Ed Winters

britischer Tierschützer, Redner, Autor, Filmemacher, Unternehmer, Dozent und Aktivist für Veganismus From Wikipedia, the free encyclopedia

Ed Winters, auch bekannt als Earthling Ed, ist ein britischer Tierschützer, Redner, Autor, Filmemacher, Unternehmer, Dozent und Aktivist für Veganismus.

Ed Winters bei einer Protestveranstaltung von Animal Rebellion im Jahr 2019

Privatleben

Winters wurde im Mai 2014 Vegetarier nachdem er einen Zeitungsartikel[1] über einen Lkw-Unfall mit Hühnern gelesen hatte.[2] Nachdem er den Dokumentarfilm Earthlings[3][2] gesehen hatte, stellte er 2015 auf eine vegane Lebensweise um.[4]

Er hat einen Abschluss in Film- und Fernsehproduktion.[5]

Tierschutz

2016 startete er seinen YouTube-Kanal und war gleichzeitig Mitbegründer der Tierrechtsorganisation Surge.[6][7] Sein Kanal Earthling Ed machte ihn berühmt mit Videos, in denen er in der Öffentlichkeit Diskussionen über Veganismus mit Passanten führt.[8][9]

2022 war er als Media & Design Fellow an der Harvard-Universität tätig und hielt dort zudem Gastvorlesungen.[10][11]

Winters hat Vorträge an einem Drittel der britischen Universitäten[12] und an verschiedenen Colleges in Amerika gehalten.[13] Winters trat in Live-Fernsehsendungen wie This Morning[14] auf, um über die ethischen und ökologischen Argumente für Veganismus zu diskutieren. Im September 2018 eröffnete er in London ein gemeinnütziges veganes Restaurant namens Unity Diner.[15][16] Das Restaurant hilft bei der Finanzierung eines Tierheims in den Midlands, das Winters mitbegründet hat.[17] Im Jahr 2021 war Winters Mitbegründer eines weiteren veganen Restaurants, dem No Catch Co. in Brighton.[18]

Außerdem war Winters einer der Gäste des Montreal Vegan Festival im Jahr 2018.[19]

Anfang 2019 hielt er zwei TEDx-Vorträge.[20]

Im Jahr 2019 bereiste er die Vereinigten Staaten und hielt Vorträge zum Thema Veganismus an den Universitäten Cornell, Harvard,[21] Brown, Columbia, Yale, und Rutgers.

Am 5. Dezember 2019 hielt Winters einen Vortrag an der Universität Konstanz mit dem Titel „The hidden costs of our food choices“.[9]

Nachdem die Priestlands School in Lymington, Hampshire, ihren Schülern Ferkel geschenkt hatte, um ihnen beizubringen, wie Schweine für die Schlachtung gemästet werden, startete Winters eine Kampagne, die innerhalb weniger Tage 37.000 Unterschriften erreichte.[22][23]

Im März 2020 veröffentlichte Winters auf Instagram einen Beitrag mit der Aussage, dass COVID-19 durch den Konsum von Tieren entstanden sei und in einer veganen Welt nicht existieren würde.[24] Der Beitrag wurde von in Faktenchecks von Politifact[25] und USA Today aufgegriffen und von Facebook als „teilweise falsch“ eingestuft.[24] Auch der Guardian nahm in einem Artikel Bezug darauf.[26]

Winters schrieb und produzierte den animierten Kurzfilm Milk aus dem Jahr 2022, der sich mit der Milchwirtschaft befasste. Der Film wurde bei den Webby Awards 2023 zum Gewinner des People's Voice Award in der Kategorie „Video – Animation“ gekürt.[27]

Winters produzierte anschließend den Film Matilda and the Brave Escape, der die Geschichte eines Schweins namens Matilda zeigt[28] und von der Schauspielerin Bella Ramsey erzählt wird.[29] Der Film gewann den People's Voice Award in der Kategorie „Video – Animation“ der Webby Awards 2025 und wurde bei den Collision Awards in der Kategorie „Kinder und Familie“ mit Gold ausgezeichnet.[30]

Tierschutzorganisation Surge

Demonstrationen

Im Jahr 2016 war Surge Mitbegründer des Official Animal Rights March,[31] dessen Teilnehmerzahl in London von 2.500 im Jahr 2016 auf 10.000 im Jahr 2017 anstieg.[32][33] Die Märsche fanden auch in New York, Los Angeles, Miami und Bukarest statt.[34][32] Im Jahr 2019 stieg die Zahl der Aktivisten auf Zehntausende, die in 42 Städten weltweit marschierten, darunter auch Köln und Berlin.[35]

Kampagnen gegen Pelz

Unter der Leitung von Winters organisierte Surge im September 2017 Demonstrationen gegen Pelz bei der London Fashion Week, an denen mehr als 250 Menschen teilnahmen.[36] Die Protestaktion umfasste Petitionen und ein Video mit Lucy Watson, in dem sie das British Fashion Council (BFC) aufforderte, Pelz auf der London Fashion Week zu verbieten.[37] Die London Fashion Week wurde schließlich 2018 pelzfrei.[38][39]

Weiterer Aktivismus

Surge veröffentlichte Aufnahmen aus britischen Milchviehbetrieben, die laut Winters „nicht nur eine eklatante Verletzung der Sicherheit dieser Tiere zeigen, sondern auch auf die umfassenderen strukturellen Probleme hinweisen, die in der gesamten Milchwirtschaft zu finden sind.“[40][41] Im Jahr 2017 produzierte Surge den Dokumentarfilm Land of Hope and Glory.[42] Der Film enthielt verdeckte Aufnahmen von Gewalt gegen Tiere auf einem RSPCA-zertifizierten Bauernhof,[40] woraufhin die RSPCA reagierte.[43]

Das Buch This is Vegan Propaganda von Ed Winters in einer Buchhandlung in London

Veröffentlichungen

  • Niko Rittenau, Patrick Schönfeld, Ed Winters: Vegan ist Unsinn! Populäre Argumente gegen den Veganismus und wie man sie entkräftet. Ventil Verlag / Becker Joest Volk Verlag, 2021, ISBN 978-3-95453-194-3.
  • Ed Winters: This Is Vegan Propaganda: (And Other Lies the Meat Industry Tells You). Vermilion, 2022, ISBN 978-1-78504-376-5 (englisch).
  • Ed Winters: How to Argue With a Meat Eater (And Win Every Time). Vermilion, 2023, ISBN 978-1-78504-448-9 (englisch).

Gemeinsam mit Niko Rittenau und Patrick Schönfeld veröffentlichte Winters 2021 das Buch Vegan ist Unsinn!,[44] sein bislang einziges deutschsprachiges Werk. Seine beiden Titel This Is Vegan Propaganda (2022) und How to Argue With a Meat Eater (2023) wurden bisher nicht ins Deutsche übersetzt.

Winters wurde von Medien wie Belfast Live als Bestsellerautor bezeichnet.[45]

This is Vegan Propaganda wurde von Freddie Hayward vom New Statesman als „ausführliche, aber gut recherchierte Einführung in den Veganismus“ rezensiert.[46] Die Sunday Times beschrieb das Buch als „ein überzeugendes Plädoyer für den Verzicht auf Fleisch“.[47]

Im Jahr 2025 erschienen beide Bücher in der vom Hertfordshire Council veröffentlichten Leseliste für den Veganuary.[48]

Einzelnachweise

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