Elfriede Mejchar

österreichische Fotografin From Wikipedia, the free encyclopedia

Elfriede Mejchar (* 10. Mai 1924 in Wien als Elfriede Paula Jähnl; † 11. Oktober 2020 in Wien)[1][2] war eine österreichische Fotografin.

Elfriede Mejchar (2011)

Leben

Elfriede Mejchar wuchs in Niederösterreich auf. Ab 1939 besuchte sie die Schule in Deutschland, wo sie 1941 bis 1944 eine Lehre zur Fotografin machte. Mit Kriegsende 1945 lebte Mejchar wieder in Niederösterreich, später bis zu ihrem Tod in Wien, im 10. Bezirk. Im Jahre 1961 legte Mejchar die Meisterprüfung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien ab. Von 1947 bis 1984 war Mejchar Fotografin im Bundesdenkmalamt in Wien und danach freiberuflich tätig.[3]

Erst spät wurde sie für ihre fotografische Arbeit ausgezeichnet, 2002 mit dem Würdigungspreis für künstlerische Fotografie des Bundeskanzleramtes, 2004 mit dem Würdigungspreis für künstlerische Fotografie des Landes Niederösterreich und mit dem Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst.[4]

Elfriede Mejchar verstarb 2020.[5][6] Sie wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet.[7]

Drei Gedenkausstellungen sind anlässlich des 100. Geburtstages von Elfriede Mejchar im Landesgalerie Niederösterreich in Krems, im Wien Museum MUSA und im Museum der Moderne Salzburg zu sehen.[8][9] Das Buch Elfriede Mejchar: Grenzgängerin der Fotografie, das zu den Jubiläumsausstellungen herausgegeben wurde, wurde 2024 mit dem Deutschen Fotobuchpreis in Gold ausgezeichnet.[10][11]

Elfriede-Mejchar-Preis

Zu Ehren der Künstlerin wurde der Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie 2024 erstmals vergeben. Die Auszeichnung wird von der Erbengemeinschaft (Susanne Gamauf, Charlotte Gohs, Fritz Simak, Katalin und Robert Zahornicky) biennal ausgeschrieben und ist mit 7.000 Euro dotiert. Erste Preisträgerin ist die Künstlerin Lisa Rastl.[12] Als Zweiter Preisträger wurde 2026 der Fotokünstler Nikolaus Korab ausgezeichnet.[13]

Rezeption

„Eine adäquate Ergänzung hat das Werk Kieslingers in den photographischen Aufnahmen von Elfriede Mejchar gefunden, der es selbst im Schwarzweißbild gelungen ist, die Oberflächenwirkung der vielfältigen Gesteinsarten an den einzelnen Bauwerken zu verdeutlichen.“

Wiener Geschichtsblätter 29. Jahrgang 1974, Heft 2[14]

Auszeichnungen

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1976: Photos 1967–76. Simmeringer Heide und Erdberger Mais, Museum des 20. Jahrhunderts, Wien
  • 1979: Vogelscheuchen 7 Hütten, Künstlerhaus Bregenz
  • 1992: Photographien, Niederösterreichisches Landesmuseum
  • 1995: Portrait I: Elfriede Mejchar. Fotokünstler/innen und Kunstvermittler/innen 1988 bis 1994, Photogalerie Wien
  • 1995: Die Gärten der Phantasie, Retzhof, Leibnitz
  • 2008: Fotografien von den Rändern Wiens, Wien Museum
  • 2009: Elfriede Mejchar, Personale, Fluss – NÖ Initiative für Foto- und Medienkunst, Wolkersdorf
  • 2010: In Bildern leben. Werke aus sechs Jahrzehnten. Personale, Niederösterreichisches Landesmuseum, Kuratorin Alexandra Schantl
  • 2010: Versunkene Welten – Elfriede Mejchars Blick auf Simmering, Bezirksmuseum Simmering[15]
  • 2014: Elfriede Mejchar. Zum 90. Geburtstag, Landesmuseum Niederösterreich, St. Pölten
  • 2017: Österreich. Fotografie 1970–2000, Albertina, (Ausstellungsbeteiligung) und Elfriede Mejchar. Ich habe meine Arbeit immer sehr gern gehabt, Galerie Straihammer und Seidenschwann, Wien[16]
  • 2024: Im Alleingang. Die Fotografin Elfriede Mejchar, Wien Museum musa, Wien. Kuratoren: Frauke Kreutler, Anton Holzer
  • 2024: Grenzgängerin der Fotografie. Personale, Landesgalerie Niederösterreich, Krems. Kuratoren: Alexandra Schantl, Edgar Lissel[17]
  • 2024: Poesie des Alltäglichen. Fotografien von Elfriede Mejchar, Museum der Moderne, Salzburg. Kuratorin: Katharina Ehrl

Publikationen

Einzelnachweise

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