestand generell aus rund 500 Reitern, im Kastell selbst dürften maximal 200 Soldaten untergebracht gewesen sein. Die übrigen 300 Mann waren vermutlich als Besatzung auf die elf Burgi zwischen Vemania und Brigantium (Bregenz) aufgeteilt. Die Besatzung sicherte die Fernstraße von Brigantium nach Augusta Vindelicum (Augsburg) gegen Überfälle der Alamannen und überwachte den Transitverkehr. Die Ala bildete zusammen mit den Einheiten in Cassiliacum (Memmingen) und Cambodunum (Kempten) die vorderste Verteidigungslinie im Allgäu. |
Infanterie
| Offiziere/Einheit/Kastelle | Bemerkung | Abbildung |
|---|---|---|
| Farbgebung nach der Überlieferung im Oxford-Manuskript der Notitia Dignitatum | ||
| Praefectus legionis tertiae Italicae partis superioris (= oberer Teil), Castra Regina, nunc (= nun in) Vallato | Die Resttruppe der Legio III Italica im Legionslager von Regensburg. Die einst 6000 Mann starke Legio III Italica war seit ihrer Aufstellung unter Marcus Aurelius (161 bis 180) die Hauslegion der Provinz Raetien. In der Spätantike bildete sie das Rückgrat der Verteidigung in der Raetia II und wurde hierzu in mehrere Vexillationen aufgespalten, um damit kleinere und flexiblere Einheiten zu schaffen. Sie sind insofern bemerkenswert, als sie nicht alle entlang der Donau stationiert waren; zwei befanden sich in Kastellen weit südlich der Reichsgrenze und kontrollierten die Fernstraße nach Italien (siehe unten). Der in Castra Regina ansässige Präfekt könnte aber noch den Oberbefehl über alle diese Vexillationen innegehabt haben. Das Legionslager blieb bis zum Ende der römischen Herrschaft ein bedeutender Militärstützpunkt an der bayerischen Donau. Irgendwann im 5. Jahrhundert dürfte die Resttruppe der Legion von Castra Regina nach Vallato (Manching ?) verlegt worden sein.[8] | |
| Praefectus legionis tertiae Italicae partis superioris deputatae ripae primae, Submuntorio | Eine Vexillation der Legio III Italica, die den (oberen) Donauabschnitt ab dem Kastell Submuntorio (Mertingen) überwachen sollte. Der Zusatz „deputatae ripae primae“ bedeutet, dass die Legionäre für den Grenzschutz am ersten Abschnitt des raetischen Donauufers abgestellt („deputiert“) worden waren. Die Reiter der Equites stablesiani iuniores, ebenfalls dort stationiert, waren wohl für die täglichen Patrouillen zuständig während die Legionäre das Kastell sichern sollten. Die Vexillation überwachte weiters den Straßenabschnitt zur nahegelegenen Provinzhauptstadt Augsburg. Vermutlich war sie auch mit Ruderschiffen ausgestattet und kontrollierte damit unter anderem die Donaumarschen westlich und östlich der Lechmündung. | |
| Praefectus legionis tertiae Italicae pro parte media praetendentis a Vimania Cassiliacum usque, Cambidano | Der Präfekt kontrollierte den „mittleren Teil“ der rätischen Donaugrenze, dessen Zuständigkeitsbereich sich von Isny bis Memmingen erstreckte, „praetendentis“ bedeutet „vorgeschoben“ oder „überwacht“.[18] Die Truppe stand in Cambidanum (Kempten im Allgäu), ihr Kastell stand auf der gut zu verteidigenden Burghalde. Die Legionäre sicherten den Abschnitt zwischen dem Kastell Vemania (Isny) und dem Kastell Cassiliacum (Marktoberdorf oder Memmingen-Steinheim). Diese Truppe bildete das Bindeglied zwischen den westlichen Wachposten am Bodensee und den östlichen, an der Donau stationierten Grenzschutzeinheiten. | |
| Praefectus legionis tertiae Italicae transvectioni specierum deputatae, Foetibus | Eine Legionsvexillation, die offensichtlich für den Nachschub am Limes verantwortlich war, „transvectioni specierum“ bedeutet, dass diese Abteilung für den Transport von Versorgungsgütern (lat. specierum) abkommandiert war. Foetibus lag im heutigen Füssen, direkt an der Via Claudia Augusta, damals eine der am stärksten frequentierten Römerstraßen in den Ostalpen. Das Kastell stand auf dem dortigen Schlossberg von wo man aus auch das Tal des Lech überwachen konnte. Getreide und Ausrüstung gelangten über den Fernpass an die Donaugrenze. Man nimmt an, dass Füssen in der Spätantike ein bedeutender Logistikknotenpunkt der römischen Grenztruppen war. | |
| Praefectus legionis tertiae Italicae transvectioni specierum deputatae, Teriolis | Diese Vexillation stand wohl ab 300 zur Sicherung des Nachschubs im Inntal. Möglicherweise war ihr Präfekt auch für die Verwaltung der drei Lagerhäuser (horrea) in Veldidena (Wilten bei Innsbruck) verantwortlich.[19] Wie die o.a. Einheit in Füssen war auch dieses Detachement in erster Linie für den Weitertransport der Versorgungsgüter, insbesondere Getreide und Ausrüstung verantwortlich. Das befestigte Nachschubdepot Teriolis (Zirl) lag auf dem Martinsbühel, dort durchgeführte archäologische Grabungen bestätigten die Existenz von drei großen Lagerhäusern. Es war eine wichtige Etappe in der Logistikkette und Straßenknotenpunkt im Inntal, an dem die Via Claudia Augusta (vom Reschenpass kommend) und die Brenner-Route zusammentrafen, bevor sie über den Seefelder Sattel weiter Richtung Füssen und Augsburg führte. Während die Vexillation in Füssen das Nordende des Fernpasses sicherte, kontrollierte die Garnison von Zirl sein südliches Vorfeld und eine Brücke über den Inn.[20] | |
| Tribunus gentis per Raetias deputatae, Teriolis | „Ein Aufgebot der Räter, abkommandiert nach Teriolis“[21], ob mit der gens das keltische Volk der Breonen gemeint sind, ist noch umstritten. Vermutlich kommandierte der Tribun eine vor Ort ausgehobene Miliz (populares oder gentiles).[22] Es könnte sich hierbei aber, laut Eduard Böcking, auch um eine Föderatentruppe aus zwangsangesiedelten Sarmaten gehandelt haben. Die Notitia Dignitatum spiegelt wohl die Zeitspanne zwischen 400/430 wider. Der in Teriolis stationierte tribunus ist der einzig bekannte gentile Offizier dieses Ranges in der Provinz Rätien. Man vermutet, dass die Breonen zwischen dem Pustertal und Augsburg ein organisiertes Gemeinwesen mit entsprechender Etappenfunktion für den Durchzugsverkehr aufgebaut hatten.[23][24] | |
| Praefectus militum Ursariensium, Guntiae | Das Kastell in Günzburg diente der Sicherung einer wichtigen Donaubrücke. Vermutlich war dieser Übergang auch der letzte, der sich nach der Landnahme der Alamannen noch in römischer Hand befand. Sie wurde als „Transitus Guntiensis“ auch in einer Lobrede auf Constantius I. erwähnt. Es wird angenommen, dass Guntiae auch ein Stützpunkt der römischen Donauflotte war – im Mündungsbereich der Günz fanden sich Überreste von Baracken und weitere militärische Funde. Der Präfekt kommandierte wohl eine Vexillation jener Einheit, die in der Armee des Magister Equitum Galliarum als Ursarienses (comitatenses) geführt werden. Wahrscheinlich war die Mehrheit ihrer Soldaten germanischer Herkunft. Eine andere Vexillation der "Bärentöter" war Teil der Armee des Dux tractus Armoricani et Nervicani.[25] | |
| Tribunus cohortis novae Batavorum, Batavis | Der Tribun der neuen Bataverkohorte im Kastell Batavis, wahrscheinlich leitete sich der Name der heutigen Stadt Passau direkt von diesem Kastell und seiner batavischen Garnisonstruppe ab.
Ab Mitte des 3. Jahrhunderts standen die Befehlshaber dieser Kohorten, auch die der quingenariae, im Rang eines Tribunen. Cohortes Batavorum bildeten in der frühen Kaiserzeit die Kerntruppen unter den Auxilien. Die Bezeichnung „novae“ ist wahrscheinlich ein Abschreibfehler der Kopisten; Historiker wie Theodor Mommsen interpretierten es als Zahl nonae (IX).[26]Rupert Aign vermutet hingegen, dass die Truppe im 4. Jahrhundert n. Chr. neu aufgestellt worden ist.[27][28] Aus dem Rest dieser Kohorte ging in der Endphase des Oppidums möglicherweise der – in der Vita Sancti Severini erwähnte – Numerus hervor[29], wahrscheinlich eine etwa 40–50 Mann starke Wachtruppe (vigiles) aus Veteranen und neu angeworbenen Romanen.[30] Grabfunde deuten darauf hin, dass unter ihnen aber auch Soldaten germanischer Herkunft waren. Es hat den Anschein, dass sie, trotz Auflösung der Grenztruppen um die Mitte des 5. Jahrhunderts, weiter in Batavis ausharrten. Möglicherweise war dieser Numerus in einem eigenen Binnen- oder Restkastell innerhalb der Stadtmauern untergebracht, da das Kleinkastell Boiotro am gegenüberliegenden, norischen Innufer – nach Auswertung der bisher gemachten Befunde – im fortgeschrittenen 5. Jahrhundert nicht mehr mit regulären Militär besetzt war.[31][32][33][34] |
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| Tribunus cohortis tertiae Brittonum, Abusina | Die Soldaten der dritten Kohorte der Briten in Eining an der Donau wurden bei Aufstellung der Einheit auf dem Gebiet der römischen Provinz Britannien rekrutiert. Die von dort stammenden Hilfstruppeneinheiten trugen drei unterschiedliche Bezeichnungen:
warum ist unklar.[35] Im Zuge der diokletianisch-konstantinischen Heeresreformen an der Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert wurde die Mannschaftsstärke der Garnison vermutlich auf 140 Mann vermindert, in der Südwestecke des Kastells errichtete man deswegen – einschließlich der Gräben – auf weniger als einem Viertel der bisherigen Fläche eine Kleinfestung. Die Erwähnung dieser Kohorte in der Notitia beweist, dass sie dort noch bis ca. 400 n. Chr. im Einsatz war, die ethnische Zusammensetzung der Soldaten hatte sich aber naturgemäß über die Jahrhunderte stark verändert. Zur Aufgabe Abusinas kam es um die Mitte des 5. Jahrhunderts, wohl infolge der Landnahme durch die Alamannen. Möglicherweise wurden die noch im Kastell verbliebenen Romanen auf Anordnung des Severin von Noricum nach Lauriacum evakuiert. |
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| Tribunus cohortis sextae Valeriaae Raetorum, Venaxamodorum | Die „sechste valerische Kohorte der Räter“ lag vermutlich in einem Kleinkastell bei Neuburg an der Donau. Laut ihrem Ehrennamen (Valeria) dürfte sie unter Diocletian (284 bis 305) aufgestellt oder neu organisiert worden sein. Eine Gleichsetzung dieser spätantiken Einheit mit der seit dem ausgehenden 1. Jahrhundert n. Chr. bekannten cohors VI Raetorum wird in der Fachwelt unterschiedlich beurteilt.[36] Nach den Befunden aus den spätantiken Gräberfeldern müsste sie – zumindest in ihrer Frühzeit – mehrheitlich aus Elbgermanen bestanden haben.[37] Möglich wäre aber auch, dass in der Notitia für Neuburg nicht alle spätantiken Einheiten überliefert wurden. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass dort 500 Mann stationiert waren. Auch in diesem Fall muss von einer wesentlich verringerten Mannschaftsstärke ausgegangen werden.[38] Eine andere Einheit, die Raeti, wird in der Notitia Dignitatum in der Armee des Magister Peditum als auxilia palatina geführt. Sie wurde entweder aus anderen rätischen Kohorten herausgezogen oder ist das Resultat einer Verschmelzung dezimierter Einheiten. | |
| Tribunus cohortis primae Herculeae Raetorum, Parroduno | Die „erste rätische Kohorte des Herkules“[39] war in einem Kastell bei Burgheim (nahe Ingolstadt), untergebracht. Der Beinamen Herculeae bezieht sich auf die Herrschaft der ersten Tetrarchen, im konkreten Fall auf Kaiser Maximian (286–305), der den Westteil des Reiches regierte und sich mit dem Gott Herkules gleichsetzte. Möglicherweise war diese Einheit einst Teil seiner Armee oder hatte sich in einem Feldzug hervorgetan. | |
| Tribunus cohortis quintae Valeriae Frygum, Pinianis | Die „fünfte valerianische Kohorte der Phryger“[40] war in einem Kleinkastell bei Gundremmingen stationiert. Sie stammte wohl ursprünglich aus Phrygien in Kleinasien. Der Beiname Valeria deutet einmal mehr auf eine Ehrung oder Neuorganisation unter Diokletian hin. Pinianis wird in der Forschung auch oft mit dem Kleinkastell in Neuburg an der Donau gleichgesetzt. Gegenüber den Kohorten der mittleren Kaiserzeit dürfte diese aber eine wesentlich geringere Sollstärke besessen haben. Selbst Schätzungen auf eine Besatzung von bis zu 150 Mann dürften etwas zu hoch gegriffen sein.[41] Durch Funde von Pferdegeschirr, Trachtbestandteilen und Keramik werden germanische Foederaten als Besatzung vermutet. | |
| Tribunus cohortis tertiae Herculeae Pannoniorum, Caelio | Die „dritte pannonische Kohorte des Herkules“[42] lag im Kastell von Kelheim. Herculeae lässt wieder vermuten, dass auch diese Einheit unter den Tetrarchen, um das Jahr 300 n. Chr., aufgestellt wurde und ursprünglich ebenfalls Teil der Armee von Diokletians Mitregenten Maximian war. Caelio stand auf einem Felssporn über der Iller, es war eines der bemerkenswertesten Kastelle am Donau-Iller-Rhein-Limes. Die mächtige Befestigungsanlage (bis zu 3,7 Meter dicke Mauern, verstärkt mit vierzehn Türmen) diente wohl als regionaler Verteidigungsknotenpunkt. | |
| Tribunus cohortis Herculeae Pannoniorum, Arbore | Diese, in Arbon am Bodensee (Schweiz) stationierte Einheit war vielleicht eine Vexillation der in Kellmünz stationierten Kohorte. Der „Tribun der pannonischen Kohorte des Herkules“ war für die Grenzsicherung im Bereich des Bodenseeufers verantwortlich. Das Kastell diente eventuell auch als Anlaufpunkt für die römische Bodenseeflottille. Das Lager in Arbore war eines der größeren Kastelle am späten rätischen Limes und gehörte zur ersten Befestigungslinie des Donau-Iller-Rhein-Limes, wie eine Inschrift aus Stein am Rhein bezeugt.[43] Die Aufgabe der Besatzung war wohl die Überwachung der Strassenverbindung nach Pfyn und Bregenz und die Überwachung des Schiffsverkehrs. |
Flotte
| Offiziere/Einheit/Kastelle | Bemerkung | Abbildung |
|---|---|---|
| Praefectus numeri barbaricariorum, Confluentibus siue Brecantia | Die „Einheit der Schiffer“,[44] war ein Marineverband der für den Patrouillen- und Transportdienst auf den rätischen Binnengewässern zuständig war. Die Einheit sicherte vor allem den strategisch wichtigen Übergang am Hochrhein und kontrollierte den Schiffsverkehr am Lacus Brigantiae sowie die Grenzzone zwischen den Provinzen Maxima Sequanorum und Raetia II. Ihre Angehörigen waren aber keine Matrosen oder Marinesoldaten der Hochseeflotte, sondern limitanei/riparenses, die sowohl für den Kampf zu Wasser als auch an Land ausgebildet waren. Barbaricariorum bedeutet wortwörtlich "Goldsticker" (siehe auch Brokatstoff). Obwohl mehrere Fabricae (Waffenfabriken) im zivilen Teil der Notitia erwähnt werden, wäre diese doch eine sehr kuriose Bezeichnung für eine Militäreinheit. Wie so oft im Fall der Notitia, dürfte es sich hierbei wieder um einen Abschreibfehler der Kopisten handeln. In Wahrheit ist damit wohl ein Numerus barcariorum gemeint. Die Bezeichnung leitet sich von barca (kleines, wendiges Boot) ab.[45] Barcariourum ("Schiffer"), wäre auch eine weitaus treffendere Bezeichnung für eine Marineeinheit. Diese Flottille dürfte bis etwa 400 im Einsatz gewesen sein und war in zwei Häfen, Brecantia und Confluentibus stationiert. Die Bodenseestadt Bregenz (Österreich) diente als Flottenhauptquartier, Confluentibus wird entweder im heutigen Küssaberg-Rheinheim oder (wesentlich wahrscheinlicher) in Koblenz (Kanton Aargau, CH) an der Mündung der Aare in den Rhein vermutet. Als Wasserfahrzeuge verwendete man wohl die kleinen und sehr wendigen naves lusoriae (Besatzung 18–32 Mann), das spätrömische Standardkampfschiff zur Sicherung der Binnengewässer. Wo die Angehörigen des Numerus in Bregenz untergebracht waren, ist ungeklärt. Möglicherweise hatte eine Abteilung ihre Quartiere im in der Oberstadt gelegenen Kastell. Zur Unterbringung aller Schiffsbesatzungen war das valentinianische Hafenkastell am Leutbühel sicher viel zu klein. Da die Schiffe wohl die meiste Zeit auf dem See patrouillierten, ist anzunehmen, dass nicht stets die gesamte Flottille in Brecantia vor Anker lag, zumal – laut der Notitia – ja noch eine zweite Flottenbasis existierte. |
Ostgotenreich
Trotz Auflösung der weströmischen Militär- und Zivilverwaltung bestand das Amt des rätischen Dux auch nach 476 weiter. Nachdem der Ostgotenkönig Theoderich 493 die Macht in Italien an sich gerissen hatte, war Rätien zunächst nur eine – mehr oder weniger sich selbst überlassene – Pufferzone für Italien. Das offenbar größtenteils aus der rätoromanischen Bevölkerung rekrutierte Provinzaufgebot hatte wohl nur noch wenig Gemeinsamkeiten mit der Organisationsstruktur der Limitanei der Spätantike.[46] Der Dux fungierte als sein – weitgehend eigenverantwortlicher – Kommandeur und wurde, wie auch ein Großteil der spätrömischen Provinzordnung, in die ostgotische Militärverwaltung übernommen.[47] Die ostgotischen Duces waren als Statthalter auch für die Gerichtsbarkeit zuständig, hier besonders über den gotischen Teil der Bevölkerung. Sie hatten jedoch, anders als bei ihren westgotischen Verwandten, nur ein zeitlich begrenztes Kommando inne. Theoderich setzte einen Mann mit Namen Servatus als neuen Befehlshaber für das rätische Provinzaufgebot ein.
Servatus hatte wohl auch zivile Befugnisse, da in den Quellen zu dieser Zeit kein neben ihm amtierender Praeses nachzuweisen ist. Das Amt des rätischen Dux erlosch vermutlich mit Ende der Ostgotenherrschaft, wurde aber später, nach Abtretung Rätiens an das Frankenreich wiederbelebt.
Siehe auch
Literatur
- Richard Heuberger: Rätien im Altertum und Frühmittelalter. Band 1 (= Schlern-Schriften. Band 20). Wagner, Innsbruck 1932. Neudruck Scientia-Verlag, Aalen 1971.
- Richard Heuberger: Das ostgotische Rätien. In: Klio. Band 30, 1937, S. 77–109.
- Hans-Jörg Kellner: Augsburg, Provinzhauptstadt Raetiens. In: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Band II, 5, 2. de Gruyter, Berlin 1976, ISBN 3-11-007197-5, S. 707.
- Gideon Maier: Amtsträger und Herrscher in der Romania Gothica: Vergleichende Untersuchungen zu den Institutionen der ostgermanischen Völkerwanderungsreiche. Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 3-515-08505-X, S. 235–237.
- Ludwig Wamser, Christof Flügel, Bernward Ziegaus (Hrsg.): Die Römer zwischen Alpen und Nordmeer. Zivilisatorisches Erbe einer europäischen Militärmacht. Katalog-Handbuch zur Landesausstellung des Freistaates Bayern Rosenheim 2000. Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2615-7. Darin: Michael Mackensen: Die Provinz Raetien in der Spätantike. S. 213–218 und Thomas Schmidts: Germanen im spätrömischen Heer. S. 219–225.
- Herwig Wolfram: Salzburg, Bayern, Österreich: Die Conversio Bagoariorum et Carantanorum und die Quellen ihrer Zeit. Oldenbourg, München 1995, ISBN 3-486-64833-0.
- Land Oberösterreich (Hrsg.): Severin zwischen Römerzeit und Völkerwanderung. Katalog zur Landesausstellung im Stadtmuseum Enns, Linz 1982, darin: Günther Dembski: Münzprägung und -umlauf in Donauraum des 5. Jhdt., S. 209.
- Norbert Hasler, Jörg Heiligmann, Markus Höneisen, Urs Leuzinger, Helmut Swozilek (Hrsg.): Im Schutze mächtiger Mauern, Spätrömische Kastelle im Bodenseeraum, Katalog zur Ausstellung im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg, 30. April 2005 bis 1. November 2005, Verlag Frauenfeld, ISBN 3-9522941-1-X, Darin: Timo Hembach: Zeit des Umbruches – der Bodenseeraum auf dem Weg von der Spätantike ins frühe Mittelalter, S. 54–58.
- Andreas Kraus (Hrsg.): Handbuch der Bayrischen Geschichte. Band 3, Teilband 2: Geschichte Schwabens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. 3. Auflage. C.H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-39452-3, S. 91–95.
- Anton Höck: Archäologische Forschungen in Teriola. Rettungsgrabungen auf dem Martinsbühel bei Zirl von 1993 bis 1997. Spätrömische Funde und Befunde zum Kastell. (= Fundberichte aus Österreich, Materialheft A 14). Berger, Horn 2003, ISBN 3-85028-370-4.
- darin u. a.: Thomas Reitmaier: Brücke, Furt oder Fähre? Ein Beitrag zum Innübergang bei Teriola/Martinsbühel in antiker Zeit. S. 101–103 (Volltext).
- Franz Glaser: Castra und Höhensiedlungen in Kärnten und Nordtirol. In: Heiko Steuer, Volker Bierbrauer (Hrsg.): Höhensiedlungen zwischen Antike und Mittelalter von den Ardennen bis zur Adria (= Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Ergänzungsbände. Band 58). Walter de Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-11-020235-9, S. 595–642 (zu Teriolis: S. 614–616; Auszug bei Google Books).
- Michael S. DuBois: Auxillae: A Compendium of Non-Legionary Units of the Roman Empire. Lulu Press 2015, ISBN 978-1-329-63758-0.
- Roland Steinacher, Die Bischofssitze Rätiens und Noricums vor ihrem historischen Hintergrund — Bruch und Kontinuität. In: Wolfgang Spickermann, Volker Grieb (Hrsg.): Frühes Christentum im Ostalpenraum. Beiträge der internationalen Tagung "Frühes Christentum im Ostalpenraum" in Graz vom 1.–3. Juni 2016 (= Keryx 5). Graz 2018, S. 39–65, S. 44 zum dux Servatus.
- Michael Zerjadtke: Das Amt Dux in Spätantike und frühem Mittelalter: Der ducatus im Spannungsfeld zwischen römischem Einfluss und eigener Entwicklung. Verlag Walter de Gruyter, Berlin 2018.


