Elham Youssefian

iranische Menschenrechtlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Elham Youssefian (persisch الهام یوسفیان) ist eine iranische Menschenrechtlerin und Fürsprecherin für die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in Klima-, Katastrophen- und Nothilfepolitiken.[1] Sie wirkt in der International Disability Alliance (IDA), einem globalen Netzwerk von mehr als 1100 Organisationen von und für Menschen mit Behinderungen, und wurde 2023 als „Klimavorreiterin“ in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.[2]

Leben

Youssefian wuchs im Iran auf; sie ist blind.[1] Sie promovierte an der Schahid-Beheschti-Universität in Teheran in internationalem Recht und erwarb an der London School of Economics einen Master in Menschenrechten.[3] Im Jahr 2015 war sie im Iran als Schutzbeauftragte der Dänischen Flüchtlingshilfe für afghanische Geflüchtete tätig.[1] Im Jahr 2016 zog sie in die Vereinigten Staaten.[2] Im November 2019 trat sie dem IDA-Sekretariat als Inclusive Humanitarian Action and Disaster Risk Reduction Advisor bei.[3] 2024 übernahm sie die Leitung des Programms für Disability Inclusion and Accessibility beim International Refugee Assistance Project (IRAP).[4]

Wirken

Youssefian beschäftigt sich mit den Themen Klima, humanitärer Hilfe und Behinderung und drängt auf die Berücksichtigung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in Frühwarnsystemen, Notfallplänen und der Klimapolitik.[5] Sie war eine der Autoren des Forschungsberichts Disability Rights in Climate Policies: 2023 Status Report, welcher die Berücksichtigung von Behinderung in NDCs und Anpassungspolitiken aller 195 Vertragsparteien des Pariser Übereinkommens auswertet.[6] Bei der UN-Klimakonferenz COP27 kritisierte sie wiederholt Barrieren der Zugänglichkeit – darunter schwer lesbare Entwurfsdokumente – als Sinnbild für die mangelnde Beteiligung von Menschen mit Behinderungen an der Klimapolitik.[7] Bei COP28 trat sie als Sprecherin eines Nebenveranstaltung zur inklusiven grünen Transformation auf.[8] Bei der IDA verantwortete sie die Koordinierung von Strategien für inklusive humanitäre Maßnahmen und Katastrophenvorsorge.[3] Sie geht davon aus, dass Menschen mit Behinderungen nicht nur besonders betroffen sind, sondern als bei der Suche nach Lösungen an vorderster Front der Klimakrise stehen können.[2]

Einzelnachweise

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