Edelsitz Obenaus

Bauernhof From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Edelsitz Obenaus liegt in dem Ortsteil Sirfling der Gemeinde Gunskirchen im Bezirk Wels-Land.

Edelsitz Obenaus

Geschichte

Kaiser Rudolph II. stellte seinem treuen Diener Georg Obmauß auf dessen Bitte hin einen Wappenbrief aus, der zu Prag am 27. November 1589 datiert ist.[1] Im Jahr 1592 nannte sich Georg Obmauß erstmals „zu sierfling“.

Im Trauungsbuch der Gemeinde Gunskirchen wird 1647 ein Herr Wolf Obenaus „von und zu Siefling“ erwähnt. Wolfgangs Bruder Georg Obmauß wurde Bürger und Ratsmitglied in Freistadt, nannte sich aber weiterhin nach dem väterlichen Freisitz Sirfling.[2] Der Freihof zu Sirfling ging vermutlich nach Wolfgangs Tod noch vor dem 17. März 1655 auf einen Herrn Johann Paul Spindler, Anwalt und Herrschaftsbesitzer in der Nachbarortschaft Irnharting, über, womit offensichtlich auch der Titel als Edelsitz endete.[3] Aus dem Edelsitz Obenaus wurde der Bauernhof in Sirfling Nr. 4.

Beschreibung

Das bäuerliche Wohnhaus mit den gewölbten Räumen im Erdgeschoß und den schweren Tramdecken im Obergeschoß entspricht auch baulich einem Edelsitz.

Literatur

  • Josef Fuchshuber: Zur Hausgeschichte des Obenausgutes zu Sirfling-Gunskirchen. Gunskirchen 1998, 274 Blatt Maschinschrift.
  • Walter Aspernig: Der Freisitz Sirfling bei Gunskirchen und die Vorfahren der späteren Freiherren von Obenaus. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Band 167, Linz 2022, S. 57–70 (zobodat.at [PDF]).
  • Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. neubearbeitete Auflage, Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  • Rudolf Moser: Die Adelssitze in der Gemeinde Gunskirchen. In: Martinsblatt des Pfarramtes Gunskirchen. 1971, Nr. 2.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI