Egon Riss
österreichischer Architekt
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Egon Riss (* 3. August 1901 in Kunzendorf, Galizien; † 17. März 1964 in Colinton, Schottland) war ein britischer Architekt österreichischer Herkunft.
Leben
Egon Riss stammte aus dem galizischen Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie und war jüdischer Herkunft. Nachdem er in Bielitz die Realschule besucht hatte, studierte er in Wien an der Technischen Hochschule. Anschließend bildete er gemeinsam mit Fritz Judtmann eine Architektengemeinschaft, die bis 1934 moderne und funktionale öffentliche Gebäude in Wien errichtete.
1938 emigrierte Riss über die Tschechoslowakei nach England, wo er während des Zweiten Weltkrieges in der britischen Armee diente. In dieser Zeit war Riss als Möbeldesigner für das Büro Isokon von Jack Pritchard tätig und entwarf 1939 für den Buchverlag Penguin einen organischen Bücher- und Zeitschriftenständer aus Brettschichtholz, den „Isokon Penguin Donkey“,[1] der als Möbelklassiker wieder nachgebaut wird.[2]
Danach übersiedelte Riss nach Schottland und war dort von 1949 bis 1964 für das Scottish Coal Board als leitender Architekt tätig, für das er Bergwerksbauten errichtete.

Werke gemeinsam mit Fritz Judtmann
- Ambulatorium, Strohgasse 28, Wien 3 (1926/27)
- Wohnhausanlage der Gemeinde Wien, Diehlgasse 20–26, Wien 5 (1928/29)
- Tuberkulosepavillon im Krankenhaus Lainz (1929/30)
- Porrhaus, Operngasse 11, Wien 4 (1930/31)
- Haus der Gastgewerblichen Arbeiterschaft, vulgo Porrhaus, Operngasse 9, Wien 4 (1931)
Schriften
- Raumveredelung. Die neue Stadt. Gerold & Co, Wien 1936.
Weblinks
- Egon Riss. In: Architektenlexikon Wien 1770–1945. Herausgegeben vom Architekturzentrum Wien. Wien 2007.
- Egon Riss, auf artnet.de
- Egon Riss, auf twentytwentyone.com (englisch)