Einödsbach
Weiler der Gemeinde Oberstdorf in Bayern, südlichster ständig bewohnter Ort Deutschlands
From Wikipedia, the free encyclopedia
Einödsbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Oberstdorf im schwäbischen Landkreis Oberallgäu in Bayern.


Namensherkunft
Namengebend dürfte ursprünglich die Alpe Einödsberg sein, die 1439 als alpp Ainatsberg erstmalig beurkundet wurde[1]. Heute trägt ein 1589 m ü. NHN hoher Nebengipfel der Trettachspitze, der im Bereich der Hinteren Einödsbergalpe liegt, den Namen Einödsberg[2][3].
Geografie
Der Weiler liegt am Ende des Stillachtals auf 1113 m Höhe und besteht aus drei Häusern sowie der Kapelle St. Katharina aus dem 17. Jahrhundert. Von Einödsbach zweigt nach Südwesten das Rappenalptal ab, nach Osten geht es durch das Bacherloch zum Waltenbergerhaus.
Geschichte
Eine Besiedlung ist für das Jahr 1613 sicher nachweisbar. Heute ist nur noch das ganzjährig bewirtschaftete Gasthaus mit Beherbergungsmöglichkeiten bewohnt. Damit ist Einödsbach der südlichste ständig bewohnte Ort Deutschlands. Die Entfernung nach Oberstdorf beträgt circa zwölf Kilometer. Der Grenzstein 147, der südlichste Punkt Deutschlands, liegt 8,3 Kilometer südwestlich von Einödsbach.
Die Volkszählung vom 25. Mai 1987 weist für Einödsbach zehn Einwohner in zwei Wohngebäuden mit jeweils einer Wohnung nach.[4] Damit wird Einödsbach nicht mehr als Weiler (mindestens drei Wohngebäude), sondern als Einzelsiedlung klassifiziert.
Baudenkmäler
Weblinks
- Einödsbach im Oberstdorf-Lexikon
- Einödsbach in der Ortsdatenbank von bavarikon.
- Bayerischer Rundfunk: Rückzug im Allgäu: Wirtin in sechster Generation – Zwischen Spessart und Karwendel auf YouTube, 26. Januar 2025, abgerufen am 6. Januar 2026 (Laufzeit: 13:11 min).