Emily Artmann

österreichische Filmeditorin From Wikipedia, the free encyclopedia

Emily Artmann (* 13. Juli 1975 in Salzburg als Emily Griseldis Elayne Pock; † 21. Jänner 2026 in Wien) war eine österreichische Filmeditorin, Regisseurin und Autorin.[1]

Leben

Emily Artmann wurde am 13. Juli 1975 als Tochter der Schriftstellerin Rosa Pock und des Dichters H. C. Artmann geboren. Für das Studium zog sie nach Wien, wo sie zuerst Ethnologie studierte, bevor sie sich für ihren späteren Beruf entschied und an der Filmakademie das Studium Schnitt und Montage abschloss.[2] Seit den 1990er Jahren arbeitete sie als Filmeditorin, hauptsächlich für Dokumentationen. Im Film Crash Test Dummies war sie 2005 zusätzlich zum Schnitt auch als Darstellerin involviert.

Gemeinsam mit ihrer Cousine mütterlicherseits, Katharina Copony, drehte sie 2001 eine Filmbiografie über ihren Vater H. C. Artmann, der im Jahr 2000 verstarb. Die Grundlage für den Film waren Gespräche in den letzten Lebensmonaten von Artmann, die Transkription dieser Interviews sind 2021 in Buchform erschienen. Ebenfalls im Jahr 2021 erschien ihr erstes lyrisches Werk, eine Sammlung von 122 Gedichten unter dem Titel in einem Mantel aus Fischhaut.

Emily Artmann verstarb am 21. Jänner 2026, sie war mit dem Produzenten und Filmeditor Wolfgang Widerhofer verheiratet und hatte eine Tochter.[3][4]

Filmografie (Auswahl)

  • 1997: Tangram, Kurzfilm
  • 1998: Aus Liebe, Kurzfilm
  • 2001: der wackelatlas- sammeln und jagen mit H. C. Artmann, Dokumentarfilm (Regie, Schnitt)[5]
  • 2004: Crash Test Dummies, Spielfilm
  • 2005: Meine drei Zinnen, Dokumentarfilm
  • 2005: Ainoa, Spielfilm
  • 2006: Jeder siebte Mensch, Dokumentarfilm
  • 2007: Über Wasser: Menschen und gelbe Kanister, Dokumentarfilm
  • 2011: Schlawiner, Fernsehserie
  • 2012: Der Glanz des Tages, Spielfilm
  • 2013: Population Boom, Dokumentarfilm
  • 2014: Und in der Mitte, da sind wir, Dokumentarfilm
  • 2015: Alles unter Kontrolle, Dokumentarfilm
  • 2016: Die Königin von Wien: Anna Sacher und ihr Hotel, Dokumentarfilm
  • 2017: Bojo Beach, Kurzfilm
  • 2018: Die bauliche Maßnahme, Dokumentarfilm
  • 2019: Robolove, Dokumentarfilm
  • 2020: Der schönste Platz auf Erden, Dokumentarfilm (Drehbuch)

Literarisches Werk

  • H.C. Artmann: Der Wackelatlas: Ein Gespräch mit Emily Artmann und Katharina Copony, Ritter Verlag, Klagenfurt 2021, ISBN 978-3-85415-628-4
  • 2021: in einem mantel aus fischhaut, Gedichte, Edition Thanhäuser, Ottensheim 2021, ISBN 978-3-900986-38-4
  • 2025: Arboretum, Gedichte[6]

Einzelnachweise

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