Eierkrone

Frühlingsschmuck From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Eierkrone ist ein kronenartiger mit Eiern ausgeschmückter Frühlingsschmuck, der sich in Regionen des Rheinlandes erhalten hat. Sie wird im Mai von den Junggesellen eines Dorfes angefertigt und neben dem Maibaum aufgehängt. Es handelt sich um einen christianisierten Fruchtbarkeitsbrauch, der vielfach sowohl auf das Oster- als auch das Pfingstfest verlegt wurde. In manchen Orten wird auch zur Kirmes eine Eierkrone angefertigt.

Aufhängen der Eierkrone für den Bonner Stadtteil Küdinghoven
Video: Herstellen einer Pfingsteierkrone in Küdinghoven, 1984

Neben tatsächlich in Form einer Krone gestalteten Exemplaren sind auch andere Formen üblich, etwa die einer Glocke, einer Flasche, einer Sonne usw. Meist besteht die Eierkrone aus einem Metall- oder Holzgestell das die Grundform vorgibt. Die ausgeblasenen Eier werden auf eine Schnur aufgefädelt und diese dann so auf dem Gestell aufgespannt, dass das gewünschte Aussehen entsteht. In manchen Orten ist es üblich, dass die Eier farbig bemalt werden, anderswo werden zwischen den Eiern auch Perlen, farbige Schleifen, Blumen o. Ä. aufgefädelt.

Die Eierkrone blieb ursprünglich so lange hängen, bis der erste Erntewagen unter ihr durchgefahren war. (Auch der Maibaum blieb so lange stehen.)

Die weltweit größte Eierkrone soll alljährlich in Bendorf am Rhein gefertigt und aufgehängt werden. Sie besteht aus 25.000 ausgeblasenen Eiern und wird von den Kronenbauern der Kirmes- und Karnevalsgesellschaft KUK und der Kirmesjugend gebaut. Am zweiten Samstag nach Pfingsten wird sie dann durch die Stadt gefahren und am über 30 Meter hohen Kirmesbaum emporgezogen und befestigt.

Siehe auch

Wiktionary: Eierkrone – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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