Dynamit Nobel Defence

deutsches Rüstungsunternehmen mit Sitz in Burbach, Nordrhein-Westfalen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Dynamit Nobel Defence GmbH ist ein deutsches Rüstungsunternehmen mit Sitz in Burbach, Nordrhein-Westfalen. Es ist im Besitz des israelischen Rüstungskonzerns Rafael Advanced Defense Systems und stellt vor allem Panzerabwehrraketen und montierbare Schutzelemente für Panzer her.

Schnelle Fakten
Dynamit Nobel Defence GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 2004
Sitz Burbach
Leitung Michael Humbek
Mitarbeiterzahl 390[1]
Umsatz 132 Mio. Euro[1]
Branche Rüstungsindustrie
Website dn-defence.com
Stand: 31. Dezember 2023
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Das Unternehmen beschäftigte im Jahr 2023 390 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 132 Millionen Euro.

Geschichte

2004 wurde die Dynamit Nobel vom Mutterkonzern MG technologies (heute GEA Group) in verschiedenen Teilen an verschiedene Unternehmen verkauft; das Werksgelände in Burbach samt der Technologie ging dabei an Rafael Advanced Defence Systems.[2] Von nun an firmierten zwei neue Unternehmen unter verschiedenen Besitzern: Dynamit Nobel Defence GmbH in Burbach und Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff- und Systemtechnik (DNES) in Leverkusen.[3] Mit der Bundeswehr zusammen entwickelte die Dynamit Nobel Defence GmbH das Wirkmittel 90mm, welches sie im Jahr 2017 erstmals an die Bundeswehr übergab.[4][5] Im Zuge des russischen Überfalls auf die Ukraine im Jahr 2022, kaufte die ukrainische Regierung im März 2022 5100 Panzerfäuste im Wert von 25 Millionen Euro bei DND.[6][7]

Ende 2022 begann man mit Aufbau eines Werkes im ungarischen Kiskunföldgás, als Joint Venture mit der staatlichen N7 Holding zur Herstellung der Panzerfausttypen RGW110 HH-T (Nachfolgemodell der Panzerfaust 3) und RGW90. Dafür wurde eine Produktionslinie für RGW-Munitionstransport- und Abschussbehälter errichten – Aluminiumrohre, die je nach Ausführung mit Kevlar oder Kohlefaser ummantelt sind. Diese Komponenten werden auch außerhalb Ungarns geliefert.[8] Der Anteil der staatlichen NT7 wurde 2025 privatisiert und von 4iG Plc. übernommen,[9] deren Chef Gellért Zoltán Jászai ist, ein politischer Berater von Premierminister Viktor Orbán.[10]

Unternehmenszahlen

Weitere Informationen Geschäftsjahr, Jahresumsatz in Euro ...
Geschäftsjahr Jahresumsatz in Euro Umsatzentwicklung in %/Prozent (vgl. zum Vorjahr) Mitarbeiterzahlen (Jahresdurchschnitt) Mitarbeiterentwicklung in %/Prozent (vgl. zum Vorjahr)
2004 25.000.000,00[11] Neugründung 100[11] Neugründung
2005 38.627.055,42[12] + 54,51 % 133[12] + 33,00 %
2006 47.830.432,06[12] + 23,83 % 139[12] + 4,51 %
2007 52.387.254,57[13] + 9,53 % 147[13] + 5,76 %
2008 40.508.463,29[14] - 22,67 % 152[14] + 3,40 %
2009 54.435.359,06[15] + 34,38 % 161[15] + 5,92 %
2010 94.488.377,56[16] + 73,58 % 171[15] + 6,21 %
2011 91.757.821,46[17] - 2,89 % 184[17] + 7,60 %
2012 81.704.458,85[18] - 10,96 % 202[18] + 9,78 %
2013 73.634.574,10[19] - 9,88 % 211[19] + 4,46 %
2014 77.009.021,78[20] + 4,58 % 214[20] + 1,42 %
2015 57.907.656,21[21] - 24,80 % 208[21] - 2,80 %
2016 54.756.524,75[22] - 5,44 % 220[22] + 5,77 %
2017 49.282.474,50[23] - 10,00 % 224[23] + 1,82 %
2018 126.544.965,76[24] + 156,77 % 251[24] + 12,05 %
2019 158.830.103,51[25] + 25,51 % 294[25] + 17,13 %
2020 94.066.527,74[26] - 40,78 % 324[26] + 10,20 %
2021 58.425.268,62[27] - 37,89 % 345[27] + 6,48 %
2022 126.242.237,94[28] + 116,07 % 356[28] + 3,19 %
2023 132.380.803,63[29] + 4,86 % 390[29] + 9,55 %
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Lobbyausgaben

Im Jahr 2023 gab das Unternehmen zwischen 140.001 und 150.000 Euro für Lobbyismus im Bundestag aus.[30]

Einzelnachweise

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