Erich Goltze

deutscher Parteifunktionär (NSDAP) From Wikipedia, the free encyclopedia

Erich Goltze (* 1. März 1898 in Altglienicke; † 5. Juli 1982 in Gevelsberg) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP).

Leben

Erich Goltze war ein Sohn des Rektors Paul Goltze und besuchte zur Vorbereitung auf den Lehrerberuf die Präparandenanstalt und das Lehrerseminar in Berlin-Köpenick. Er musste Kriegsdienst leisten und kam bis zum 6. März 1920 in französische Kriegsgefangenschaft. Nach einer kurzen Vertretungsstelle in Berlin kam er am 1. April 1921 an die Schnellmarkschule in Gevelsberg, machte am 1. März 1922 die zweite Lehrerprüfung und war fortan an verschiedenen Schulen in Gevelsberg, Breckerfeld und Hagen-Haspe tätig. Er leitete von 1931 an ehrenamtlich den Kirchenchor in Breckerfeld bis Ende 1933, als er auf eigenen Wunsch wegen der starken Belastung als NSDAP-Kreisleiter aus dem Amt schied. Zum 1. September 1932 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.316.145)[1] und wurde im Februar 1933 zum Kreisleiter im Ennepe-Ruhr-Kreis bestimmt. Mit dem Amt verbunden war die Mitgliedschaft im Kreistag des Kreises Ennepe-Ruhr. Dieses Amt übte er bis Januar 1935 aus. Er wurde zunächst kommissarischer Rektor der Horst Wessel-Schule Gevelsberg (definitiv ab Mitte Dezember 1934) und war bis Februar 1938 in diesem Amt, als er anschließend Schulrat des Schulaufsichtsbezirks Ennepe-Ruhr II in Hattingen wurde. Zum 1. Oktober 1941 wurde er als Schulrat in den Landkreis Grafschaft Bentheim versetzt.

Im Entnazifizierungsverfahren wurde Goltze vom Hauptausschuss Ennepe-Ruhr-Kreis am 6. Januar 1948 in die Kategorie IV (Mitläufer) eingestuft.

Nach dem Krieg war er zunächst als Schulrat zur Wiederverwendung an der Gemeinschaftsschule Bramsche-Gartenstadt tätig und ab 1956 Rektor dieser Schule. Ende März 1961 wurde er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt.

Literatur

  • Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 236 (Digitalisat)

Einzelnachweise

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