ETH-Medaille

Auszeichnung der ETH Zürich für herausragende Abschlussarbeiten From Wikipedia, the free encyclopedia

Die ETH‑Medaille (auch Silbermedaille der ETH Zürich) ist eine Auszeichnung der ETH Zürich für herausragende Abschlussarbeiten. Sie wird seit 1870 an Absolventen der ETH Zürich verliehen, deren Diplom-, Master- oder Doktorarbeit sich durch ausserordentliche wissenschaftliche Qualität auszeichnet.

Verliehen fürAuszeichnung für hervorragende Diplomarbeit, Masterarbeit und Doktorarbeiten
StaatSchweiz
Erstmals verliehen1870
Schnelle Fakten Verliehen für, Staat ...
ETH-Medaille
Verliehen für Auszeichnung für hervorragende Diplomarbeit, Masterarbeit und Doktorarbeiten
Staat Schweiz
Erstmals verliehen 1870
Schließen

Geschichte und Erscheinungsform

Das Rektorat der ETH Zürich beschloss 1866, besonders hervorragende studentische Arbeiten mit einer Preismedaille zu würdigen. Der damalige Schulratspräsident Johann Karl Kappeler regte die Einführung der Medaille an. In die Gestaltung der ersten Fassung waren unter anderem der Medailleur Antoine Bovy und der Architekt Gottfried Semper eingebunden.[1] Die erste Silbermedaille wurde 1870 an den Maschineningenieur Friedrich von Schulthess-Rechberg verliehen.[1] Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der ETH ersetzte die ETH ab 1955 die Medaille mit einer Variante, die vom Zürcher Bildhauer Franz Fischer gestaltet wurde.[2] Diese blieb bis 1980 in Verwendung. Zum 125-Jahr-Jubiläum der ETH im Jahr 1980 wurde eine dritte, bis heute verwandte Version eingeführt. Sie stammt vom Luzerner Künstler Hans Erni.[3] Die heutige Medaille ist bewusst nicht ganz kreisrund und zeigt auf der einen Seite eine symbolische Darstellung von Naturwissenschaft, Technik und Kreativität. Auf der anderen Seite ist ein stilisiertes Schweizer Kreuz vor Bergmotiven und der Schriftzug „ETH Zürich“ zu sehen.

Bedeutung und Preisträger

Die ETH-Medaille zählt zu den wichtigsten Forschungsauszeichnungen der Schweiz. Die Verleihung für Masterarbeiten erfolgt auf Antrag des Betreuers und setzt eine Begründung der „ausserordentlichen Leistung“ voraus. In vielen Departementen ist zusätzlich das Erreichen einer Mindestnote im Masterstudium notwendig. Die Zahl der Medaillen ist auf 2,5 % der Masterabschlüsse pro Departement beschränkt. Für Dissertationen ist ein externes Gutachten erforderlich, das die ausserordentliche Qualität der Arbeit bestätigt. Hier liegt die Obergrenze bei 8 % der Dissertationen eines Jahres. Besonders selten wird eine Person zweifach, sowohl für ihre Diplom- bzw. Masterarbeit als auch ihre Dissertation mit der ETH-Medaille ausgezeichnet. Lediglich etwa 0,2 % aller ETH-Absolventen erhalten diese doppelte Auszeichnung.

Einige bekannte Preisträger sind:

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI