Emilie
weiblicher Vorname
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Emilie ist ein weiblicher Vorname.
Herkunft und Bedeutung
Bei Emilie handelt es sich um eine deutsche, skandinavische und tschechische weibliche Variante des römischen Namens Aemilius.[1]
Verbreitung
Der Name Emilie [] zählte in Tschechien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den beliebtesten Mädchennamen. Seine Popularität sank zur Mitte des Jahrhunderts hin. Im Jahr 1966 verließ der Name die Top-100 der Vornamenscharts. Im Jahr 2013 erreichte er in der Schreibweise Emílie erstmals wieder Platzierung unter den 100 meistgewählten Mädchennamen.[2]
In Dänemark zählt Emilie zu den beliebtesten Mädchennamen. In den späten 1990er und frühen 2000er Jahren erreichte der Name mehrfach eine Top-10-Platzierung. Zuletzt wurde er etwas seltener vergeben. Im Jahr 2021 belegte er Rang 45 der Hitliste.[3]
In Norwegen gelang dem Namen in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren ein rascher aufstieg in der Top-100 der Vornamenscharts. Seit 1997 gehört er – mit Ausnahme des Jahres 2012 – zu den 10 meistvergebenen Mädchennamen. Eine Positionierung an der Spitze der Vornamenscharts gelang dem Namen bislang nur im Jahr 1999. Im Jahr 2021 belegte Emilie Rang 10 der Hitliste.[4]
Emilie, seltener Émilie [] gehörte in Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den beliebtesten Mädchennamen. Zur Mitte des Jahrhunderts hin geriet der Name jedoch außer Mode. In den 1970er Jahren nahm die Popularität des Namens rasch zu, sodass er innerhalb von 10 Jahren in den Vornamenscharts um 258 Ränge aufstieg und im Jahr 1980 bereits Rang 2 belegte. Insbesondere in den 2010er Jahren sank seine Beliebtheit erneut. Im Jahr 2021 belegte Emilie Rang 251, Émilie Rang 389 der französischen Vornamenscharts.[5] Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Québec.[6]
In Deutschland zählte Emilie [] im ausgehenden 19. Jahrhundert zu den beliebtesten Mädchennamen. Mit dem beginnenden 20. Jahrhundert sank seine Popularität, bis er ab den 1930er Jahren nur noch sehr selten vergeben wurde. Seit in den 1990er Jahren der Name Emily in Deutschland in Mode kam, wird auch Emilie wieder häufiger vergeben. Da beide Namen heute oft gleich ausgesprochen werden, werden sie in Namensstatistiken gemeinsam als gleichlautende Varianten desselben Namens behandelt.[7] Daher lässt sich die genaue Platzierung in den Vornamenscharts nicht bestimmen. Jedoch wurde Emilie zwischen 2010 und 2021 ungefähr 5700 Mal als erster Vorname vergeben. Auf der geschlechterübergreifenden Hitliste belegte Emilie im Jahr 2021 Rang 340.[8]
Varianten
Der Name Emilie wird auch in den Schreibweisen Emílie und Émilie vergeben.
Für weitere Varianten: siehe Emilia#Varianten und Emil#Varianten
Namenstag
Der Namenstag von Emilie wird nach Émilie de Vialar am 24. August gefeiert.
Namensträgerinnen
Emilie
Einzelname
- Emilie von Hessen-Kassel (1626–1693), Prinzessin von Hessen-Kassel und durch Heirat Fürstin von Tarent und Talmont
- Emilie von Schwarzburg-Sondershausen (1681–1751), Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz
Vorname
- Emilie Autumn (* 1979), US-amerikanische Musikerin
- Emilie-Claire Barlow (* 1976), kanadische Jazzmusikerin und Synchronsprecherin
- Emilie Blichfeldt (* 1991), norwegische Filmregisseurin und Drehbuchautorin
- Emilie Bonhoeffer (1905–1991), deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, siehe Emmi Bonhoeffer
- Emilie Bouwman (* 1943), niederländisches Fotomodell und Modedesignerin
- Emilie Fleten (* 1992), norwegische Skilangläuferin
- Emilie Flöge (1874–1952), österreichische Designerin
- Emilie Fontane (1824–1902), Ehefrau des Dichters Theodor Fontane
- Emilie Louise Fontane (1798–1869), Mutter des Dichters Theodor Fontane
- Emilie Gavois-Kahn (* 1978), französische Theater- und Filmschauspielerin
- Emilie von Gleichen-Rußwurm (1804–1872), jüngste Tochter von Friedrich Schiller
- Emilie Ågheim Kalkenberg (* 1997), norwegische Biathletin
- Emilie Kempin-Spyri (1853–1901), Schweizer Juristin
- Emilie Kiep-Altenloh (1888–1985), deutsche Politikerin
- Emilie Kraus von Wolfsberg (1785–1845), Geliebte des französischen Kaisers Napoléon I.
- Emilie Lesclaux (* 1979), französische Filmproduzentin
- Emilie Lieberherr (1924–2011), Schweizer Politikerin
- Emilie Linder (1797–1867), Schweizer Malerin und Mäzenin
- Emilie Mayer (1812–1883), deutsche Komponistin
- Emilie Mediz-Pelikan (1861–1908), österreichische Malerin
- Emilie Neumeister (* 1999), deutsche Schauspielerin
- Emilie Pikler (1902–1984), ungarische Kinderärztin und pädagogische Expertin, siehe Emmi Pikler
- Emilie Preyer (1849–1930), deutsche Stilllebenmalerin
- Emilie de Ravin (* 1981), australische Schauspielerin
- Emilie von Reichenbach-Lessonitz (1791–1843), Ehefrau von Kurfürst Wilhelm II. von Hessen
- Emilie Schindler (1907–2001), Gattin von Oskar Schindler
- Emilie Trampusch (1814 – n. 1865), Lebensgefährtin von Johann Strauss (Vater)
- Emilie Ullerup (* 1984), dänische Schauspielerin
- Emilie Welti (* 1983), Schweizer Sängerin und Komponistin, siehe Sophie Hunger
- Emilie Winkelmann (1875–1951), erste freiberufliche Architektin Deutschlands
- Emilie Wüstenfeld (1817–1874), deutsche Frauenrechtlerin und Philanthropin
- Emilie Zumsteeg (1796–1857), deutsche Komponistin, Musiklehrerin, Chorleiterin, Pianistin und Musikschriftstellerin
Émilie
- Émilie Aubry (* 1975), französische Rundfunk-Journalistin und Moderatorin
- Émilie Caen (* 1970), französische Schauspielerin
- Émilie Charmy (1878–1974), französische Malerin
- Émilie du Châtelet (1706–1749), französische Mathematikerin
- Émilie Delaunay (* 1985), französische Pornodarstellerin, siehe Liza Del Sierra
- Émilie Dequenne (1981–2025), belgische Schauspielerin
- Émilie de Pellapra (1806–1871), erste Tochter Napoléon Bonapartes
- Émilie de Vialar (1797–1856), französische Heilige
Weblinks
- Emilie – es ist kompliziert, von Annemarie Lüning