Elisabeth Heckel

deutsche Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Elisabeth Heckel (geboren 1980 in Weimar) ist eine deutsche Schauspielerin. Seit 2005 ist sie Teil des Ensembles am Berliner Kinder- und Jugendtheater Theater an der Parkaue.

Leben und Wirken

Elisabeth Heckel studierte bis 2004 Schauspiel an der Universität der Künste Berlin. Als freie Schauspielerin verbrachte sie einige Zeit im Ausland: in Österreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden. Nach Studienabschluss war sie unter anderem 2004 am Berliner Theaterdiscounter zu sehen. Ihre Darstellung der Titelfigur im Solostück Arbeit, Angst, Angelika von Steffi Hensel lobte Jan Süselbeck in der taz als „schauspielerisches Feuerwerk“.[1]

Seit 2005 gehört Elisabeth Heckel dem Ensemble des Berliner Theaters an der Parkaue an.[2] Sie arbeitete dort neben anderen mit Forced Entertainment, Milan Peschel, Schorsch Kamerun und Modjgan Hashemian[3] zusammen. Volkmar Draeger beschrieb sie in Tilmann Köhlers Inszenierung von Amoklauf mein Kinderspiel, eine Koproduktion mit dem Nationaltheater Weimar von 2006, in der Tageszeitung Neues Deutschland als „Kraftwerk“.[4]

Das unmöglich mögliche Haus, das 2015 in Zusammenarbeit mit Forced Entertainment entstand, wurde im gleichen Jahr für die beste Regie in der Kategorie Kinder- und Jugendtheater mit dem Faust Theaterpreis ausgezeichnet.[5] Radau nach Walter Benjamin in der Regie von Thomas Fiedler wurde 2011 mit dem Ikarus Theaterpreis in der Kategorie Kindertheater ausgezeichnet.[6] Ebenso erhielt Antigones Vermächtnis von Athena Farrokhzad, ein Auftragswerk für das Theater an der Parkaue, 2025 den Ikarus in der Kategorie Jugendtheater.[7] Das Stück ist der iranischen Frauenprotestbewegung gewidmet. Elisabeth Heckel bildete in der Inszenierung mit zwei anderen Darstellerinnen den „Chor der kämpfenden Frauen“.[8]

Neben der Theaterarbeit ist Elisabeth Heckel in Film- und Fernsehrollen zu sehen. Im 2023 veröffentlichten Film Wochenendrebellen von Marc Rothemund stand sie in einer Nebenrolle als Sekretärin zusammen mit ihrem Sohn Cecilio Andresen vor der Kamera, der darin die Hauptrolle des autistischen Jungen Jason übernommen hatte.[9] Ebenso sind beide in Entführt – 14 Tage Überleben zu sehen, ebenfalls von Marc Rothemund. Sie lebt in Berlin.

Theaterrollen (Auswahl)

Inszenierungen des Theaters an der Parkaue, soweit nicht anders angegeben

Filmografie

  • 2008: Nebenan, Regie: Wolfgang Andrä (Kurzfilm)
  • 2019: Heimsuchung, Regie: Wolfgang Andrä
  • 2023: Wochenendrebellen, Regie: Marc Rothemund
  • 2023: Entführt – 14 Tage Überleben, Regie: Marc Rothemund
  • 2023: The Ordinaries, Regie: Sophie Linnenbaum
  • 2025: Theresa Wolff – Nebel, Regie: Nathan Nill

Preise

  • 2004: „Publikumsliebling“ beim 100 Grad Festival Berlin für Blut im Schuh von Steffi Hensel, Regie: Nico Dietrich[14]
  • 2009: Beste schauspielerische Leistung beim British International Amateur Film Festival

Einzelnachweise

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