Electrosuisse
Schweizer Fachorganisation
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Electrosuisse ist die Schweizer Fachorganisation auf dem Gebiet der Elektro-, Energie- und Informationstechnik[1]. Als anerkannte und unabhängige Organisation unterstützt sie die sichere, wirtschaftliche und umweltgerechte Nutzung elektrischer Energie. Die Fachorganisation bietet Dienstleistungen und Produkte rund um Qualitätssicherung, Engineering, Zertifizierung, Normung und Weiterbildung an. Mit der Veranstaltung von Branchen-Events und Fachtagungen[2] setzt sich Electrosuisse für den Wissenstransfer und fachlichen Austausch ein. Mit dem Comité Electrotechnique Suisse (CES)[3] organisiert Electrosuisse in über 100 technischen Komitees die gesamte elektrotechnische Normung und vertritt die Schweizer Industrie in internationalen Gremien wie Comité Européen de Normalisation Electrotechnique (Cenelec)[4] und International Electrotechnical Commission (IEC)[5].

Geschichte
Die Elektrotechnik in der Schweiz nahm um 1875 mit der ersten Gleichstrommaschine ihren Anfang. Nach der Erfindung der Glühlampe im Jahr 1879 und dem Aufbau des ersten Telefonnetzes in Zürich im Jahr 1881 wuchs die Branche schnell. Bis 1889 gab es bereits 25 Elektrizitätswerke.
Westschweizer Ingenieure gründeten am 24. April 1889 den Schweizerischen Elektrotechnischen Verein (SEV), um die Entwicklung der Elektrotechnik zu fördern und die Sicherheit elektrischer Anlagen zu gewährleisten. Im Jahr 2002 erfolgte die Umbenennung des SEV in Electrosuisse.
Organisation
- Rechtsform: Verein
- Hauptsitz: Fehraltorf (ZH), Zweigniederlassungen in Bern, Möriken-Wildegg (AG) und Bulle (FR)
- Mitarbeitende: ca. 300
- Geschäftsführer: Björn Avak
Mitglieder
Die Mitgliederbasis der Fachorganisation umfasst rund 3'000 Organisationen (Elektroinstallationsbetriebe, Elektroplanungsunternehmen, Elektroanlagenbetreiber, Energieversorgungsunternehmen, Elektrohersteller, Hoch- und Fachhochschulen) und 4'000 Personen (Ingenieurinnen und Ingenieure, Berufsfachleute, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende).
Publikationen
- Fachzeitschriften bulletin.ch[6] und electra.ch[7]
- Fachbücher, Informationsbroschüren, Normen, Lernplattformen