Edith Diehl

Stadtplanerin in der DDR From Wikipedia, the free encyclopedia

Edith Diehl (* 3. Juli 1931 in Grebs als Edith Jahnke; † 11. März 2022[1] als Edith Stingl) war eine deutsche Stadtplanerin und Architektin in der DDR.

Leben und Wirken

Diehl wurde im Freistaat Mecklenburg-Schwerin geboren und studierte nach dem Abitur Architektur an der Hochschule Berlin-Weißensee bei Selman Selmanagić, wo sie 1956 das Diplom erwarb. Anschließend verantwortete sie die städtebauliche Projektierung der Wohnkomplexe Heinrich-Heine-Straße (1967–69)[2] und Am Tierpark (1967–71) in Berlin. Planerisch verantwortete Diehl von 1971 bis 1976 das Salvador-Allende-Viertel (Bauphase I auf der früheren Kleingartenanlage „Amtsfeld“) in Berlin-Köpenick.[3] Als Komplexarchitektin war sie von 1976 bis 1982 am Wohngebiet Marzahn I beteiligt.[4] Ab den 1980er-Jahren wurde sie zunehmend als Gutachterin für Bebauungskonzepte tätig.

Diehl war mit Helmut Stingl verheiratet und nahm dessen Familiennamen an. Ab 1982 lebten die Eheleute in Berlin-Friedrichsfelde.[5][6]

Sie starb am 11. März 2022 und wurde in Münchehofe beigesetzt.[7]

Auszeichnungen

Berlin-Marzahn, 1. Wohngebiet (links am Bildrand der erste errichtete Block). Foto aus dem Jahr 1981
Fotograf: Karl-Heinz Schindler

Sie beteiligte sich u. a. erfolgreich an städtebaulichen Ideenwettbewerben 1966 zur Erfurter Innenstadt (1. Platz) und 1972 zum Wohngebiet Gocław in Warschau (Anerkennung).

Ferner erhielt sie den Architekturpreis der Hauptstadt der DDR und den Architekturpreis der DDR:

Literatur

  • Holger Barth, Thomas Topfstedt u. a.: Vom Baukünstler zum Komplexprojektanten. Architekten in der DDR. In: Dietrich Fürst, Karl-Dieter Keim, Volker Martin, Günther Uhlig (Hrsg.): REGIO (= REGIO-doc. Band 3). IRS/Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Erkner 2000, ISBN 3-934669-00-X, S. 63 (ddr-planungsgeschichte.de [PDF]).

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI