Ellesse Andrews

neuseeländische Radsportlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ellesse Andrews (* 31. Dezember 1999 in Christchurch) ist eine neuseeländische Radsportlerin.

Geburtsdatum31. Dezember 1999
NationNeuseeland Neuseeland
DisziplinBahn (Ausdauer) / Straße
Schnelle Fakten Zur Person, Geburtsdatum ...
Ellesse Andrews
Ellesse Andrews im Keirin-Finale der Bahn-WM 2020
Ellesse Andrews im Keirin-Finale
der Bahn-WM 2020
Zur Person
Geburtsdatum 31. Dezember 1999
Nation Neuseeland Neuseeland
Disziplin Bahn (Ausdauer) / Straße
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
2021 Silbermedaille – Keirin
2024 Goldmedaille – Sprint
2024 Goldmedaille – Keirin
2024 Silbermedaille – Teamsprint
UCI-Bahn-Weltmeisterschaften
2023 Regenbogentrikot – Keirin
Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2025
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Sportlicher Werdegang

Ellesse Andrews entstammt einer Radsportfamilie: Ihr Vater Jon Andrews gewann bei den Commonwealth Games 1990 jeweils Bronze in 1000-Meter-Zeitfahren und im Sprint auf der Bahn. 1992 startete er bei den Olympischen Spielen in Barcelona, wo er Siebter im Zeitfahren und Neunter im Sprint wurde. Seit 2015 arbeitet er als Trainer für den neuseeländischen Radsportverband. Die Mutter Angela Mote-Andrews, Komponistin und Musiklehrerin, war eine erfolgreiche Mountainbikefahrerin, die ihre sportliche Laufbahn wegen der Schwangerschaft mit Ellesse beendete.[1][2]

Andrews fuhr ab dem Alter von etwa 13 Jahren Rennen auf dem Mountainbike und betrieb weitere Sportarten wie etwa Schwimmen. Ihr Vater finanzierte ihr Tanzstunden, sie versprach ihm im Gegenzug öfter mit ihm Rad zu fahren, woraufhin er ihr ein Bahnrad kaufte. Schon nach wenigen Monaten schnitt sie gut bei nationalen Meisterschaften ab.[3]

2016 wurde Ellesse Andrews mit Emma Cumming Junioren-Weltmeisterin im Teamsprint; in der Einerverfolgung errang sie Bronze. 2017 wurde sie erneut Junioren-Weltmeisterin, jetzt in der Einerverfolgung und gewann mit dem neuseeländischen Juniorinnen-Vierer Bronze in der Mannschaftsverfolgung; in der Qualifikation der 2000-m-Einerverfolgung stellte sie mit 2:18,080 Minuten einen neuen Juniorinnen-Weltrekord auf.[4] Im selben Jahr wurde sie neuseeländische Junioren-Meisterin im Straßenrennen. 2018 startete sie bei den Commonwealth Games in Australien und belegte in der Einerverfolgung Rang sechs. 2019 wurde sie Ozeanienmeisterin in der Einerverfolgung.

Nachdem Andrews in den vergangenen Jahren zwischen Ausdauer- und Kurzzeitdisziplinen gewechselt hatte, beschloss sie 2019, sich mit der Unterstützung des neuseeländischen Nationaltrainers René Wolff aus Deutschland auf die Sprintdisziplinen zu konzentrieren.[5] 2020 wurde sie Ozeanienmeisterin im Keirin und gewann bei den kontinentalen Meisterschaften Silber im 500-Meter-Zeitfahren sowie mit Olivia Podmore im Teamsprint. Bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2020 in Berlin wurde sie Fünfte im Keirin.

2021 wurde Ellesse Andrews für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio nominiert, wo sie im Sprint und im Keirin startete. Im Keirin errang sie die Silbermedaille, im Sprint belegte sie Rang elf. 2022 errang sie bei den Commonwealth Games Gold im Sprint, Keirin und im Teamsprint (mit Olivia King und Rebecca Petch) sowie Silber in der Mannschaftsverfolgung (mit Bryony Botha, Michaela Drummond und Emily Shearman). Bei den Ozeanienmeisterschaften gewann sie ebenfalls in Sprint und Keirin sowie mit King und Petch im Teamsprint. 2023 gewann sie die Kurzzeit-Liga der UCI Track Champions League, wobei sie in sechs von zehn Einzelrennen siegreich war.

Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris war sie mit zwei Goldmedaillen und einer Silbermedaille die erfolgreichste Athletin im Radsport: Sie gewann die Wettbewerbe im Sprint und Keirin und wurde Zweite im Teamsprint, letzteres zusammen mit Rebecca Petch und Shaane Fulton. Bei den Ozeanien-Meisterschaften 2025 gewann sie die Titel in allen vier Kurzzeit-Disziplinen und stellte einen Weltrekord im 1000-Meter-Zeitfahren auf.[6]

Diverses

Ellesse Andrews hat an der University of Waikato einen Bachelor in Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Psychologie absolviert, mit Unterstützung eines Sir-Edmund Hillary-Stipendiums.[5]

Erfolge

Bahn

2016
2017
2019
  • Ozeanienmeisterin – Einerverfolgung
  • Neuseeländische Junioren-Meisterin – Keirin, Teamsprint (mit Racquel Sheath)
2020
  • Ozeanienmeisterin – Keirin
  • Silbermedaille Ozeanienmeisterschaft – 500-Meter-Zeitfahren, Teamsprint (mit Olivia Podmore)
2021
2022
2023
2024
2025
  • Ozeanienmeister-Trikot Ozeanien-Meisterin – Sprint, Keirin, Zeitfahren, Teamsprint (mit Olivia King und Shaane Fulton)
  • Bronzemedaille Weltmeisterschaft – Zeitfahren
  • Neuseeländisches Meistertrikot Neuseeländische Meisterin – Sprint, Keirin, Zeitfahren
2026

Straße

2017
  • Neuseeländische Junioren-Meisterin – Straßenrennen
Commons: Ellesse Andrews – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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