Emil Voerster
deutscher Verwaltungsbeamter und Rittergutsbesitzer
From Wikipedia, the free encyclopedia
Ludwig Emil Voerster (* 21. August 1829 in Mannheim; † 2. Dezember 1892 in Oderin)[1] war ein deutscher Verwaltungsbeamter und Rittergutsbesitzer.
Leben
Seine Mutter Henriette Amalia Friederika Carolina Wilhelmina von Schwachenberg (1792–1845) war ab 1820 die unerfüllte Liebe des August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798–1874), Autor des Texts zur späteren deutschen Nationalhymne (Das Lied der Deutschen).[2] Sie war 1820 nach einer gescheiterten Ehe mit dem Kaufmann Carl Theodor Elbers (1784–1842) in Barmen, siebenundzwanzigjährig mit ihren beiden Söhnen auf den Gutshof Hove bei Wetter an der Ruhr zu ihrem Vater Johann Friedrich Detmar von Schwachenberg (1741–1826) zurückgekehrt, hatte ihren Geburtsnamen wieder angenommen und führte ihm den Haushalt.[3] 1829 heiratete sie den Justizkommissar und Hauptmann a. D. Gustav Voerster (1791–1865), zu Schwelm. Dieser Ehe entstammte Emil Voerster, dessen Bruder Oskar, nachmals Rentner zu Düsseldorf, und eine früh verstorbene Schwester.[4]
Emil Voerster studierte an der Universität Bonn Rechtswissenschaften. 1849 wurde er Mitglied des Corps Guestphalia Bonn.[5] Nach Abschluss des Studiums trat er in den preußischen Staatsdienst ein. 1858 wurde er Landrat des Landkreises Hagen.[6] Nach zehn Jahren ging er 1868 als erster Landrat des neu gegründeten Kreises Norderdithmarschen nach Heide.[7] 1870 wurde er zum Landrat des Kreises Pinneberg ernannt. Das Amt hatte er bis 1881 inne.[8] Nach seinem Abschied aus dem Staatsdienst lebte er auf seinem Rittergut Oderin.