Elsa Peretti

Schmuckgestalterin From Wikipedia, the free encyclopedia

Elsa Peretti (* 1. Mai 1940 in Florenz; † 19. März 2021 in Sant Martí Vell in der Provinz Girona, Spanien) war ein italienisches Fotomodell, eine Schmuckdesignerin und arbeitete vor allem in New York.

Leben

Elsa Peretti wurde in einer reichen florentinischen Familie geboren, ihr Vater gründete 1933 den Mineralölkonzern API. Sie machte eine Ausbildung in Rom an der Volbicela Schule, wo sie ihren Abschluss in Innenarchitektur machte. Ab 1963 arbeitete sie in Mailand und Barcelona, auch als Modemodell. Sie gehörte dort zu einer liberalen, freizügigen Szenebewegung, „göttliche Linke“ (Gauche divine) genannt, zu der Oriol Maspons und Salvador Dalí zählten.

1968 zog sie nach New York und begann Schmuck für große Juweliere wie Roy Halston Frowick, Óscar de la Renta und ab 1974 für Tiffany & Co. zu entwerfen. Zeitweise war sie mit Helmut Newton liiert, der ein berühmt gewordenes Foto mit ihr als Playboy-Bunny vor dem Hintergrund Manhattans machte.[1] Ihre Arbeiten wurden mehrfach preisgekrönt. Am New Yorker Fashion Institute of Technology wurde 1999 eine Elsa-Peretti-Professur gestiftet.

Sie konnte eine Bohne, einen Knochen oder einen Apfel in Manschettenknöpfe, Armbänder, Vasen oder Feuerzeuge verwandeln; oder Skorpione und Schlangen in Halsketten und Ringe. Dies brachte eine frische Haltung zum Schmuck und leitete eine neue Ära im Design ein. Ihre erste Kollektion für Tiffany & Co. 1974 sorgte mit ihren „südlichen“, „sinnlichen“ und „skulpturalen“ Formen und Formen für eine Sensation. Sie arbeitete mit vielen Materialien, bekannt ist vor allem für ihre Arbeiten in Sterlingsilber, die das Edelmetall in den letzten fünfzig Jahrzehnten wieder für den Schmuck populär machte.[2]

Bereits 1968 kaufte sie ein Haus im spanischen Dorf Sant Martí Vell, das sie selbst renovierte, wohin sie sich immer wieder zur Arbeit und zur Erholung zurückzog und wo sie im Alter von 80 Jahren verstarb.

Wohltätigkeit

Im Jahr 2000 gründete Elsa Peretti eine Stiftung, die Nando Peretti Foundation (NPF), zu Ehren ihres Vaters, zu dem sie lange Jahre kein gutes Verhältnis gehabt hatte. Seit 2015 wurde sie in Nando and Elsa Peretti Foundation (NaEPF) umbenannt.[3]

Auszeichnungen

Commons: Elsa Peretti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege

Related Articles

Wikiwand AI