Elmeloh

Bauerschaft von Ganderkesee im niedersächsischen Landkreis Oldenburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Elmeloh ist eine der drei ältesten Bauerschaften von Ganderkesee im niedersächsischen Landkreis Oldenburg. Der Ort grenzt nordwestlich an die Stadt Delmenhorst.

Schnelle Fakten Gemeinde Ganderkesee ...
Elmeloh
Gemeinde Ganderkesee
Koordinaten: 53° 4′ N,  35′ O
Höhe: 23 m ü. NN
Einwohner: 1419 (8. Jan. 2024)[1]
Postleitzahl: 27777
Vorwahl: 04222
Elmeloh (Niedersachsen)
Elmeloh (Niedersachsen)
Lage von Elmeloh in Niedersachsen
Elmeloh von Süden gesehen
Elmeloh von Süden gesehen
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Geschichte

Markanteste Bauwerke sind die Wassermühle und die alte Elmeloher Schule. Die Wassermühle wurde 1445 erstmals erwähnt und war bis 1961 in Betrieb. Heute wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt. Die Schule bestand aus zwei Klassenräumen sowie einer Dienstwohnung für den Lehrer. Sie wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs und in den Nachkriegsjahren zum Teil als Flüchtlingsunterkunft genutzt und als Schule 1970 aufgelöst. Seitdem wird das Gebäude als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Die Lehrerwohnung wurde 1970 zunächst Privatwohnung. Seit 2008 befindet sich ein neu eingerichteter Kindergarten im Gebäude, der den ursprünglichen Spielkreis ablöst hat.

Elmeloh ging, wie Schlutter und Habbrügge, aus einem Rittergut hervor. Die Ritter wohnten in der Regel inmitten ihres Grundbesitzes in befestigten Häusern, so genannten Turmhügelburgen, die auf künstlichen, von Wassergräben umgebenen Hügeln errichtet wurden. Eine solche Motte stand vermutlich bereits 1194 in Elmeloh, als ein Geschlecht der Herren von Elmeloh erwähnt wurde, die als Ministeriale der Bremer Kirche dienten.

Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Burg von der Ritterfamilie von Mandelsloh bewohnt. 1471 wurden Burg und Hof niedergebrannt. Die Burg wurde nicht wieder aufgebaut –, das dann auf dem Gelände errichtete Herrenhaus wurde 1818 wegen Baufälligkeit abgerissen.[2] 1692 ging es durch Verkauf an den Junker Kurt Veit von Witzleben über. Dieser starb 1719. Danach war sein Sohn Adam Levin von Witzleben „Erbherr von Elmeloh und Hude“. Gemeinsam mit seiner Ehefrau stiftete er der Ganderkeseer Kirche einen neuen Altar, der noch heute den Abschluss des Chorraums in der Ganderkeseer Kirche bildet. Nach dem Tod Adam Lewin von Witzlebens 1745 wurde sein gleichnamiger Neffe, Adam Levin von Witzleben der Jüngere, bis zu dessen Tod 1766 Erbherr.

Seit der Fertigstellung der Burg Delmenhorst führt der mittelalterliche Postweg nicht mehr über Schlutter und Ganderkesee, sondern über Delmenhorst und damit auch direkt vorbei am Gut Elmeloh. 1821 wurde dieser als „Postdamm“ auch zwischen dem Ortsteil Falkenburg und Delmenhorst mit Sand befestigt. Von 1827 bis 1829 wurde der Postweg von Sandersfeld bis Elmeloh gepflastert. 1830 war die gesamte Straße zwischen Oldenburg und Bremen fertiggestellt.

1898 wurde die Eisenbahnstrecke Delmenhorst–Osnabrück eröffnet, die auch über Elmeloh führt. Der damalige Bahnhof Dwoberg auf Delmenhorster Stadtgebiet, grenzt unmittelbar an die Ortschaft Elmeloh und wird heute als privates Wohnhaus genutzt.

Kultur

Neben dem jährlichen Osterfeuer des Ortsvereins Elmeloh/Almsloh gibt es als weiteres Ereignis die über die Grenzen Elmelohs hinaus bekannte Meutejagd einer Pferdepension.

Persönlichkeiten

  • Johann Lahmann (1883–1935), Politiker (SPD), Landtagsabgeordneter im Freistaat Oldenburg, Bürgermeister von Nordenham, geboren in Elmeloh

Einzelnachweise

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