Börninghausen
Stadtteil von Preußisch Oldendorf
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Börninghausen ist ein Stadtteil der Stadt Preußisch Oldendorf im Kreis Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen.
Börninghausen Gemeinde Preußisch Oldendorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 52° 17′ N, 8° 30′ O |
| Höhe: | 84 m ü. NN |
| Fläche: | 9,97 km² |
| Einwohner: | 2009 (2010)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 202 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1973 |
| Postleitzahl: | 32361 |
| Vorwahl: | 05742 |
Stadtteile von Preußisch Oldendorf | |
Lage

Börninghausen ist mit etwa 2.200 Einwohnern der Hauptort des Eggetals, einem Gebirgstal im Wiehengebirge und bildet hier ein lokales Unterzentrum, denn hier befinden sich zentral unter anderem Kindergarten, Kirche sowie Freiwillige Feuerwehr. Im Talgrund gelegen, liegt der Ortskern (Bezug: Kirche St. Ulricus) 84 m ü. NN. Nordöstlich des Ortes liegt der Limberg, auf dem sich die Burg Limberg befindet.
Geschichte
Vor über 1.000 Jahren wurde Börninghausen erstmals urkundlich erwähnt: Am 15. August 993 wurde Börninghausen als Brunnenhuson bezeichnet – der deutsche König Otto III. nahm das von dem Mindener Bischof Milo von Minden gegründete Kloster auf dem Wittekindsberg bei Minden in seinen Schutz und bestätigte die Gründung des Klosters urkundlich. Um den Lebensunterhalt des Klosters zu sichern, schenkte dieser Bischof dem Kloster auch Güter und Höfe in Börninghausen.[2]
Börninghausen und Eininghausen waren bis zur Franzosenzeit zwei Bauerschaften der Vogtei Bünde im Amt Limberg der Grafschaft Ravensberg. Von 1807 bis 1810 gehörten die beiden Ort zum Kanton Oldendorf des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörten Börninghausen und Eininghausen unmittelbar zu Frankreich und bildeten dort die Mairie Börninghausen im Arrondissement Minden des Departements der Oberen Ems.[3] 1816 kamen Börninghausen und Eininghausen zum neuen Kreis Rahden, aus dem 1832 der Kreis Lübbecke wurde. Im Kreis Lübbecke bildeten beide Orte die Gemeinde Börninghausen, die somit den Großteils des westfälischen Eggetals umfasste. Von 1843 bis 1890 bildete die Gemeinde das Amt Börninghausen, das aber in Personalunion vom Amt Preußisch Oldendorf verwaltet wurde.[4][5] Seit 1890 gehörte die Gemeinde Börninghausen dem Amt Preußisch Oldendorf an.[6]
Mit dem Bielefeld-Gesetz wurde Börninghausen am 1. Januar 1973 ein Stadtteil Preußisch Oldendorfs.[7]
Einwohnerentwicklung
Börninghausen hat eine eigene evangelische Kirchengemeinde, zu der neben den genannten Ortschaften auch das niedersächsische Büscherheide gehört. Die St. Ulricus-Kirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut und enthält bemerkenswerte gotische Wandmalereien.[11]
- Börninghausen von Südosten, im Hintergrund die Egge
- Der Börninghauser Ortsteil Masch liegt unterhalb des Limbergs am Ausgang des Eggetals
- Blick auf Börninghausen-Masch
Verkehr und Wirtschaft
Mit dem Bedarfshaltepunkt „Mesch Neue Mühle“ an der Bahnstrecke Bünde–Bassum ist Börninghausen an das deutsche Eisenbahnnetz angebunden. Der Haltepunkt liegt auf der Grenze zu Rödinghausen.
Durch den Ort führt die L 557 von Bad Holzhausen über Bünde nach Bielefeld.
Tourismus
Börninghausen ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.[12]
Kirchengemeinde

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde[13] Börninghausen umfasst neben Börninghausen auch das niedersächsische Büscherheide.
- Größe: 11,06 km²
- Gemeindemitgliederzahl: 1765
