Ergonym

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Ein Ergonym ist in der Namenkunde ein Eigenname, der Institutionen, materielle und geistige Werke und Dienstleistungen benennt. Dazu zählen u. a. Namen von Organisationen, Unternehmen, Marken, Produkten, künstlerischen Werken oder Versammlungen.[1]

Etymologie

Der Begriff wurde erstmals 1978 von der russischen Linguistin Natalia V. Podolskaya verwendet und leitet sich ab von altgriechisch ergon 'Arbeit' und onoma 'Name'.[2]

Bedeutung

Ergonyme spiegeln gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Prozesse wider. In wirtschaftlicher Hinsicht sind Marken, Corporate Identity und Namensentwicklung Teil dieses Forschungsfeldes. Durch ihre Alltagspräsenz bieten Ergonyme einen Einblick in die Namenkunde jenseits der klassischen Namenskategorien.[3]

Literatur

  • Gerhard Koß: Warennamen, Marken, Kunstnamen (Ausgewählte Beiträge 1976–2006). edition vulpes, Regensburg, 2008, ISBN 3-939112-04-6.
  • Rita Heuser, Mirjam Schmuck: Sonstige Namenarten – Stiefkinder der Onomastik. De Gruyter, Berlin, 2018. ISBN 978-3-11-054488-6.

Einzelnachweise

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