Edith R. Schmid

Schweizer Anästhesiologin und Professorin für Anästhesiologie From Wikipedia, the free encyclopedia

Edith R. Schmid (* 1944) ist eine Schweizer Anästhesiologin und Professorin für Anästhesiologie. Ihre Fachgebiete sind herzchirurgische Intensivmedizin sowie pädiatrische Herzanästhesie.[1]

Werdegang

Schmid studierte Medizin an den Universitäten Zürich, Lausanne und Heidelberg. Das Studium schloss sie 1969 mit dem Eidgenössischen Staatsexamen ab und erwarb im selben Jahr das amerikanische ECFMG-Examen. Nach mehreren Assistenzarztstellen an Schweizer Spitälern wurde sie 1976 Oberärztin am Institut für Anästhesiologie des Universitätsspitals Zürich (USZ).

Zwischen 1978 und 1981 war sie am Green Lane Hospital in Auckland (Neuseeland) sowie an der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota tätig. An der Mayo Medical School arbeitete sie zudem als Assistant Professor of Anesthesiology. 1981 kehrte Schmid an das USZ zurück.

Karriere

Nach ihrer Habilitation übernahm Schmid 1986 die Leitung der Anästhesie für Herz- und grosse Gefässchirurgie am USZ und wurde stellvertretende Direktorin des Instituts für Anästhesiologie. 1993 erfolgte ihre Ernennung zur nebenamtlichen ausserordentlichen Professorin für Anästhesiologie an der Universität Zürich.

Seit 1994 leitet sie die herzchirurgische Intensivstation am USZ. Im Jahr 2002 übernahm sie zusätzlich die Leitung der neu geschaffenen Abteilung für Kardioanästhesie. 2004 wurde sie zudem akademische und medizinische Leiterin der pädiatrischen Herzanästhesie am Universitäts-Kinderspital Zürich und publizierte eine Vielzahl wissenschaftlicher Artikel.[2]

Wirken

Schmid war an der Professionalisierung und Modernisierung der Herzanästhesie in der Schweiz beteiligt. Unter ihrer Leitung wurden intraoperative Verfahren, insbesondere in Verbindung mit der Herz-Lungen-Maschine, weiterentwickelt und standardisiert.

Ihr Wirken knüpfte an die Einführung der Herzchirurgie am Universitätsspital Zürich seit den 1960er-Jahren an. Während etwa Ruth Gattiker wesentliche Grundlagen der frühen Herzanästhesie legte, prägte Schmid die Phase der Ausdifferenzierung und institutionellen Verankerung des Fachgebiets.[3]

Einzelnachweise

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